Dienstag, 23. Juni 2020

Wem gehören Session-Ideen?

Any idea?


Sachen gibt's. Ich tausche mich gern mit anderen Femdoms aus. Dafür nutze ich manchmal die Onlineplattform Joyclub. Vor Kurzem kam ich hier mit einer Dame in Kontakt, die offenbar über umfangreiche Kenntnisse im Bereich "Brainfuck" verfügt. Sie fragte mich, was ich darunter verstehe. Ich gab ihr ein konkretes Beispiel: Ein Brainfuck ist etwa, wenn die Femdom dem Sub an gewissen Stellen mit einem Büschel Brennnesseln nahe kommt – es sich dabei aber eigentlich nur um harmlose Taubnesseln handelt. 

Ja gut, meinte die Expertin, das gehe in die richtige Richtung. "Einsteigerlevel." Hmm... ich fühlte mich wie ein kleines, unwissendes Schulmädchen und war nun gespannt, was die Brainfuck-Expertin denn unter einem fortgeschrittenen Spiel verstehen würde. Also fragte ich danach, doch die Antwort war nur theoretisch und nicht konkret. Ich wollte aber gern ein konkretes Beispiel, also hakte ich nach.

Die Brainfuck-Szene, die ich nicht beschreiben darf.

Nun kam eine Antwort, die mich verblüffte. Die Expertin entwarf eine Szene in einem Restaurant, für die ich drei Helfer benötigen würde. Erschwerend kam hinzu, dass einer der Helfer ein Freund/Bekannter des Subs sein sollte. Ich sagte der Dame, dass ich das Szenario nicht realistisch, seltsam und aufwändig fände. Ob sie das denn jemals schon umgesetzt habe. Ja, sagte sie und schien das alles auch weiterhin für eine wirklich gute Idee zu halten. 

Kurze Zeit später meldete sich die Expertin erneut und wies mich darauf hin, dass sie nicht wünsche, dass ich ihre Erlebnisse oder Ideen für meine Bücher nutze. Viele würden dazu neigen, die Gedanken anderer als ihre eigenen zu verkaufen. Nun, ich gab unumwunden zu, dass ich Privates in meine Bücher einfließen lasse. Aber: "Wenn Du nun sagst, ich darf Ideen, die von Dir kommen, nicht verwenden, dann respektiere ich das. Gut finde ich es nicht. Ich denke, auf Ideen dieser Art sollte es kein Copyright geben. (Gibt es ja auch nicht, aber ich möchte mich darüber nicht streiten). Deine Idee mit dem Mindfuck werde ich nicht in meinen Büchern verwenden, da sie für 95% aller Leser zu aufwändig ist." 

Wem gehören Session-Ideen?


Aus dieser kleinen Begebenheit ergibt sich für mich die Frage: Wem gehören Session-Ideen? Meine Meinung: Auf Ideen dieser Art gibt es kein Copyright. Jeder kann und soll sie nutzen. Es könnte zum Beispiel sein, dass ich den SM-Parcours erfunden habe. Aber daraus leite ich nicht ab, dass jeder, der dieses Spiel in seine Session einbaut, nun 5 € an mich zahlen muss. Ich gehe damit auch nicht zum Patentamt oder stelle mich nun immer als "Lady Sas, die Erfinderin des SM-Parcours" vor. Das wäre albern und lächerlich. Solche Ideen sind für alle da. Sie zu teilen ist etwas Positives. Ja, auch dann, wenn sie in einem Buch stehen. Frische Ideen machen jeden Session aufregender und inspirieren uns. Je mehr gute Ideen wir kennen, desto besser. Also: Teilt Eure Ideen, tauscht Euch aus, inspiriert einander. So haben alle etwas davon. 

Herzliche Grüße
Lady Sas

Sonntag, 14. Juni 2020

Anonyme Zucht: So lief der Femdom Gangbang am 26. Oktober 2019




Am Samstag, den 26. Oktober 2019, fand in Frankfurt am Main ein Femdom Gangbang statt, über den ich recht ausführlich auf meinem Blog geschrieben habe. Schließlich verläuft nicht jede Langzeiterziehung so außergewöhnlich wie diese. Die Gruppe war einfach ein Glücksfall. 

Einer der Grundsätze bei solchen Events ist, dass alles anonym und diskret abläuft. Da ist es auf den ersten Blick überraschend, dass ich nun ein Buch herausgebe, in dem ich diese Session beschreibe. Aber keine Sorge: Natürlich oute ich niemanden und ich habe zudem Wert darauf gelegt, die drei Teilnehmerinnen vorher um ihre Erlaubnis zu bitten. Alle Damen waren sofort einverstanden und fanden es aufregend, Teil einer solchen Erzählung zu werden. Ich möchte mit dem Buch andere Femdoms ermutigen, sich lustvoll auszuleben und mutig neue Dinge auszuprobieren. Viel Spaß!

Über das Buch 

"Lady Sas lädt drei Femdoms zu einer BDSM-Langzeiterziehung mit ihrem Sklaven Toytoy nach Frankfurt am Main ein. Das Besondere daran: Keiner kennt den anderen persönlich, alles läuft anonym ab. Auf diese Weise kann die Erziehung des Subs ganz ohne Hemmungen ablaufen. Das Ziel dabei: Toytoy soll so weit ans Limit gebracht werden, dass er den Kopf ausschaltet und den Herrinnen intuitiv und bedingungslos gehorcht. Das gelingt auch – aber völlig anders, als Lady Sas dachte. Die Session bringt eine handfeste Überraschung. 

In diesem Buch schildert Lady Sas anschaulich, was bei der Erziehung passiert. Sie beschreibt auch, wie sie den Event geplant hat und was danach geschehen ist.

INHALT
Hintergrund: Wie kam das alles? 
Der Countdown läuft 
Das Vorspiel 
Die Gang bangt 
Essen ist fertig 
Führung und Verführung 
Zu allem bereit 
Der SM-Parcours 
Die unschöne Belohnung 
Wer bietet mehr? 
Das Event auf meinem Blog 
Feedback & Kontakt 
Weitere Bücher von Lady Sas 
Bonus"

Hier geht es zu einer Leseprobe.

Mittwoch, 3. Juni 2020

Miss Peel verlässt die Party

Die Website von Miss Peel
Domina Miss Peel will sich Ende des Jahres ins Privatleben zurückziehen. Das verkündet sie auf ihrer Website, siehe Screenshot. Miss Peel war nach eigenen Angaben sieben Jahre als Domina tätig und ist vielleicht dem einen oder anderen als Gesicht der kinky VENUS bekannt. 

Ihr Instagram Account war überaus beliebt. Über 62.000 Personen konnten sich für ihre schönen Fotos begeistern. Dieser Account ist nun auf "privat" gestellt und öffentlich nicht mehr einsehbar. 

Miss Peel war unter anderem im Kölner Studio SM Art tätig, aber auch als reisende Domina unterwegs. Im Studio SM Art waren viele Gäste von ihr begeistert, manche aber auch nicht. Sie agiere in der Session kalt und gehe nicht besonders mit, war von Kritikern zu hören. Fans dagegen rühmten ihre Eleganz und ihre sexy Outfits. Wer sich nun selbst ein Bild machen möchte, könnte leider zu spät kommen. Zwar kündigt die Lady an sich erst Ende des Jahres zurückziehen zu wollen – und bis dahin ist es ja noch ein Weilchen – aber auf der Website des Studio SM Arts ist Miss Peel nicht mehr vertreten. Eine Kontaktmöglichkeit gibt es auf der Website nicht mehr, das Impressum ist nicht mehr erreichbar und zeigt eine Fehlermeldung an. 

Twitter Post der kinkyVENUS


Ich stelle mir die Frage, wie es Stammgästen emotional geht, wenn sie erfahren, dass "ihre" Herrin nicht mehr erreichbar ist. "Warum nur?", wird sich so mancher fragen. Es ist sicher nicht leicht, mit so einer Situation umzugehen. Schade, dass Miss Peel ihre Abschied nicht näher erläutert. Aber immerhin findet sie die Zeit, einen Satz des Dankes zu formulieren. 

Bye, Miss Peel. Die Party geht weiter.