Freitag, 25. Oktober 2019

Femdom-Gangbang: die Grenzerfahrung für Toytoy

In meinem Blogpost vom 9. Oktober zum Thema Locktober habe ich erwähnt, dass es mit der langen Keuschhaltungszeit von Toytoy eine besondere Bewandnis hat. Tatsächlich hat Toytoy seit dem 7. 9. 2019 keinen Höhepunkt mehr erleben dürfen. 7 Wochen ohne Orgasmus! Eine beachtliche Zeit, wie ich finde (Details: siehe hier). Heute möchte ich die Gründe dafür offenlegen. Dabei möchte ich allerdings etwas ausholen, um ein möglichst nachvollziehbares und klares Bild zeichnen zu können. 

Die große Herausforderung: frischer Wind und neue Ideen


Seit Februar 2011 ist mein Sklave Toytoy in meinem Besitz. Ein Sklavenvertrag regelt unsere Spielbeziehung. Die größte Herausforderung, vor der ich immer wieder stehe, ist die für Abwechslung und für Überraschungen zu sorgen. Für frischen Wind sozusagen. An Ideen, Phantasie und Kreativität mangelt es mir zum Glück nicht, schließlich habe ich sogar den dritten Band meiner Buchreihe „111 SM Spielideen, Herrin – Sklave“ herausgebracht. Aber: Auch für mich ist es immer wieder eine Herausforderung, die Beziehung aufregend und spannend zu halten. Als Femdom kommt mir die Rolle der Führenden zu, daher kann und will ich diese Aufgabe auch nicht an den Sub abgeben. Nein, darum muss man sich als Femdom schon selbst kümmern.

Schon seit längerer Zeit verfolge ich die Idee, Sessions dadurch interessant zu gestalten, dass ich eine Vorführung integriere. Dabei verabrede ich mich mit einer unbekannten, privaten Femdom und führe ihr Toytoy in seiner Sklavenrolle vor, lasse ihn Gehorsamkeitsübungen machen und stelle der Besucherin dar, was mit ihm möglich ist. Ich lege Wert darauf, vorher möglichst nur den groben Rahmen abzustecken und die Dame auch nicht näher persönlich kennenzulernen. So wird die Session bzw. die Vorführung auch für mich zu einem Abenteuer und zu einer Überraschung. Schließlich denke ich bei solchen Events auch an mich selbst. Es soll mir schließlich auch Spaß machen. Einen Einblick in solche Sessions gewähre ich übrigens in meinem Buch „Fremden Femdoms vorgeführt“.

Solche Vorführungen sind sicher ein Highlight und etwas Besonderes. Aber auch diese besonderen Ereignisse nutzen sich etwas ab. Jedes Treffen ist zwar anders, aber eine gewisse Routine entwickelt sich eben doch. Deshalb habe ich begonnen, Toytoy neu herauszufordern. Es war (und ist) ein Experiment, deshalb habe ich bis jetzt noch nichts dazu auf meinem Blog veröffentlicht. Aber jetzt scheint sich doch inzwischen herauskristallisiert zu haben, dass es ein Session-Format zu sein scheint, dass ich noch häufiger durchführen möchte. Die Rede ist von einer ganztätigen Session, die ich nicht zusammen mit einer weiteren Femdom bestreite, sondern gleich mit drei oder vier Damen.

Der Femdom-Gangbang


Bei einer devoten Frau und dominanten Männern würde man wohl von einem Gangbang sprechen. Umgekehrt ist dieses Spielformat eher selten. Einen Sklaven, der von einer Gruppe Femdoms erzogen wird, gibt es meines Wissens eher selten. Das liegt wohl auch daran, dass es eine Art von Session ist, die dem Sub sehr, sehr viel abverlangt. Nicht nur körperlich, sondern auch vom Kopf her. Ich habe den Eindruck, dass viele Sklaven so einen Femdom-Gangbang mit mehreren Herrinnen reizvoll finden, aber nur die wenigstens das auch tatsächlich durchhalten würden. Viele Subs neigen ohnehin dazu, sich zu viel zuzutrauen. Nach dem Motto: Sie können A L L E S mit mir machen, Herrin. Außer… – und dann kommt eine lange, lange Liste an Tabus. Zudem neigen diese Subs dazu, Wunschlisten zu schreiben, was sie gerne erleben wollen.

Genau das jedoch bremst die Euphorie von privaten Femdoms. Sie wollen gern spielen, Spaß haben, sich verehren lassen, ihre Weiblichkeit feiern, den Sklaven teasen, schikanieren, demütigen, bestrafen und zum betteln bringen. Und das geht am besten mit wenig Tabus und keiner Wunschliste. Ich glaube behaupten zu können, dass das bei Toytoy der Fall ist. Sicher: Jeder hat Tabus, so auch Toytoy. Aber sie sind bei ihm inzwischen erfreulich reduziert. Und Wunschlisten gestatte ich ihm ohnehin nicht. Sein Wunsch hat zu sein, die Herrinnen zufriedenzustellen.

Über die Planung mit dem Onlinetool Trello


Die Planung einer Vorführung ist zwar nicht einfach, aber doch übersichtlich. Schließlich muss man sich nur mit einer einzigen Femdom auf eine Richtung bei der Erziehung, einige Eckpunkte und einen Termin einigen. Bei einer Tageserziehung mit 3 – 4 Femdoms jedoch liegt die Sache anders. Das ist aufwändig. Zum Glück ist mir ein hilfreiches Online-Tool empfohlen worden, das bei der Planung und Abstimmung wertvolle Unterstützung bietet: trello. Ein kostenloses Onlineprogramm, mit dem Teams sich abstimmen und zusammenarbeiten können. 


Verpixelter Screenshot aus unserer Trello-Planung


In der Diskussion auf Trello hatten wir die Idee, Toytoy durch eine besonders lange Keuschhaltungszeit im Vorfeld der gemeinsamen Langzeiterziehung entsprechend sensibel für Tease & Denial zu machen. Ein Sub, der lange ohne Orgasmus auskommen musste, ist auch deutlich leidensfähiger als ein Sub, der sich erst vor Kurzem entspannen durfte. Wir werden diesen Umstand zu nutzen wissen, da bin ich mir sicher. 

Der nächste Femdom-Gangbang mit Toytoy findet morgen ab 11 Uhr in Frankfurt am Main statt. Dabei sind wir insgesamt, mich dazugerechnet, 5 Teilnehmerinnen. Ein weiterer ist am 30. November geplant, diesmal mit ingesamt 4 Teilnehmerinnen. Und zu Silvester steht erneut etwas Besonderes an, das aber wieder völlig anders sein wird als der Femdom-Gangbang.

Bei so einem Event muss vieles geplant und besprochen werden. 
-       Was ist die übergreifende Idee für die Session?
-       Welche Einzelideen gibt es?
-       Wo findet die Session statt?
-       Wann haben alle Zeit?
-       Wie lange wollen wir spielen? (11 bis ca 21 Uhr)
-       Welche Regeln gibt es zu beachten?
-       Bleiben alle anonym oder dürfen Daten getauscht werden? (anonym)
-       Darf fotografiert und gefilmt werden? (nein)
-       Welche Tabus hat der Sub?
-       Welche Dinge wollen wir ausprobieren?
-       Welche Geschenke soll der Sub überreichen?
-       Wann machen wir Mittagspause?
-       Was essen wir? Und wie und wo?
-       Wie sieht es mit Kaffee und Kuchen aus?
-       Was isst und trinkt der Sub?
-       Wie gestalten wir die Pausen des Subs?
-       Wie wollen wir damit umgehen, wenn Toytoy aufs WC muss?
-       Welche Getränke sollen bereitstehen?
-       Wie regeln wir, ob er einen Orgasmus haben darf?
-       Und so weiter und so fort…
 Eine Menge Fragen, die wir über Trello gut diskutieren konnten. Wirklich empfehlenswert.

Der besondere Reiz eines Femdom-Gangbangs


Was ist nun der besondere Reiz an so einem Femdom-Gangbang? Zum einen ist es natürlich reizvoll, sich als Femdom mit Gleichgesinnten in einem geschützten, sicheren, diskreten und anonymen Rahmen ausleben zu können. Es gibt Dinge, die kann man als Femdom nicht alleine umsetzen. Dafür ist der Gangbang ideal. Außerdem stelle ich immer wieder fest, welche Eigendynamik so eine Gruppe auslösen kann. Zusammen kommt man viel leichter auf neue Ideen als alleine. Und es macht einfach sehr viel Spaß.

Für die privaten Damen liegt der Reiz oft darin, neue Praktiken üben zu können. Und zwar mit Gleichgesinnten und einem Sub, der nicht beim ersten Schmerz das Safeword schreit. Mit Toytoy ist so einiges möglich und das macht natürlich Spaß.

Auch für den Sub lohnt es sich. Er erlebt ein Highlight, das ihn jedoch bis an seine Grenzen fordert. Wie erwähnt habe ich bereits versuchsweise solche Veranstaltungen ausgerichtet und man konnte dabei gut verfolgen, wie eine Entwicklung beim Sub stattfindet. 

Am Anfang ist er noch voller Selbstbeherrschung. Rational, kontrolliert und nicht aus der Ruhe zu bringen. Demütigungen und Abstrafungen nimmt er in einer Weise an, die man routiniert nennen könnte. Erst nach und nach bröckelt dieser Panzer. Toytoy wird nicht länger von seinem Kopf bestimmt, sondern allmählich von seinem Instinkt. Er gehorcht instinktiv, ohne zu zögern und denkt nicht mehr darüber nach. Schwer zu beschreiben, aber wunderbar anzuschauen. Das Gefühl der Macht ist hier intensiv ausgeprägt. Die Verehrung ist ultimativ. Klar, wer über Stunden von mehreren Femdoms hart rangenommen wurde, der gehorcht aufs Wort und strengt sich sehr, sehr an, die Damen zufrieden zu stellen. Eine ganz wunderbare Erfahrung. 

Kurzum: Ich freue mich auf morgen! 
Herzliche Grüße,
Lady Sas 



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