Sonntag, 22. September 2019

Domina Katharina: die schöne Kreative

Domina Katharina
Domina Katharina ist in Berlin zuhause, aber als Reisende auch in Dubai oder in Gdansk anzutreffen. Im Interview erfahren wir mehr über die junge und überaus attraktive Herrin. Viel Spaß dabei. 


Lady Sas: Liebe Katharina, bitte schildere uns, wie du auf den bizarren Bereich aufmerksam geworden bist und dich zur Domina entwickelt hast.
Domina Katharina:  Eine Freundin von mir hatte  damals als Domina angefangen und ich war schon immer eine starke Frau und hatte gerne die Zügeln in der Hand und so beschloß ich, ich mache  es einfach und habe in einem Studio angerufen und angefangen dort alles zu lernen. Ich war bei anderen Dominas mit der Session, habe viel darüber gelesen und über BDSM recherchiert und habe sehr schnell meine Leidenschaft dafür entdeckt. Ich habe in Köln im Studio angefangen und habe hier in Berlin in Studios als Teil des Teams gearbeitet, bis ich mich irgendwann dazu entschlossen hatte meinen eigenen Weg zu gehen und Studio unabhängig zu sein.

Interview mit Domina Katharina

Lady Sas: Auf deiner Website steht als Titel „Dominatrix Katharina“, die Webadresse lautet „Domina-Katharin“ und bei „über mich“ steht: „Ich bin Katharina“. Welche Anrede bevorzugst du in der Session? Wirst du gesiezt?
Domina Katharina: Ich bevorzuge es Grundsätzlich gesiezt zu werden und in der Session  soweiso. Die genaue Anrede  in der Session ist für mich irrelevant, sei es Lady Katharina , Domina Kathaina, Herrin, Mistress., etc. Es geht um die Geste.


Lady Sas: Was reizt dich an BDSM?
Domina Katharina: Ich mag  Sessions, in der ich eintauchen kann und die einen gewissen Anspruch mit sich bringen. Besonders liebe ich Psycho- und Fixierungsspiele. Ich sehe das immer als Challange jemanden so zu fixieren, dass derjenige nicht die geringste Chance hat auszubrechen. Und Psychospiele fordern sehr viel Kreativität und vor allem mehr Empathie und Feingefühl.


Lady Sas: Du bist in Berlin tätig. Kannst du uns etwas über die BDSM-Szene in Berlin erzählen? Kennst du viele Dominas in Berlin?
Domina Katharina: Die Szene in Berlin ist sehr groß, unter anderem auch deshalb, weil wir viel SM-Sudios hier haben. Jedes hat sein eigenen Stil und Konzept. Die Auswahl ist also auch sehr groß. Hinzu kommt, dass wir Clubs haben wie das berühmt berüchtigte KitKat  oder Insomnia, wo regelmäßig die Berliner BDSM Szene unterwegs ist. Ich kenne einige Kolleginnen aus Berlin, man folgt sich gegenseitig auf Instagram und dann trifft man sich auf der ein oder anderen Fetisch Event. Während German Fetish Ball (GFB) ist das dann alles noch internationaler.

Domina Katharina

Domina Katharina auf Reisen


Lady Sas: Du arbeitest nicht nur in Berlin, sondern gehst auch auf Reisen. Zum Beispiel nach Gdansk in Polen und nach Dubai. Wie kamst du auf diese beiden Reiseziele?
Domina Katharina:  Ich reise einfach sehr gerne und entdecke gerne neue Orte. Während GFB habe ich dann Melisande Sin kennengelernt, die ihr eigenes  Studio in Gdansk hat und wir hatten uns so gut verstanden, dass wir uns auch privat angefreundet haben und ich sie und ihre Kollegin und beste Freundin Maya Sin in Gdansk besuchen was und das habe ich dann mit dem beruflichen verbunden. Dubai war schon seit längerem eines meiner Reiseziele und hier verbinde ich das selbe mit meiner Arbeit.


Lady Sas: Unter deinen Vorlieben ist „Psychofolter“. Klingt spannend. Wie kann das zum Beispiel aussehen?
Domina Katharina: Psychofolter ist eine Foltermethode ohne physische Gewalt aber genau so wirkungsvoll. Zum Beispiel habe ich mal bei einer Overnight Session dem Sklaven eine kugelförmige Edelstahlmaske  und -fäustlinge angezogen und dazu musste er noch einen kratzigen Sack tragen. Ich habe ihn dann in einer Zelle  streng fixiert und ihn die ganze Nacht mit Hatebreed (eine Hardcore Punkband) auf volle Lautstärke zugedröhnt. Natürlich war er dabei komplett im dunkeln und hatte somit auch kein Gefühl wie viel Zeit vergangen ist oder ob es schon hell wurde. Das hat mir sehr viel  Spaß gemacht!


Lady Sas: Hat sich dein Verhältnis zu Männern verändert seit du professionelle Domina bist?
Domina Katharina: Nein, ich sehe alle Menschen individuell. Ich kann nicht die Männer pauschalisieren, nur weil ich mit einer Sorte Männer zu tun hab die besondere Vorlieben haben. Ich spreche ja eine gewisse Zielgruppe an und das sind nicht alle Männer.

Was inspiriert dich?

Domina Katharina

Lady Sas: Was inspiriert dich? Wie kommst du auf neue Session-Ideen?
Domina Katharina:  Manchmal werde ich während der Session inspiriert, wenn man voll und ganz im Spiel drin ist. Wenn man eine Leidenschaft für etwas hat, kommen die Ideen von selbst.


Lady Sas: Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
Domina Katharina: Es werden einige Veränderungen stattfinden, über die ich noch nicht reden möchte. Daher bleibt auf dem Laufenden ;)

Lady Sas: Danke für das Interview.




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  • Montag, 16. September 2019

    Liebe Domina – 10 Anschreiben, die mich fassungslos machen

    Ich freue mich immer über Mails und Nachrichten. Auf welcher Plattform auch immer. Und ich tue mein Bestes darauf zu antworten, wenn ich das Gefühl habe, dass es um ein ernsthaftes Anliegen geht. Manchmal jedoch habe ich da so meine Zweifel. Dann schüttle ich nur kurz den Kopf und verbanne die Nachricht mit einem Klick in den Papierkorb.

    Nun dachte ich mir: Wäre doch fein, wenn ich Nachrichten dieser Art nutzen würde, um daraus einen interessanten Blogpost zu machen. Voila! Hier ist eine kleine Auswahl aus den Nachrichten der letzten Zeiten, die wohl kaum mit einer Antwort von mir rechnen sollten. 


    Liebe Domina – 10 Anschreiben, die keine Antwort bekommen

    1. Der Flexible.
    "Hallo schöne Frau! Ich bin ein begeisterter Leser deines Blogs. Wie wäre es wenn wir deinen Sklaven zusammen erziehen (Bin bi) Wir können auch vereinbaren dass du deinen Sklaven und mich zusammen erziehst. Oder aber wir machen es so dass du und dein Sklave mir beide dienen. Du siehst es ist vieles möglich und wir müssten und eben einfach mal treffen und kennenlernen und alles besprechen. Melde dich doch bitte mal bei mir. Grüße H."


    2. Der Verbindliche.
    "Liebe Domina, 
    ich habe deinen Blog gelesen und möchte gern dein Sklave sein. Wann können wir uns wo und wie treffen und was muss ich mitbringen? Dein Sklavenanwärter R."


    3. Der DummDom.
    "Hallo..
    Wenn du Lust hast einen sehr dominanten Mann, groß und sehr gut bestückt kennenzulernen, dann melde dich doch einfach bei mir!"

    Hier habe ich mir einen Spaß daraus gemacht, doch zu antworten. Natürlich in meinem Frame als Femdom: 

    "Hallo A,
    danke für Deine Nachricht. Ich habe bereits einen Sub.
    Hier ein Tipp, wie Du private dominante Damen erfolgreich anschreiben kannst:
    https://tinyurl.com/yxjzuy9o
    Viel Erfolg,
    Lady Sas

    4. Der Lecksklave.
    "Hallo! Hast du Interesse an einem persönlichen Lecksklaven? Ich lecke sehr gut und ausdauernd!"


    5. Der Kurz-angebundene.
    "hi ich bin gerne sklave und interessiert an cuckold".


    6. Der Rechtschreibfremde.
    "Wunder hübsch ladysas, wie gehts dir?"


    7. Der Kryptische.
    "Late Night Vino? ☀"


    8. Der Locker-Langfristige.

    "Hallo
    Ich hoffe dir geht es gut??

    Ich falle mal ganz direkt mit der Tür ins Haus 🙈

    Ich suche was lockeres das langfristig ausgelegt ist. Also sowas wie "Freundschaft plus".

    Wärst du denn so offen?

    Liebe Grüße"



    9. Der Beratung-suchende.
    "Hallo,hier schreibt der Männliche Part.
    Ich wollte mal fragen ob sie auch Beratungen hinsichtlich
    cuckolding durchführen?
    Gruss d."



    10. Der Hallo-Sager.
    "Guten Abend".

    Ein paar Tipps für alle unwissenden Subs und Sklaven.

    Damit der Post nun konstruktiv und hilfreich wird hier ein paar Tipps und Hinweise.

    1. Mir fällt auf, dass viele Anschreiben nicht mal meinen Namen nennen. Sie könnte auch an jede andere Frau versendet worden sein. Inhaltlich nehmen diese Anschreiben Null Bezug auf mich als individuelle Person. 

    2. Ein oder zwei schnell hingerotzte Sätze werden ja wohl kaum Erfolg haben. Rechtschreibfehler machen es nicht besser, sondern verstärken nur den Eindruck, dass es dem Schreiberling ziemlich egal ist, welchen Eindruck er macht. Wie soll man das ernst nehmen?

    3. ICH möchte dieses, ICH möchte jenes. Ja, schön. Aber als Femdom bin ich es gewohnt, dass sich der Sub um mich bemüht und nicht um sich selbst.

    4. Was hast du mir zu bieten, Sklave? Warum sollte ich mich für dich interessieren? Diese grundlegende Frage bleibt meist unbeantwortet.

    5. Warum gleich mit der Tür ins Haus fallen? Hast du es so eilig? Das ist uncool und wirkt verzweifelt. 

    6. Was macht dich interessant? Was hebt dich von anderen ab? Schreib das gerne auf.

    7. Wirf dich nicht wie ein wertloses Stück vor meine Füße. Das wirkt alles andere als sexy. Was jeder haben kann, will am Ende niemand. Das wirkt nicht begehrlich. 

    8. Eine Femdom wie ich lässt sich lieber siezen als duzen.

    Tipp: Stell Dir vor, Du würdest eine Frau an der Bar ansprechen. Da gehst Du ja hoffentlich auch etwas langsamer und taktvoller vor. Online solltest Du genau das Gleiche tun. 

    Herzliche Grüße und viel Erfolg,
    Lady Sas


    Erfahre mehr über Lady Sas

    Samstag, 14. September 2019

    BDSM Buchtipps: Was andere schreiben

    Heute möchte ich nicht über meine eigenen Bücher sprechen, sondern über die Bücher von anderen Autoren/innen. Ein Blick über den Tellerrand ist schließlich nie verkehrt. Der Anlass dafür kommt von Mistress Kristin, die meinen Blogleserinnen und -Lesern durch ein Interview bekannt sein dürfte. 


    Zum Brüllen von Mistress Kristin

    Buch 1: "Zum Brüllen. Aus dem humorvollen Alltag einer Domina" von Mistress Kristin

    Mistress Kristin hat nämlich ein Buch veröffentlicht. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle! Es heißt: "Zum Brüllen. Aus dem humorvollen Alltag einer Domina". Wie wichtig Mistress Kristin Humor ist, lässt sie immer wieder auf ihrer Website durchklingen. Das Buch passt als gut ins Bild. 

    Es ist ein 330-Seiten starkes Fotobuch, das Szenen aus Sessions zeigt. Der besondere Charme besteht nun darin, dass ihr Co-Autor, Ulrich R. Matthes, die Bilder humorvoll betextet hat. Ein Beispiel: Das Bild zeigt die Herrin im Domina-Outfit mit Strapon. Text dazu: "Ich sagte, wir gehen ins Spielzimmer. Was hast du erwartet, Legosteine?" Ein humorvolles, manchmal wunderbar schräges Buch. 

    Erschienen als Taschenbuch für 21,90 €. 
    Hier geht's zum Buch.



    Tabubruch

    Buch 2: "Tabubruch: Lebensachterbahn einer Domina" von Daemona de Lucca

    Daemona de Luccas Autobiografie ist leider auch ein Abschiedsbuch geworden. Inzwischen ist sie nicht mehr als Domina tätig, bietet aber weiterhin SM-Coachings an. In ihrer Autobiografie blickt sie zurück auf 14 Jahre als Domina und berichtet nicht nur über Sessions, sondern gewährt dem Leser auch Einblicke in ihr Privatleben. Der Leser erlebt die Achterbahnfahrt einer außergewöhnlichen Frau mit, die Erfolge feiert, aber auch Niederlagen einstecken muss. Mehr zu Daemona de Luccas gibt es hier im Blog im Rahmen eines Interviews.

    Erschienen als gebundenes Buch für 35 €, als Taschenbuch für 25 € und als eBook für 9,99 €. Hier geht's zum Buch.



    Geschichte der jO

    Buch 3: "Geschichte der jO" von Johanna Koltai

    Die Geschichte der jO ist ebenfalls eine Autobiografie. Johanna Koltai berichtet schonungslos offen, wie sie mit der BDSM-Welt in Berührung kam und immer stärker in ihren Sog gerät, bis sie schließlich den Entschluss fasst, sich als O ihrer Herrschaft hinzugeben. Die Buchreihe ist so authentisch und bildhaft geschrieben, dass man sich als Leser dieser geschilderten bizarren Welt kaum entziehen kann und regelrecht mitfiebert. 

    jO durchlebt sämtlichen Höhen und Tiefen der BDSM Welt, gibt sich perversen, harten und smarten Spielen hin und wird schließlich sogar als Bizarr-Escort tätig. Das Interview von jO gibt es hier auf meinem Blog. 

    Erschienen als Taschenbuch für 13,91 € und als eBook für 5,99 €. Hier geht's zum Buch. 



    Hm... welcher Begriff wird hier wohl abgekürzt? ;-)

    Buch 4: "Tennisstar Gangb***" von Hardy Hardcore

    Hardy Hardcore ist der einzige Autor in der Reihe, mit dem ich noch kein Interview geführt habe. Sollte ich vielleicht mal nachholen. Sein Werk ist allerdings im Gegensatz zu den anderen Büchern rein fiktiv. Und hierin liegt wohl auch das eigentlich Interessante, denn die Geschichten von Hardy Hardcore haben besondere Settings, die sich wohltuend von platten Porno-Stereotypen abheben. 

    Im Buch "Tennisstar Gang***" beschreibt Hardy, wie sich eine weltbekannte Tennisspielerin anonym und unerkannt einer Gruppe von 21 dominanten Männern hingibt. Psychologisch wird das sehr interessant aufgebaut. Hier ein Auszug aus dem Klapptext:
    Die 19-jährige, äußerst attraktive Tennisspielerin Katharina hat gerade die US-Open gewonnen und befindet sich zur Vorbereitung auf das Wimbledon-Turnier in Hamburg. Die Welt liegt ihr zu Füßen und sie wird hofiert ohne Ende. Trotzdem ist Katharina höchst unglücklich. Denn insgeheim träumt sie davon, kein Star zu sein, dem man den Hintern küsst, sondern einfach nur eine Frau, die hart genommen wird. Am liebsten von einer ganzen Gruppe dominanter Männer. Damit es nicht beim Traum bleibt, nimmt die junge sexy Blondine ihr Schicksal eines Tages einfach selbst in die Hand und meldet sich heimlich unter falschem Namen bei einer Gangb***-Party in St.Georg an.
    Erschienen als e-Book für 2,99 €. Hier geht's zum Buch.


    So, ich hoffe, das war eine interessante Inspiration für Dich. Wer etwas von mir lesen möchte, wird übrigens hier fündig.

    Samstag, 7. September 2019

    Ghosting: In Hamburg sagt man nicht Tschüss

    "Ghosting" bedeutet, sich stillschweigend aus einer Beziehung zu verabschieden. Man ist plötzlich einfach nicht mehr da, nicht mehr erreichbar und hat den Kontakt radikal abgebrochen. Ohne Vorwarnung und aus heiterem Himmel.

    "Ghosting" gibt es auch in der Beziehung zwischen Profi-Domina und Sklave. Die Mistress ist plötzlich weg. Ich selbst erlebe das manchmal, indem ich eine Nachricht von der Domina erhalte und gebeten werde, Fotos und Links aus einem Interview zu löschen. Eine Domina aus Aachen wollte sogar das komplette Interview entfernen. 


    Einfach weg – ohne Tschüss zu sagen


    Heute ist mir das wieder passiert. Eine Hamburger Bizarrlady bat mich, den Link zu ihrer Website zu entfernen (die übrigens nicht mehr erreichbar ist) und alle Fotos zu löschen. Ich bin diesem Wunsch heute nachgekommen.

    Natürlich ahne ich schon, was das für viele Subs bedeutet. Sie fragen sich, was mit der Dame passiert ist. Geht es ihr gut? Ist alles in Ordnung? Warum ist sie plötzlich wie von der Bildfläche verschwunden? Gibt es keine Möglichkeit, ihr weiter zu dienen? So ein Domina-Sklave-Beziehungsaus von jetzt auf sofort ist hart. 

    Ich habe der Dame angeboten, einige erklärende Worte zu hinterlassen. Zu meinem Bedauern hat sie das abgelehnt. Ich finde das nicht die feine Art. Wer geht, der sollte sich auch verabschieden. Oder was meint Ihr? 

    UPDATE:
    Niemand verlangt, dass der Grund für das Aufhören offengelegt werden soll, wenn es um etwas Privates geht. Was privat ist, das soll auch privat bleiben. Natürlich. Aber in diesem Fall kann man mitteilen: "Aus privaten Gründen ziehe ich mich zurück." Das ist besser, als einfach weg zu sein.

    Wie man es macht, zeigt aktuell Herrin Jessy in Hamburg. 
    Sie kommuniziert klar und offen auf ihrer Website: "Das Studio Darkside schließt seine Pforten". Mehr dazu hier.