Donnerstag, 29. August 2019

Lady Silvi: Ich bestimme.

Lady Silvi

Heute gewährt uns die private Femdom Lady Silvi einen Einblick in ihre Welt, ihre Erfahrungen und in ihre Gedanken.


Lady Sas: Liebe Silvi, bitte schildere uns, wie du auf den bizarren Bereich aufmerksam geworden bist und wie du dich zur Femdom entwickelt hast.
Lady Silvi:Das ist tatsächlich fast unglaublich und kurios. Ich wurde gefunden und quasi dazu gemacht, ohne zu wissen, dass es längst in mir steckte. Und zwar von einen Sklaven, von dem ich damals nicht wusste wie devot und masochistisch er ist. Mit einen Date fing es an, ein WE zwischen Mann und Frau, auch sexuell. 

Ihm gefiel meine Art, mein dominantes Auftreten, mein Verhalten, wie ich völlig normal für mich, bestimmte. Er outete sich schnell, gab mir Einblick in die bizarre Welt durch Erzählungen, Fotos und Videos. Ich sollte erst einmal drüber schlafen und mir überlegen, ob es etwas für mich wäre. Lange brauchte ich nicht überlegen, erst Recht nicht, nachdem er sich gerne als Test- und Übungsobjekt zur Verfügung stellte. Kratzen, Schlagen, als Ascher benutzen. Auch als  Lustsklave war er mir nützlich. 

Später folgte die härtere Gangart wie NS trinken lassen und CBT. Es folgten meinerseits Demütigungen an ihn, wobei ich immer merkte wie sehr mich mein neu entdeckter, tief in mir schlummernder Sadismus klickte. Nach und nach wurde ich sadistischer, geradezu böse. Damals schaute ich mich auch weiter im Netz um, schaute mir Fotos und Videos an, las Bücher und Ratgeber. Darunter auch 111 SM Spielideen Herrin-Sklave, von dir liebe Saskia. Danke dafür. Es folgten Gespräche mit anderen Femdoms, gemeinsame Sessions, Sklaven und Sklavinnen. Heute weiß ich und kann behaupten dass ich dominant-sadistisch bin. 


Interview mit der privaten Femdom Lady Silvi



Lady Sas: Was ist für dich BDSM?
Lady Silvi:Eine Leidenschaft, die mittlerweile fest zu meinen Leben gehört. Die Macht über die Sexuallität eines Sklaven zu haben lässt mein Blut schneller fließen. Die Macht darüber zu bestimmen, egal, was, wo und wie getan wird. Völlig egal, ob es in einer Session, online oder einfach im Alltag um Kleinigkeiten geht, ich bestimme, ich habe die Macht. 




Lady Sas: Lebst du dich zur Zeit als Femdom aus? 
Lady Silvi: Nicht in einer festen Beziehung. Hin und wieder mit bestehenden Sklaven, neuen sich beworbenen Sklaven, Onlineerziehung und Bespielung oder mal im Club. 




Lady Sas: Du bist offen für devote Männer, aber du scheinst nicht die besten Erfahrungen mit Bewerbern gemacht zu haben. Was nervt dich am meisten?
Lady Silvi: Am meisten Anfänger, die meinen ihr vorhandenes Kopfkino reicht aus, um Erfahren zu sein. Da ich meine Sklaven gerne keusch halte, sollte so einer auch wissen, was ein KG ist. Wie oft wurde ich gefragt, was das denn sei (lacht). Auch gewisse Switcher, die gerne hin und her springen wollen. Entscheidet euch. 

Lady Silvi über den idealen Sub



Lady Sas: Beschreibe bitte den Sub, wie du ihn gerne hättest.
Lady Silvi:Am liebsten einen Sub, der genau weiß, wo sein Platz ist, nämlich auf dem Boden kniend vor mir, meine Füße küssen. Er soll auf jeden Fall Masochist sein, Schmerz- und Pein-geil sein. Es geht mir aber nicht nur um den körperlichen Schmerz. Nein, ich mag es sehr zu demütigen, zu erniedrigen, egal wie, wo, was und wann. Ein Sub der nur devot ist, gibt mir nichts. Auch was die Tabus angeht… Sowenig wie möglich ist gerade gut genug. Mag es sehr, wenn Sub auf Füße steht, speziell auf meine. Keine Wunschzettelliste anschleppt.


Lady Sas: Subs, die genaue Vorstellungen davon haben, auf welche Weise sie bespielt werden wollen, nenne ich gern ironisch die „Herren Sklaven“. Geht es nur mir so, oder ist diese Spezies wirklich immer öfter zu beobachten? Was meinst du?
Lady Silvi: Oh ja, mit solchen Exemplaren habe ich Erfahrungen gemacht. Nicht nur Soetwas wie sie bespielt werden wollen, was bei ihnen geht und was nicht. Nein, auch diese Art Sub, die gerne beschreibt wie eine richtige Herrin zu sein hat. Bloß nicht zu persönlich, distanzierter sein, härter, strenger, lauter und grausamer sein. Diese Subs sollten in ein proffesionales Studio gehen. Dort gibt es dann genau das, anonym und unpersönlich. Nicht meins. Möchte auf den Sub eingehen, wissen wo seine Grenzen sind, mich so auch weiter entwickeln. 



Lady Sas: Thema Wünsche von Subs. Wann ist es okay und wann ist es nicht mehr okay für dich?
Lady Silvi: Nicht ok sind solche wie oben beschrieben, wenn aus Wünschen oder Vorschlägen Bevormundungen werden. Auch nicht ok, wenn meine Wünsche plötzlich ignoriert bzw. erst ausgeführt werden, wenn Sub es für richtig hält oder sich komplett weigert. Ok ist es, wenn es familiär, beruflich oder gesundheitlich gerade absolut nicht passt. Dann kann man darüber reden und eine Alternative finden. 


Lady Silvi gibt Tipps



Lady Sas: Gib den Subs bitte mal einen Tipp, was sie besser machen können, wenn sie online auf einem Erotik-Portal eine private Femdom anschreiben.
Lady Silvi: Das wichtigste ist die Anrede. Viele von euch duzen eine Lady einfach, sprechen mit ihr, als wäre man best friend. Das geht gar nicht, absolutes Nogo. Ein "Sie" ist angebracht. Auch sollte Sub wissen, was in Ihrem Profil steht, sich damit identifizieren können was bei Ihren Vorlieben steht. Dann natürlich die Schreibweise ansich. Höflich, freundlich, zuvorkommend. Eben sollte Sub wissen wie man mit einer Lady spricht. 



Lady Sas: Wie sehen deine Pläne – in Bezug auf deine Dominanz – für die Zukunft aus?
Lady Silvi:Da gibt es keine speziellen Pläne, es kommt wie es kommt. Die Dominanz ist eh vorhanden, alles andere zeigt sich. Mein Wunsch wäre etwas anderes, wer weiß, vielleicht erfüllt er sich irgendwann. Eine Beziehung zu einer ebenso dominant-dadistischen Person, egal ob Mann oder Frau. Bin da ja flexibel, grins. Dazu einen festen Sklaven und eine Sklavin für alles was das Leben angenehmer macht. 



Lady Sas: Danke für das Interview.



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