Donnerstag, 25. April 2019

BDSM – was darf man zeigen und was nicht?

Anlass für diesen Post ist ein persönliches Erlebnis. Ich mag Twitter und klicke nahezu täglich auf diesen Kanal. Wie Ihr vielleicht wisst, ist Twitter sehr liberal und zensiert selbst eindeutige sexuelle Inhalte nicht, auch nicht Inhalte mit BDSM-Kontext. Das ist angenehm, denn im Gegensatz dazu hat etwa Tumblr vor wenigen Wochen sexuelle Inhalte zensiert und auch Instagram sowie Facebook verfolgen hier einen Kurs, der sexuelle Inhalte nicht toleriert. Soweit ich weiß, ist schon eine Brustwarze für Facebook zuviel des Guten. 

Was geht als BDSM Bild oder als BDSM Video zu weit?

Zurück zu Twitter: Hier wird also nicht zensiert, wenn es um eindeutige Bilder und Szenen geht. Das hat nun dazu geführt, dass auch Dinge gezeigt werden, die man gar nicht sehen möchte. In meinem Fall bekam ich das Bild eines zugenähten oder angenähten Penis zu Gesicht. Ich habe das Bild sofort weggeklickt, daher kann und will ich hier nicht auf Details eingehen. Nur soviel: Das Bild ist nach meinen Maßstäben nicht ästhetisch, erotisch und anregend, sondern nur abstoßend. 

Es geht nicht darum, dass ich mich zu jemandem aufspielen wollte, der allein bestimmt, was ästhetisch ist und was nicht. Jeder hat seinen Geschmack und Geschmäcker sind verschieden. Man könnte sagen: Gut, muss dir nicht gefallen, sei halt tolerant. Meine Reaktion war, dass ich der Profi-Domina, die das Bild getweetet hat, nicht mehr folge. Ich habe sie sogar blockiert, so dass mir keine Inhalte mehr von ihr angezeigt werden. 

Was kann man zeigen? Was lässt man besser bleiben?

Meine Frage ist nun: Was kann man zeigen? Und was lässt man besser bleiben? Wo verlaufen die Grenzen? Und noch ein Aspekt: Wo belästigen wir BDSM-Freunde andere mit unserer Neigung? Dürfen wir überhaupt BDSM-Fotos teilen? Oder verletzen wir damit Gefühle von Vanillas? 

Ich habe keine Antwort darauf. Aber ich finde es gut, das mal zu reflektieren und darüber nachzudenken. Wahrscheinlich gibt es auch keine grundsätzliche Antwort. Jeder muss diese Antwort für sich selbst finden. Ich fände es aber gut, wenn dieser Blogpost Euch dazu inspiriert, selbst mal darüber nachzudenken.

Hinterlasst gern Eure Meinung in den Kommentaren auf dem Blog.

Viele Grüße,
Lady Sas

PS: Hier geht's zu meinem Twitter Profil 

Sonntag, 14. April 2019

KG-Sklave gesucht


Hallo, ich suche aktuell zuverlässige KG-Sklaven, die Aufgaben für mein neues Buch testen wollen. Das kostet nichts, bringt aber viel. Bittersüßen Lustschmerz zum Beispiel. 

Bist du stark genug und möchtest du konsequent an deine mentalen Grenzen geführt werden? Dann bewirbt dich angemessen per E-Mail an: madamesaskia@web.de

Hier geht es zu Buch 1 für KG-Sklaven: "Keuschheitsgürteltraining".


Mittwoch, 10. April 2019

Ein KG in pink: das Sahnehäubchen der Demütigung

Pink is beautiful


Manchmal überrascht man sich selbst. Nein, ich hätte nicht gedacht, dass mein Sub Toytoy mal bei einem CB6000 in pink landen würde. Ich kann mich noch gut an meine Anfänge als KG-Halterin erinnern. Damals war es mir wichtig, dass mein Sub möglichst männlich wirkt. Das Thema Feminisierung hat mich einfach nicht angesprochen. Klar, ich hatte es mal probiert und Toytoy ein Dienstmädchenoutfit, schwarze haltlose Strümpfe, eine Perücke mit langen schwarzen Haaren und schwarze Lack-High-Heels besorgen lassen, dazu einen knappen Damen-String. Aber: Ich fand dieses Outfit einfach nur lächerlich und fand insgesamt wenig Gefallen oder Reiz daran.

Ein KG im süßen Girly-Pink.


Die Zeiten haben sich geändert! Heute finde ich es amüsant, Toytoy als "Schwanzmädchen" oder "Sissy" zu inszenieren. Und der pinke KG ist nun die Krönung dieser süßen Demütigung. Was kann es Gemeineres für einen Mann geben, als wenn ihn eine Frau seine Männlichkeit "nimmt" bzw. sie feminisiert? Einfach köstlich! Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt, dass ich Toytoy weiterhin hauptsächlich als klassischen Sklaven halte, nur eben mit einem pinken KG. Komplett feminisiert wird er nur selten. 

Kleiner Blick zurück: Wir haben mit dem CB 6000 begonnen, sind im Jahr 2017 auf den Steelheart 2 umgestiegen und haben nun also den CB 6000 in pink in Gebrauch. Am 1. März 2019 hat Toytoy die neue Keuschheitsschelle vor den Augen von Lady Cornelias und Lady V. angelegt. Ich kann sagen, dass die Session ein voller Erfolg war und wir viel Spaß hatten. Deshalb mein Rat: Probiert öfter mal einen neuen KG aus! Gerade vor anderen Femdoms, vor denen der Sub sich als Mann zeigen möchte, ist ein pinken KG einfach super. Man kann ihn wunderbar damit aufziehen. 

Sicher: Der CB 6000 ist alles andere als sicher. Aber Keuschhaltung beginnt im Kopf und wer es darauf anlegt zu betrügen, der schafft es auch. Deshalb ist mir der Aspekt der Ausbruchsicherheit relativ egal. Ich setze auf meine nachdrückliche Erziehung. Bis jetzt bin ich gut damit gefahren. Was Toytoy wohl Ende des Jahres tragen wird? Wir dürfen gespannt sein.

Hier geht es zur öffentlichen Dokumentation von Toytoys Keuschhaltung.


Dienstag, 9. April 2019

Das Zuchthaus: die Aufseherin im Interview

Aufseherinnen im Zuchthaus
"Military", "Imprisonment" oder "Prison Play" sind moderne Umschreibungen für den guten alten Knast. Gemeint ist ein Szenario, in dem eine Femdom in die Rolle der strengen Aufseherin schlüpft, der Sub als Sträfling hinter Schloss und Riegel landet und seiner (un-)gerechten Strafe entgegenfiebert. Im Kreis Meißen bei Dresden gibt es nun eine Einrichtung, die "eine besondere SM & Prison Play Erfahrung" verspricht: das Zuchthaus. 

Kenner der Szene werden sich bei dem Namen "Das Zuchthaus" an ein SM-Studio in München erinnern. Ja, der Name ist nicht neu. Aber das, was dahinter steckt, durchaus. Denn hier geht es offenbar tatsächlich um ein konsequent inszeniertes Erlebnis, das von der Aufseherin mit viel Liebe zum Detail zelebriert wird. Mehr dazu erfahrt Ihr im Interview.



Lady Sas: Guten Tag, Frau Aufseherin. Es freut mich, dass Sie Zeit für das Interview finden. Wie ich höre, sind Sie überaus beschäftigt mit ihrem Projekt „Das Zuchthaus“. Um was handelt es sich dabei?
Aufseherin: Wir können uns in dem Zuchthaus, welches tatsächlich ein altes reales Zuchthaus gewesen ist, abseits jeglicher Studio Atmosphäre der Erziehung und Bestrafung verschiedenster Vergehen gegen das Matriarchat intensiv und ungestört widmen. Das Projekt spricht dabei verschiedene Interessen a n und die aktive Mitarbeit von der anderen Seite ist unerlässlich für ein gutes Gelingen. Schon im Vorfeld beschäftigen wir uns bereits mit der Auswahl der Häftlinge ausgiebig. Wichtig ist uns an dieser Stelle dass kein direkter Kontakt von mir als ausführendem Organ und dem Häftling gegeben ist. Alles wird bürokratisch über das Sekretariat, dem Dreh und Angelpunkt des Projektes, erledigt.
Als Aufseherin liegt meine Hauptaufgabe in der Durchführung und Überwachung des verhängten Strafmaßes.

Das Zuchthaus: Die Aufseherin gibt Auskunft


Home sweet Home
Lady Sas: Das Zuchthaus liegt in Dresden. Welchen Hintergrund hat das Gebäude? 
Aufseherin: Das Zuchthaus liegt im Kreis Meißen bei Dresden, um genau zu sein. Von Ende des 19. Jahrhunderts bis 1963 handelte es sich um eine echte Justizvollzugsanstalt. Ab 1991 wurde das Gebäude von der Treuhand in private Hände gegeben und ist nun in Besitz eines Imprisonment Spezialisten mit dem wir eng zusammenarbeiten.


Lady Sas: Was macht den besonderen Reiz für Sie beim Prison Play aus?
Aufseherin: Prison Play in Studioatmosphäre ist nicht authentisch! Dieses Rollenspiel bedarf einer speziellen Atmosphäre und Know How , wo wir über jeden Schritt von der Kommunikation bis zur Durchführung einer Inhaftierung akribisch arbeiten. Alles ist sozusagen „tailormade“-maßgeschneiderte Rollenspiele, die von der Garderobe bis zur Entlassung des Häftlings-als hoffentlich geläuterter und besserer Mensch….


Lady Sas: Sie haben zahlreiche Häftlinge ausgiebig studieren können und sind tief in ihre Psyche eingedrungen. Was sind häufige Beweggründe der Häftlinge, sich dem Zuchthaus auszuliefern?
Aufseherin: Der Ausbruch aus der Komfortzone! Der Wunsch, echte Angst zu spüren und Grenzerfahrungen zu machen. Wir sind dabei gerne kompetent behilflich.

Die "sehr fragile Gunst" der Aufseherin im Zuchthaus


Lady Sas: Auf der Website des Zuchthauses lese ich über Die Aufseherin: „Zweifellos steht fest, dass Die Aufseherin äußerst versiert, konsequent und wählerisch vorgeht. Sie erscheint auf den ersten Blick, vermeintlich, verständnisvoll, jedoch ist ihre Gunst sehr fragil.“ Mich erinnert das an Texte von Kafka. Haben Sie selbst Vorbilder oder Inspirationsquellen?
Aufseherin: Ich war nie ein Freund von Kafka, von daher ist er weder Vorbild noch Inspirationsquelle. Es kommen immer wieder Ideen in meinen Kopf, die ich stellenweise über Wochen und Monate ausreife. So war es für mich von Anfang an klar mit Voicefiles zu arbeiten, eine alternative Form der gängigen Webpräsentationen darzustellen. Auch ist Namedropping bei dem Projekt verpönt. Es geht um das Erreichen der Ziele, mit mehr oder minder psychisch anspruchsvoller Methodik. Jeder Häftling bringt beim Haftantritt eine gehörige Portion Mut mit, wir sind im Zuchthaus die Regisseure und nicht die Hauptdarsteller, weswegen wir in der Regel auch Interviews mit Häftlingen bevorzugen als selbst welche zu geben.

Bürokratie im Zuchthaus

Lady Sas: Wie lange verbleiben Häftlinge durchschnittlich im Zuchthaus?
Aufseherin: Wir berücksichtigen Anfragen ab 3 Stunden bis zu 3 Tagen und prüfen, ob der Bewerber in unser Setting passt. Zukünftig wird es als unterstützende Maßnahme ein virtuelles optimiertes Trainingsprogramm geben, manchen Häftlingen bekommt die Freiheit auf Dauer einfach nicht gut….

Keuschheitstraining im Zuchthaus


Lady Sas: Bezieht Das Zuchthaus auch die sexuelle Ebene der Häftlinge mit ein oder ist das ausgeschlossen? Ist etwa ein Keuschheitstraining denkbar? Ein Gefängnis im Gefängnis sozusagen?
Aufseherin: Keuschheitstraining ist mehr als denkbar und äußerst erwünscht! Die sexuelle Komponente lassen wir nicht außen vor. Allerdings verfolgen wir natürlich andere Ziele als ein Studiobetrieb, wo mit dem „Schuss“ die Session beendet ist. Ob es dazu überhaupt kommt entscheidet die Gunst der Aufseherin. Manchmal endet man nur als Omegatierchen, auch im Knast gibt es eine Hierarchie, die sich über die Haftdauer entwickelt.

Essen fassen im Zuchthaus

Lady Sas: Geben Sie uns bitte einen Tipp, Frau Aufseherin, wie man sich als Femdom gegenüber den Häftlingen am besten verhält, um von Anfang an angemessen behandelt zu werden.
Aufseherin: Sollte eine gewisse Grundrenitenz vorhanden sein erfolgt die erste Einschüchterung zumeist schon durch eine Leibesvisitation oder der Dunkelhaft als kleiner Willkommensgruß des Hauses. Wenn man sich immer wieder die Hausregeln zu Gemüte führt und diese idealerweise auch im Laufe des Aufenthalts nicht nur verinnerlicht, sondern auch auswendig gelernt hat so ist der erste Schritt in die richtige Richtung getan. Schlaf und Essensentzug sind weitere mögliche Bausteine eines nachhaltig angepassten Verhaltens gegenüber der weiblichen Obrigkeit. Aber selbstverständlich verfügen wir über mannigfaltige Möglichkeiten einen Aufenthalt so unangenehm wie möglich zu gestalten, auf die ich an dieser Stelle nicht detailliert eingehen möchte.


Lady Sas: Sind Ihre Arbeiten am Zuchthaus abgeschlossen oder gibt es hier noch etwas zu tun?
Aufseherin: Die Arbeit am und mit dem Zuchthaus ist ein stetiger Prozess, der nicht nur mit 2-3 Events pro Jahr abgeschlossen ist. Wir arbeiten derzeit an Möglichkeiten unsere Häftlinge auch außerhalb der Haftzeit virtuell und bilingual zu betreuen. Studien zufolge gibt es immer noch eine 50 Prozentige Rückfallquote, obwohl wir mit dem Zuchthaus und unseren Methoden schon sehr erfolgreich sind und mehrfach vom Ministerium Prämien erhalten haben. Präventiv muss gehandelt werden, das steht außer Frage!


Lady Sas: Danke für diese Einblicke.


Montag, 8. April 2019

Keuschheitsgürtel: Feuerwehr muss helfen, weil Domina den Schlüssel nicht herausgibt

Sachen gibt's! Die Presse berichtete in den letzten Tagen über einen 38jährigen Mann, der zur Polizei ging, weil seine Domina ihn nicht aus seinem Keuschheitsgürtel befreien wollte. 

Laut Medien musste die Feuerwehr den Metallkäfig öffnen. Bei der Beschuldigten handelt es sich um eine 25jährige Lübeckerin, die als Webcam-Girl und Teilzeitdomina tätig ist, Stella L. Doch die Frau ist sich keiner Schuld bewusst und erklärt, es sei alles abgesprochen gewesen. Die beiden hätten sich auf einer Raststätte getroffen, wo es zur Schlüsselübergabe gekommen sei. 


Domina besteht auf Geschenk für KG-Schlüssel

Auf die spätere Bitte des Mannes ein paar Tage später, ihr den Schlüssel wieder auszuhändigen, habe sie nicht reagiert. "So funktioniert das nicht“, sagt sie laut Darstellung von FOCUS. Als Domina müsse sie Härte ausstrahlen, ihr Gegenüber sei ihr „Sklave“ und nichts anderes. Das mache auch das sexuelle Rollenspiel aus.Erst gegen ein „Geschenk" hätte sie ihm den Schlüssel wiedergegeben. „So war es vereinbart und so läuft es auch in der Szene ab. Das hat nichts mit Erpressung zu tun. Er hat ja dafür bezahlt.“

Der Mann hat Anzeige erstattet, ist aber offenbar untergetaucht und hat sich nicht mehr bei der Polizei gemeldet. Daher wird die Anklage wohl fallengelassen.

Was lernen wir daraus? – Klar, man sollte sich genau überlegen, ob man sein Kopfkino wirklich real ausleben möchte und welcher Domina man sich da anvertraut. Kleiner Tipp: Deutlich weniger gefährlich ist mein Buch "Keuschheitsgürteltraining".