Mittwoch, 23. Januar 2019

Devote Sabrina: die Frau im Mann

– Interview –

Inzwischen bin ich mir sicher, dass es eine gute Idee war, die ehemals strikt von Femdoms geprägte Interviewreihe für Subs zu öffnen. Immer wieder bekommen wir so interessante Einblicke und erfahren, wie andere SM-Liebhaber sich ausleben, was sie bewegt und antreibt. Aber auch für die Subs ist es bestimmt spannend, sich hier auf dem BDSM Blog zu präsentieren. Wohl wissend, dass ich keine "echten" Namen veröffentliche und großen Wert auf Diskretion sowie einen kultivierten, respektvollen Umgangston lege. Heute führe ich ein Interview mit Sabrina. Enjoy!


Lady Sas: Liebe Sabrina, Du bist im realen Leben ein verheirateter 43jähriger Mann. Wie siehst Du Dich selbst als Sabrina? Wie ist Sabrina so?
Sabrina: Sabrina ist eine sehr devote und loyale Person. Ich kann mich in meiner Rolle sehr gut unterordnen und jegliche Selbstbestimmung abgeben. Es ist für mich eine Befreiung, wenn ich mich jemandem hingeben und völlig fallen lassen kann. Wenn ich dabei noch sexy Dessous tragen darf ist das perfekt.


Interview mit Sabrina


Lady Sas: Wie kam es dazu, dass Du nun Sabrina bist? Wie hat sich das entwickelt?
Sabrina: Es hat damit angefangen, dass ich Damenhöschen getragen habe. Das war damals eine schöne Mutprobe, als ich die ersten Slips gekauft hatte. Ich war damals etwa 17 Jahre alt. Das hat sich dann mit der Zeit so langsam weiterentwickelt, es kamen Strumpfhosen dazu, halterlose Strümpfe, BHs, Negligées usw. Irgendwann begann ich damit mich so in Camchats zu zeigen. Mir gefiehl das, wenn mich andere so sahen und ich bekam auch viele positive Reaktionen.


Lady Sas: Du hast eine Herrin, gleichzeitig aber auch eine Ehefrau. Kennen sich die beiden? Bitte beschreibe, wie das zusammen funktioniert und wo die Schwierigkeiten liegen.
Sabrina: Nein, die beiden kennen sich nicht. Die ganze Sache ist folgendermassen: In meiner Beziehung mit meiner Frau findet so gut wie nichts Sexuelles statt. Das war schon immer so und ich leide, bzw. litt sehr darunter. Abgesehen davon ist die Beziehung mit meiner Frau perfekt und ich würde mir nichts anderes wünschen. Irgendwann begriff ich, das sich wohl an der sexuellen Seite unserer Beziehung nichts ändern wird. Und es ist nicht so, dass ich es nicht versucht hätte. Ich habe meiner Frau oft gesagt wie sehr ich darunter leide. Sie konnte das nicht verstehen, da ihr Sex scheinbar nichts sagt. So kam es, wie es heute ist. 

Ich konnte meine Lust und Phantasien nicht dauernd unterdrücken und entschloss mich, jemanden zu suchen, mit dem ich meine sexuelle Seite ausleben konnte. Ich habe mir natürlich gewisse Grenzen gesetzt. Ich werde nie mit jemand anderem Geschlechtsverkehr haben als mit meiner Frau (obwohl das letzte Mal schon Jahre zurück liegt). Ich werde nichts machen, was meine Gesundheit gefährden könnte, da bin ich wirklich sehr vorsichtig. 

So ist es nun, dass ich fast täglich mit meiner Herrin schreibe und sie alle paar Wochen für eine Session besuche. Anfangs hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber das hat sich gelegt. In der Zwischenzeit ist das ganz normal und diese Treffen tun mir unheimlich gut. 

Viele werden jetzt sagen “du musst mit deiner Frau reden und das klären“. Nein, das muss ich nicht und die Sache tut keinen Abbruch daran, dass ich sie über alles liebe, ich aber trotzdem den anderen Part ausleben muss, damit es mir gut geht.


"Ich muss den anderen Part ausleben, damit es mit gut geht"


Lady Sas: Deine Herrin hält Dich mit einem CB6000s-KG keusch. Was sagt Deine Ehefrau dazu?
Sabrina: Ich trage den KG nur tagsüber oder nachts, wenn ich alleine bin. Die restliche Zeit habe ich Berührverbot. Ausser zum Waschen darf ich mein mickriges Schwänzchen nicht in die Hand nehmen. Natürlich kann das meine Herrin nicht kontrollieren, aber ich halte mich strikt daran. Sonst würde das ganze Spiel seinen Reiz verlieren.


Lady Sas: Du warst auch einige Male bei einer Profi-Domina. Wie war das im Vergleich zu einer Session mit Deiner Herrin?
Sabrina: Das waren immer sehr interessante Erlebnisse. Aber am Ende hat mir immer die Vertrautheit gefehlt. Ich kenne meine Herrin jetzt schon seit 3 Jahren und sie weiss mittlerweile genau wie sie mich an den Punkt kriegt, wo sie mich haben möchte. Sie überrascht mich immer wieder aufs Neue. So etwas schafft eine Domina natürlich nicht nach einem oder zwei Treffen.


Lady Sas: Wie viele andere Subs auch hast Du einen Fußfetisch. Was fasziniert Dich am weiblichen Fuß?
Sabrina: So habe ich übrigens meine Herrin kennengelernt. Sie hatte eine Anzeige aufgegeben „Deine Zunge an meinen Füssen“. Ich finde, das Lecken der Füsse zeigt einem Sub sehr gut, wo sein Platz ist. Desweiteren mag ich auch sehr den Duft der Füsse, besonders nach einem langen Tag in den Schuhen. Es hat natürlich auch etwas sehr Demütigendes, was mir auch sehr zusagt.


"Ich mag sexy Dessous."


Lady Sas: Was ist Dir bei Deine Feminisierung besonders wichtig?
Sabrina: Ich mag sexy Dessous. Zum schlafen trage ich gerne Nachthemden. Das ist der einzige Punkt, den meine Frau mitbekommt. Sie hat aber kein Problem damit. Mir ist auch wichtig, dass ich wirklich weiblich aussehe. Durch meinen schlanken Körperbau habe ich diesbezüglich Glück. Dazu kommen weitere weibliche Sachen wie zum Beispiel auf der Toilette immer zu sitzen oder dass ich ab und zu meine Tage habe und dann Slipeinlagen trage.


Lady Sas: Hand aufs Herz: Wie oft und wie lange betrachtet sich Sabrina im Spiegel?
Sabrina: Wenn ich gestylt bin, sehe ich mich sehr gerne und oft im Spiegel an ☺️ Ich fotografiere mich dann auch gerne.


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Sabrina: Mal sehen, was die Zukunft bringt. Im Moment bin ich glücklich so wie es ist. Ich habe in diesem Sinne keine fixen Pläne. Ich würde mir wünschen, dass es mit meiner Herrin noch lange weitergeht und wir unser „Beziehung“ noch weiter ausbauen können und sie mich immer näher an meine Grenzen heranführt.


Lady Sas: Danke für diese Einblicke.





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