Mittwoch, 23. Januar 2019

Devote Sabrina: die Frau im Mann

– Interview –

Inzwischen bin ich mir sicher, dass es eine gute Idee war, die ehemals strikt von Femdoms geprägte Interviewreihe für Subs zu öffnen. Immer wieder bekommen wir so interessante Einblicke und erfahren, wie andere SM-Liebhaber sich ausleben, was sie bewegt und antreibt. Aber auch für die Subs ist es bestimmt spannend, sich hier auf dem BDSM Blog zu präsentieren. Wohl wissend, dass ich keine "echten" Namen veröffentliche und großen Wert auf Diskretion sowie einen kultivierten, respektvollen Umgangston lege. Heute führe ich ein Interview mit Sabrina. Enjoy!


Lady Sas: Liebe Sabrina, Du bist im realen Leben ein verheirateter 43jähriger Mann. Wie siehst Du Dich selbst als Sabrina? Wie ist Sabrina so?
Sabrina: Sabrina ist eine sehr devote und loyale Person. Ich kann mich in meiner Rolle sehr gut unterordnen und jegliche Selbstbestimmung abgeben. Es ist für mich eine Befreiung, wenn ich mich jemandem hingeben und völlig fallen lassen kann. Wenn ich dabei noch sexy Dessous tragen darf ist das perfekt.


Interview mit Sabrina


Lady Sas: Wie kam es dazu, dass Du nun Sabrina bist? Wie hat sich das entwickelt?
Sabrina: Es hat damit angefangen, dass ich Damenhöschen getragen habe. Das war damals eine schöne Mutprobe, als ich die ersten Slips gekauft hatte. Ich war damals etwa 17 Jahre alt. Das hat sich dann mit der Zeit so langsam weiterentwickelt, es kamen Strumpfhosen dazu, halterlose Strümpfe, BHs, Negligées usw. Irgendwann begann ich damit mich so in Camchats zu zeigen. Mir gefiehl das, wenn mich andere so sahen und ich bekam auch viele positive Reaktionen.


Lady Sas: Du hast eine Herrin, gleichzeitig aber auch eine Ehefrau. Kennen sich die beiden? Bitte beschreibe, wie das zusammen funktioniert und wo die Schwierigkeiten liegen.
Sabrina: Nein, die beiden kennen sich nicht. Die ganze Sache ist folgendermassen: In meiner Beziehung mit meiner Frau findet so gut wie nichts Sexuelles statt. Das war schon immer so und ich leide, bzw. litt sehr darunter. Abgesehen davon ist die Beziehung mit meiner Frau perfekt und ich würde mir nichts anderes wünschen. Irgendwann begriff ich, das sich wohl an der sexuellen Seite unserer Beziehung nichts ändern wird. Und es ist nicht so, dass ich es nicht versucht hätte. Ich habe meiner Frau oft gesagt wie sehr ich darunter leide. Sie konnte das nicht verstehen, da ihr Sex scheinbar nichts sagt. So kam es, wie es heute ist. 

Ich konnte meine Lust und Phantasien nicht dauernd unterdrücken und entschloss mich, jemanden zu suchen, mit dem ich meine sexuelle Seite ausleben konnte. Ich habe mir natürlich gewisse Grenzen gesetzt. Ich werde nie mit jemand anderem Geschlechtsverkehr haben als mit meiner Frau (obwohl das letzte Mal schon Jahre zurück liegt). Ich werde nichts machen, was meine Gesundheit gefährden könnte, da bin ich wirklich sehr vorsichtig. 

So ist es nun, dass ich fast täglich mit meiner Herrin schreibe und sie alle paar Wochen für eine Session besuche. Anfangs hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber das hat sich gelegt. In der Zwischenzeit ist das ganz normal und diese Treffen tun mir unheimlich gut. 

Viele werden jetzt sagen “du musst mit deiner Frau reden und das klären“. Nein, das muss ich nicht und die Sache tut keinen Abbruch daran, dass ich sie über alles liebe, ich aber trotzdem den anderen Part ausleben muss, damit es mir gut geht.


"Ich muss den anderen Part ausleben, damit es mit gut geht"


Lady Sas: Deine Herrin hält Dich mit einem CB6000s-KG keusch. Was sagt Deine Ehefrau dazu?
Sabrina: Ich trage den KG nur tagsüber oder nachts, wenn ich alleine bin. Die restliche Zeit habe ich Berührverbot. Ausser zum Waschen darf ich mein mickriges Schwänzchen nicht in die Hand nehmen. Natürlich kann das meine Herrin nicht kontrollieren, aber ich halte mich strikt daran. Sonst würde das ganze Spiel seinen Reiz verlieren.


Lady Sas: Du warst auch einige Male bei einer Profi-Domina. Wie war das im Vergleich zu einer Session mit Deiner Herrin?
Sabrina: Das waren immer sehr interessante Erlebnisse. Aber am Ende hat mir immer die Vertrautheit gefehlt. Ich kenne meine Herrin jetzt schon seit 3 Jahren und sie weiss mittlerweile genau wie sie mich an den Punkt kriegt, wo sie mich haben möchte. Sie überrascht mich immer wieder aufs Neue. So etwas schafft eine Domina natürlich nicht nach einem oder zwei Treffen.


Lady Sas: Wie viele andere Subs auch hast Du einen Fußfetisch. Was fasziniert Dich am weiblichen Fuß?
Sabrina: So habe ich übrigens meine Herrin kennengelernt. Sie hatte eine Anzeige aufgegeben „Deine Zunge an meinen Füssen“. Ich finde, das Lecken der Füsse zeigt einem Sub sehr gut, wo sein Platz ist. Desweiteren mag ich auch sehr den Duft der Füsse, besonders nach einem langen Tag in den Schuhen. Es hat natürlich auch etwas sehr Demütigendes, was mir auch sehr zusagt.


"Ich mag sexy Dessous."


Lady Sas: Was ist Dir bei Deine Feminisierung besonders wichtig?
Sabrina: Ich mag sexy Dessous. Zum schlafen trage ich gerne Nachthemden. Das ist der einzige Punkt, den meine Frau mitbekommt. Sie hat aber kein Problem damit. Mir ist auch wichtig, dass ich wirklich weiblich aussehe. Durch meinen schlanken Körperbau habe ich diesbezüglich Glück. Dazu kommen weitere weibliche Sachen wie zum Beispiel auf der Toilette immer zu sitzen oder dass ich ab und zu meine Tage habe und dann Slipeinlagen trage.


Lady Sas: Hand aufs Herz: Wie oft und wie lange betrachtet sich Sabrina im Spiegel?
Sabrina: Wenn ich gestylt bin, sehe ich mich sehr gerne und oft im Spiegel an ☺️ Ich fotografiere mich dann auch gerne.


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Sabrina: Mal sehen, was die Zukunft bringt. Im Moment bin ich glücklich so wie es ist. Ich habe in diesem Sinne keine fixen Pläne. Ich würde mir wünschen, dass es mit meiner Herrin noch lange weitergeht und wir unser „Beziehung“ noch weiter ausbauen können und sie mich immer näher an meine Grenzen heranführt.


Lady Sas: Danke für diese Einblicke.





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  • Dienstag, 15. Januar 2019

    Sklave A.: die Entwicklung eines Subs

    Sklave A. im Interview


    Mit Sklave A. setze ich meine Interviewreihe im Bereich der Subs weiter fort. Ich denke, dass wir im Interview einige interessante Einblicke in die Psyche eines Sklaven gewinnen können. Ich wünsche eine inspirierende Lektüre.

    Sklave A. im Interview

    Lady Sas: Sklave A., bitte schildere uns, wie du mit BDSM in Berührung gekommen bist und wie du dich als Sklave entwickelt hast.
    Sklave A.: Ich glaube der Ursprung meiner sehr devoten Neigung entwickelte sich bereits im zarten Alter von 16 bis 20 Jahren. Meine ersten sexuellen Erfahrungen waren für mich und vor allem für meine Partnerinnen sehr enttäuschend. Zum einen, weil ich mit einen sehr kleinen Penis (13 cm Maximum) ausgestattet bin und zum anderen, weil ich über wenig Standvermögen (Schnellspritzer) verfüge. (Ja, ich weiß, das kann „Mann“ wohl angeblich trainieren. Ich habe es sehr lange trainiert und es hat sich leider nicht maßgeblich verändert).

    Die frühen Erfahrungen, Frauen im Bett nicht richtig befriedigen zu können hat mich im Laufe der Jahre immer unsicherer und devoter im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht gemacht. Irgendwann habe ich wohl eingesehen, dass ich als Liebhaber bei keiner Frau wirklich landen konnte und mein Interesse für Femdoms und selbstbewussten Frauen, die sich Sklaven und dienende Männer hielten, um sich verwöhnen und bedienen zu lassen, wurde immer größer. Einige Jahre hat es gedauert, bis ich meinen Mut zusammen nahm und begann eine solche Frau zu suchen.

    Erst vor einigen Jahre bekam ich die Möglichkeit mich als Sklave zu entwickeln. Ich meldete mich auf ein Inserat von einer Dame, die einen Masseur suchte. Ich bekam die Stelle und war fast drei Jahre lang ihr devoter Masseur und Haussklave. Kein Sex, ich hatte sie ausschließlich zu massieren, zu verwöhnen und zu bedienen. Es gefiel mir sehr, dass sie eine sehr selbstbewusste und starke Frau war und wie selbstverständlich es für sie war mich komplett nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen.

    Dienen als Massagesklave und Hausdiener


    Lady SasWas reizt dich daran, die Rolle eines Subs einzunehmen?
    Sklave A.: In meiner Rolle als Sub, habe ich keinen GV mit meiner Herrin. Kann sie somit auch nicht enttäuschen. Trotzdem darf ich als Massagesklave und Hausdiener einen Beitrag für die allgemeine Zufriedenheit und Verwöhnung meiner Herrin leisten.

    Ausserdem entlastet es mich sehr zu wissen, dass meine Herrin für ihre sexuelle Bedürfnisse andere Liebhaber hat, die sie auch befriedigen können. Und natürlich genieße ich als devoter Mann ihre Macht und starke Präsenz und ihre kleinen Demütigungen und Erniedrigungen sehr.


    Lady SasWir wollen uns ein Bild von deiner privaten Situation machen. Was kannst du uns darüber sagen?
    Sklave A.: Ich bin Mitte 40ig, Single und alleinerziehender Vater eines 16-jährigen Sohnes.


    Lady SasBesuchst du regelmäßig Studios? Wie lebst du deine Neigungen aus?
    Sklave A.: Nein. Ich habe noch nie ein Studio besucht. Geld dafür zu bezahlen, um meine Wünsche erfüllt zu bekommen, hat nichts mit meinem Neigungen zu tun. Das würde nicht funktionieren. Zur Zeit Lebe ich meine Neigungen nicht real aus.

     

    Lady SasSind dir in den letzten Jahren Veränderungen im BDSM Bereich aufgefallen? Und wenn ja: welche?
    Sklave A.: Ich glaube die gesellschaftliche Akzeptanz ist deutlich größer geworden. Wenngleich das Rollenverhältnis devote Frau/ dominanter Mann immer noch deutlich mehr Akzeptanz bekommt als umgekehrt. Auch glaube ich, dass die Ansprüche der Femdoms an den Sub/Sklaven in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Sowohl optisch als auch an die allgemeinen Fähigkeiten des Sklaven. Das ist aber nur meine bescheidene, persönliche Meinung.

    Fetisch Fußerotik


    Lady SasDu hast eine besondere Vorliebe für Fußerotik. Was macht den Reiz für dich aus?
    Sklave A.: Oh ja. Ich liebe schöne Frauenfüße. Sie haben für mich einen sehr starker optischer Reiz. Im Sommer schaffe ich es nur mit großer Anstrengung meinen Blick von den hübschen Füssen in offenen Schuhen, Sandalen, Flip-Flops zu lassen. Speziell Füße in Flip-Flops oder (das sogenannte) Zehendekolleté in High Heels erregen mich sehr. Für mich als Fußliebhaber ist demnach der Sommer sowohl die schönste als auch die anstrengendste Jahreszeit.
    Ein andere Reiz  der Fußerotik für mich als devoter Sklave ist das automatische Machtgefälle das entsteht, wenn ich meiner Herrin die Füße verwöhne. Ich bin unten, diene und Sie blickt von oben auf mich herab, gibt mir Befehle und lässt sich verwöhnen.

     

    Lady SasWie lange könntest du dich wohl mit den Füßen einer Herrin beschäftigen und sie verehren?
    Sklave A.: Oh, ich denke da würde mir nie langweilig. Es gibt ja so viele schöne Sachen für die Füße einer Herrin: ausgiebige Fußmassagen, Fußbäder, Pediküre, Füße wärmen, Fußküsse und Liebkosungen jeglicher Art. Meine, bis dato, längste Fußanbetung dauerte über vier Stunden. Und ich habe jede Minute leidenschaftlich genossen. Die Frage wie lang ich mich mit den Füßen einer Herrin beschäftigen könnte stellt sich mir aber nie, weil selbstverständlich die Herrin alle Entscheidungen trifft.

    Wie bist du auf den Blog aufmerksam geworden? 



    Lady SasWie bist du auf meinen Blog aufmerksam geworden?
    Sklave A.: Durch Ihre sehr hilfreichen und kompetent geschriebenen Bücher Sklaventraining 1 und Sklaventraining 2.

     

    Lady Sas: Schön, das freut mich. Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
    Sklave A.: Ich suche weiterhin eine passende Femdom für mich. Und ich verfolge selbstverständlich mit großen Interesse Ihren Blog und Ihre Literatur. Vielen Dank und schön, dass es Sie gibt, Lady Sas. Ich hoffe das Sie noch lange so weitermachen. 


    Lady Sas: Danke für das Kompliment und Deine Zeit, Sklave A.



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  • Sonntag, 13. Januar 2019

    BDSM: Leichter in die Rolle finden

    Wie findet man beim BDSM leichter in seine Rolle?

    Mich hat eine weitere E-Mail mit einer sehr interessanten Frage erreicht. Es geht um die Frage, wie man beim BDSM-Spiel leichter in seine Rolle finden kann. Der Leser, K., hat zugestimmt, dass ich die Frage auf dem Blog beantworte, damit alle etwas davon haben. Aus Diskretionsgründen habe ich die Namen mit einem Buchstaben abgekürzt.


    Wie findet man beim BDSM leichter in seine Rolle als Herrin bzw. Sklave?


    <<Hallo Lady Sas,

    mein Name ist K. Ich bin seit 20 Jahren 29 und seit 5 Jahren mit meiner Frau T. verheiratet. Wir haben seit ca. 2 Jahren das Rollenspiel "Herrin & Sklave" für uns entdeckt und auch schon deine Bücher dafür gekauft. Wir reden sehr offen über Alles und haben beide großen Spaß an dem Rollenspiel, aber große Probleme "in die Rolle" zu kommen. Unser Hauptproblem ist aus meiner Sicht, dass ich im "normalen Leben" eher dominant bin und es meiner Frau schwer fällt mich dann "im Spiel" zu dominieren.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Gibt es die Möglichkeit von dir eine "Schulung" oder etwas ähnliches dafür zu bekommen?

    Liebe Grüße
    K.>>

    Hier die Antwort von Lady Sas

    Lieber K.,

    danke für diese interessante Frage. Ich bin mir sicher, es geht vielen anderen Leserinnen und Lesern des Blogs ebenso wie Dir. "Ich bin seit 20 Jahren 29" habe ich zwar nicht ganz verstanden, aber bei Deiner Frage kann ich gern einige Gedanken und Tipps anbieten. 

    DIE allgemeingültige Wahrheit gibt es vermutlich nicht. Ich behaupte nicht, allwissend zu sein, aber wie gesagt: Gerne biete ich meine Sicht der Dinge an und womöglich ist ein Tipp dabei, der Euch weiterbringt.

    Das Wichtigste ist aus meiner Sicht das richtige Mindset, auf Deutsch: die richtige Geisteshaltung, die richtige Einstellung. Gerade als Mann, der im Alltag eher dominant ist, ist es oft schwierig sich von jetzt auf sofort in eine ganz andere Rolle und Haltung zu begeben. Wer darin keine Übung und Routine hat, der tut sich selbstverständlich oft schwer damit. 

    Wenn Alphatiere zu einer Profi-Domina gehen, tun sie sich viel leichter damit. Denn bei der eigenen Partnerin spielen unbewusste Ängste hinein: Wird sie mich je wieder respektieren und lieben, wenn ich mich jetzt schwach zeige? Wird sie mich nicht insgeheim verachten und als Waschlappen ansehen, wenn ich mich ihr als Sklave unterwerfe? Das sind typische Fragen, die sich Männer in so einer Situation stellen. Oft gar nicht bewusst, aber doch im Hinterkopf. Ich finde, das ist verständlich. 

    Die Geisteshaltung ist am wichtigsten

    Deshalb ist es entscheidend wichtig, die Haltung im Vorfeld zu klären. Auf beiden Seiten. Was heißt das konkret? Es heißt, dass beiden Partnern klar ist, was hier passiert. Beiden soll klar sein, dass sie ein Erwachsenenspiel spielen. Ein Spiel ist das Gegenteil vom Ernst des Lebens. Ein Spiel ist ein Versuchsfeld, in dem man sich ohne Angst ausprobieren kann. Es ist ungefährlich. Es gibt kein Scheitern. Es gibt nur Versuchen, Lernen und Spaß haben. Das ist das Wesen eines Spiels. Das muss man im Vorfeld begreifen. Jeder ist eine Spielfigur. Jeder nimmt im Spiel eine Rolle ein. Diese Rolle kann sich auch mal ändern. Alles ist möglich. Wichtig ist aber das Bewusstsein, dass es sich um ein SPIEL handelt und um ROLLEN. Nichts davon ist echt. 

    Habe ich, Lady Sas, einen leibeigenen Sklaven, den ich keusch halte? In der BDSM-Spielwelt schon. In der Realität aber natürlich nicht. Zum Glück ist die Leibeigenschaft schon lange Geschichte. Mein Sub kann jederzeit sagen: Sorry, meine Liebe, ich mag nicht mehr. Gut so, denn es ist ja nur ein Spiel zwischen Erwachsenen. 

    Nachdem dieses einfache, aber entscheidende Prinzip beiden klar geworden ist, gibt es nun noch einige Möglichkeiten, sich dieses Prinzip laufend bewusst zu machen. 

    7 Tipps leichter in die Rolle zu finden

    Tipp 1: Im Spiel spielst Du eine Rolle. Diese Rolle bist nicht Du. Vergleiche es mit einem Schauspieler. Der Schauspieler schlüpft in verschiedene Rollen, aber in Wahrheit ist er nicht diese Rolle, er bleibt immer die Persönlichkeit des Schauspielers. Du tust Dich leichter, wenn Du Deiner Rolle einen Namen gibst. Vielleicht heißt Deine Frau Sandra. Aber sie spielt gerne die Rolle der dominanten und arroganten Gräfin Z. Oder der fordernden und stets unzufriedenen Lady Jenny. Es ist übrigens auch interessant, die Rolle weiter auszuschmücken. Zum Beispiel mit einer eigenen Vita, einer eigenen Vorgeschichte, eigenen Eigenschaften und Werten. 

    Tipp 2: Nutze feste Rituale, um in Deine Rolle zu kommen. Das kann zum Beispiel eine kniende Position des Sklaven sein, der die Herrin mit einem Fußkuss begrüßt. Feste Rituale helfen, in eine Stimmung zu kommen und uns auf das richtige Gleis zu setzen.

    Tipp 3: Beginne mit Dingen, die beiden Freude machen. Der Anfang sollte so leicht und so schön wie möglich sein. Beginnt mit etwas, auf das sich beide freuen können. Das erleichtert den Einstieg. Wenn zum Beispiel beide auf High Heels stehen, dann lässt die Herrin den Sklaven am Anfang am besten ausführlich ihre High Heils verehren. 

    Tipp 4: "Topping from the bottom" bedeutet, dass der Sklave in seiner devoten Rolle versucht, die Herrin zu beeinflussen. Er versucht, sie von unten zu dominieren. Bei Alltags-dominanten Männern ist das ein weit verbreitetes Problem. Sie machen es unbewusst und nicht böswillig. Es ist die Aufgabe der Herrin, sich ihrer Rolle bewusst zu sein und diese Versuche zu unterbinden. 

    "Nein, das habe ich dir doch vorhin gesagt, Schatz", sagt der Mann zum Beispiel, als die Herrin ihm die Augen verbinden will. "Ich möchte alles sehen. Nimm mir die Augenbinde ab." – Was passiert hier?
    Der "Sklave" fällt komplett aus der Rolle. Er spricht die Herrin mit "Schatz" an und gibt ihr Anweisungen. Wie reagiert die Frau am besten darauf? Falsch wäre: "Oh, sorry, Schatz, hab' ich vergessen." Richtig wäre: "Was fällt dir ein, Sklave, so mit mir zu sprechen! Ich verbinde dir die Augen, weil ich das gerne so möchte. Was du möchtest, interessiert mich nicht. Ich bin die Herrin! Und jetzt entschuldige dich für deinen frechen Ton, Sklave!"
    Die Lösung ist, konsequent in der Rolle zu bleiben und dem Sklaven nichts durchgehen zu lassen. 

    Tipp 5: Meistens sind Frauen unsicher, wenn sie noch nicht viel Erfahrung haben. Sie wissen nicht, wie sie mit dem Sub sprechen sollen, was sie tun sollen, haben Angst vor Pausen und sind nervös. In solchen Fällen empfiehlt es sich, erfahrenen Herrinnen über die Schulter zu schauen. Da jedoch die wenigsten Frauen eine Profi-Domina zur Freundin haben, gibt es auch andere Möglichkeiten. Zum Beispiel BDSM-Filme oder BDSM-Bücher, in denen authentische Sessions dargestellt werden. Bei meinen Büchern empfehle ich dazu besonders: 


    Hier finden sowohl Herrin als auch Sklave authentische Session-Szenen, aus denen man sich den grundsätzlichen Ton und Umgang abschauen kann. Trotzdem ersetzen Bücher noch lange keine Praxis. Spielsicherheit erlangt man eben nur durch das Spielen selbst. 

    Tipp 6: Das Ende der Session sollte ebenfalls durch ein Ritual gekennzeichnet sein. Zum Beispiel den Schuhkuss und das Ablegen des Halsbands durch die Herrin, einen finalen Kuss oder eine Umarmung. Danach sollte klar sein: Okay, Spiel beendet. Wir sind wieder in unseren echten Rollen und wieder auf Augenhöhe. Das ist sehr wichtig, um dem Kopf zu helfen, umzuschalten. Und es ist wichtig, um das Mindset immer klar vor Augen zu haben. 

    Oft denken Paare: Ja, okay, so ein Eröffnungsritual macht Sinn, das machen wir. Aber so ein Schlussritual brauchen wir nicht. Das ist ein Fehler, vor dem ich nachdrücklich warnen möchte. Bitte unbedingt einbauen! Es hilft ungemein, beide Rollen offiziell zu trennen. Dumm wäre es, wenn es zwischen der Subrolle und der echten Rolle keine offizielle Trennung gibt. Dann kann schnell etwas schief laufen.

    Tipp 7: Miteinander sprechen hilft. Nach der Session sollte man sich noch genügend Zeit nehmen, das Erlebt zu besprechen. Was war besonders schön, was war weniger schön? Was machen wir beim nächsten Mal anders? Sprechen hilft. Dabei möglichst respektvoll formulieren, so dass der andere es nicht wie Kritik versteht. 

    So, ich hoffe, es waren interessante Erkenntnisse dabei.
    Ich wünsche viel Spaß beim Spielen!

    Du hast noch mehr Tipps? Nur her damit! Hinterlasse gerne einen Kommentar auf meinem Blog.

    Dienstag, 8. Januar 2019

    BDSM und die Liebe



    Letztes Jahr habe ich zwar an Büchern gearbeitet, aber es kaum geschafft, sie fertig zu stellen. Einen gewissen Anteil an diesem Umstand hatten die vielen, vielen E-Mails, die ich beantwortet habe. Ich habe das gerne gemacht und versuche immer zu antworten, wenn ich das Gefühl habe, jemand hat sich ehrlich mit mir auseinandergesetzt. 

    2019 jedoch möchte ich diese 1-zu-1-Korrespondenzen in anonymer Form auf den Blog verlagern – soweit das möglich ist. Denn hier haben alle etwas davon und es bringt so auch den Blog weiter. Besonders wichtig ist mir, sämtliche Mails mit Erlaubnis des Absenders und ohne Namen ganz diskret zu veröffentlichen.

    Blog-Leser T. mit einer sehr persönlichen Frage

    Hier ein Blog-Kommentar von T., den ich nicht freigeschaltet habe, weil er eine E-Mail-Adresse enthält. Den Anfang habe ich gekürzt und so fängt der Kommentar mit seiner eigentlichen Frage an. T. bezieht sich am Anfang auf den Beginn meiner Femdom-Leidenschaft, die ich nach meiner Scheidung erst richtig entdecken und entfalten konnte (ausführlich beschrieben in meinem Buch "Plötzlich Domina").


    <<Sehr verehrte Lady Sas,

    (...)

    Ich versuche mal den Kern meiner Frage zu konkretisieren. Wenn ein über alles (!) geliebter Mensch von einem geht und man irgendwann merkt, dass es dafür keinen Ersatz geben wird (wie vielleicht in ganz jungen Jahren), wie geht man mit dieser totalen Ohnmacht um? Muss man zwangsläufig dominant oder devot werden und auf eine Parallelwelt ausweichen?

    Ich bin etwas älter als Sie, meine Tochter war viel jünger, wie Ihre Tochter zu dem Zeitpunkt x. Ich habe damals meine jüngere Frau durch den Krebstod verloren. Eine wie in jungen Jahren erträumte jahrelange intensive Beziehung auf allen Ebenen. Eine traumhaft schöne und intelligente, eigenwillige Frau...

    Wenn sich diese intensive Nähe nach zahlreichen neuen Anläufen nicht mehr einstellen läßt, kann man nur noch von diesen früheren Tagen träumen. Dabei träume ich noch heute von den mehrmals am Tag stattfindenden (... schweift ab, diese Dinge spare ich jetzt mal aus, Anmerkung von Lady Sas).

    Ich habe dann in der Phase des langwierigen Abschiedes ernsthafter angefangen, devote Träume zu pflegen. Ich habe an ihren Kleidern, an ihren Höschen gerochen und hätte alles gegeben, sie wieder zurück zu holen in Gesundheit. Oder wenigstens ein klein wenig...

    Meine Sehnsucht mündet heute an dem Punkt in Unsicherheit, weil ich wirklich nicht weiß, ob ich besser einen Psychiater aufsuchen sollte oder eine Herrin suchen sollte (München), die mir den Weg der Unterwerfung weist. Der Gedanke an zweiteres bereitet mir mehr Lust :-)

    Der Weg des Sklaven führt in die Aufgabe des eigenen Sexlebens. Der Weg der Herrin ist grenzenlos in dieser Hinsicht. Er wird es auch sein. Eine Herrin wird nicht ohne echten Sex leben. Ein Stiefellecker wird erregt sein, seine Herrin wird das genießen. Es wird ihr aber nicht die (!) Befriedigung geben wie ihm. Sie holt sich darüber hinaus das, was sie braucht und was ihr gehört. Das glaube ich zumindest. Führt also eine solche Beziehung zu einer anderen Form der Liebe - zumindest des Sklaven zu seiner Herrin - so stirbt er u.U. tausend Tode. Je nachdem, was sie sich alles nimmt. Der Weg muss für den Sklaven nüchtern überlegt sein, wenn er bereit ist bedingungslos zu geben.

    Ich bemerke jetzt, dass ich kaum erwarten kann, von Ihnen eine so persönliche Antwort bekommen zu dürfen. Wenn Sie mir aber hinsichtlich der Frage "Psychiater oder Herrin" noch einen Ratschlag geben würden, wäre ich bereits glücklich.

    (...)

    Mit herzlichen Grüßen
    T. >>


    Antwort von Lady Sas


    Lieber T.,

    in der Tat: eine sehr persönliche Frage. Ich habe lange überlegt und mich nun doch entschlossen, Deine Gedanken auf den Blog zu veröffentlichen – wenn auch etwas abgespeckt und auf das Wesentliche fokussiert. Aus meiner Sicht gibt es erhebliche Punkte, die ich völlig anders beurteile. Und ich denke, es ist vielleicht für den einen oder anderen Leser interessant, wenn ich diese Punkte darstelle.

    <<Wenn ein über alles (!) geliebter Mensch von einem geht und man irgendwann merkt, dass es dafür keinen Ersatz geben wird (wie vielleicht in ganz jungen Jahren), wie geht man mit dieser totalen Ohnmacht um? Muss man zwangsläufig dominant oder devot werden und auf eine Parallelwelt ausweichen?>>

    Ich kann schon bei diesem Gedanken nicht zustimmen, denn das hieße ja, dass man nicht mehr an die Liebe glaubt. Ich denke, man darf nie aufgeben. Niemals.  Gerade bei der Liebe. Hoffnung muss und kann es immer geben. 

    Aber: Ich denke, man muss sich von der Vorstellung verabschieden, eine vergleichbare oder ähnliche Beziehung zu finden. Diese eine, ganz besondere Liebe war einzigartig. Man kann sie nicht kopieren. Aber man kann eine ganz neue, ganz andere Liebe finden. Daran dürfen wir fest glauben. Das ist es auch, was man gegen die Ohnmacht tun kann. Hoffnung ist stärker als Ohnmacht. Also lautet mein Rat: Lass die Hoffnung zu, dann verschwindet die Ohnmacht.

    Sicher muss man nicht in eine Parallelwelt ausweichen oder devot bzw. dominant werden. Das hat damit nichts zu tun. 

    <<Der Weg des Sklaven führt in die Aufgabe des eigenen Sexlebens.<< 
    Das, lieber T., ist völliger Unsinn. Es gibt kein Gesetz, das von einem Sub Keuschheit verlangt. Es gibt beim BDSM überhaupt keine Gesetze. Es gilt das, was das Paar möchte. Ganz individuell. Jeder macht sich seinen eigenen BDSM-Lifestyle und das ist gut so. Nur weil ich meinen Sub Toytoy keusch halte, heißt das noch lange nicht, dass es immer so sein muss. Es gibt sehr viele Femdom-Malesub-Paare, die wunderbaren Sex miteinander haben.


    <<Der Weg muss für den Sklaven nüchtern überlegt sein, wenn er bereit ist bedingungslos zu geben.>>
    Von einem "bedingungslosen" Schenken des Subs halte ich wenig und ich möchte sehr davor warnen. Jeder Sub hat Grenzen und Tabus, die von der Femdom zu respektieren sind. Das ist bei Toytoy und mir nicht anders, siehe Sklavenvertrag


    <<Wenn Sie mir aber hinsichtlich der Frage "Psychiater oder Herrin" noch einen Ratschlag geben würden, wäre ich bereits glücklich.<<
    Ich glaube, ich würde Dir beides empfehlen. Mir scheint, Du hast die Trauer noch nicht überwunden. Vielleicht ist es hilfreich, das mit jemandem aufzuarbeiten und darüber zu sprechen. Ob das ein Psychiater sein muss, weiß ich nicht. Kann auch ein Freund sein. Oder ein Seelsorger.
    Wenn Du devote Phantasien hast, dann würde ich Dir empfehlen sie einfach mal auszuleben. Du wirst schnell feststellen, ob das Spaß macht oder nicht. Es gibt genügend Profi-Dominas, die Dir da gerne behilflich sind.

    Fazit: Ich denke, Du solltest einige Deiner Glaubenssätze hinterfragen. Am wichtigsten ist zu begreifen, dass Du selbst die Regeln machst. Du selbst gestaltest Deinen BDSM bzw. ganz grundsätzlich: Dein Leben. 

    Viele Grüße,
    Lady Sas

    Montag, 7. Januar 2019

    Vom Lover zum Bull: So arrangiert er sich mit deiner Cuckold-Leidenschaft


    Du bist eine Cuckoldress und genießt es, Deinen Cuckold zu demütigen, indem du dich mit einem Lover vergnügst, während der Cucki keusch im KG schmachten muss? Nice, dann haben wir etwas gemeinsam... 

    Doch dabei gibt es ein Problem, das leider keine Seltenheit ist, sondern allzuoft in Erscheinung tritt: Der Lover ist zwar heiß auf Dich, aber er ist kein richtiger Bull. Also kein Mann, der es genießt, dem Cuckold die Hörner aufzusetzen. Oft ist es sogar so, dass der Lover zurückschreckt, wenn er hört, dass er Zeuge eines Cuckold-Spiels sein soll. Was nun? Einfach aufgeben und einen anderen Lover suchen? Ihn überreden?


    So gelingt der erste Schritt vom Lover zum Bull

    Nein! Hier ein kleiner Trick: Meistens sind Lover, die sich ein Cuckold-Spiel erst nicht vorstellen können und schnell kalte Füße bekommen, einfach so programmiert, dass sie Sex strikt mit Frauen ausleben. Sex, das ist etwas, was nur in Gegenwart einer Frau geht. Wenn ein Mann anwesend sein soll, dann fühlen sie sich sofort unwohl und bedroht. Sei es, dass sie keinen Konkurrenten wollen. Sei es, dass sie so sehr hetero sind, dass sie regelrecht Angst und Panik vor einem zweiten Mann haben. Diese Gefühle und Prägungen gilt es ernst zu nehmen.

    Die Lösung: Der Cuckold wird nicht mehr als Mann präsentiert, sondern als Sissy. Denn vor einer Sissy muss man keine Angst haben. Sie ist kein Konkurrent um die Frau und auch keine bisexuelle Bedrohung für den Hetero-Mann. Wichtig ist, dass der Cuckold klar und konsequent feminisiert wird. Sein Penis: weggesperrt in einen KG. Und laut Cuckoldress eh nicht der Rede Wert. Ich empfehle, den Cuckold als Dienstmädchen zu präsentieren. Da gibt es sehr nette Outfits und man kann mit Perücken sowie mit Make-up noch etwas nachhelfen. Sprechen lassen sollte man Sissys möglichst nicht, das macht den Eindruck oft kaputt.

    Der Effekt: Der männliche Cuckold wird so als Sissy wahrgenommen und stellt keine Bedrohung mehr dar. Sondern im Gegenteil etwas, was lächerlich, unterhaltsam und bizarr ist. Der erste Schritt vom Lover zum Bull ist geschafft.

    Ich wünsche viel Vergnügen, Ladies.

    Mittwoch, 2. Januar 2019

    Keuschhaltung: Fragen an Lady Sas und Toytoy

    Ich habe auf dem Blog einen Kommentar erhalten, der einige Fragen stellt. Hier die Fragen mit den Antworten. 


    Sehr verehrte Madame Saskia, werter Sklave Toytoy,


    Ihren Blog, ihre Bücher und ihre Beziehung verfolge ich seit Langem. 
    Nicht ganz uneigennützig, ergeben sich ein paar Fragen an Sie/Euch. 


    Wie gestalten Sie die Keuschhaltung, wenn Toytoy ungeplant zu einem Arztbesuch muss oder auch mal plötzlich „erkrankt“ oder sich verletzt? Sie sehen sich ja nur am Wochenende und, soweit ich es verstanden habe, sind sie im Alltag keine Partner im Sinne der konventionellen Gedankenwelt. 

    Die zweite Fragestellung geht in die gleiche Richtung, wenn durchaus auch etwas anders gelagert - nicht zu unerwartet und mit mehr „Gestaltungsfreiheit“ für Toytoy. Wie handeln Sie das Thema Dienstreisen, die heutzutage auch innerhalb Deutschlands oft per Flugzeug durchgeführt werden. 


    Der zweite Fragenblock kommt aus der Perspektive von Toytoy, deswegen richte ich die Fragen (in)direkt an ihn. 
    @ Toytoy: Wie gehst du mit dem KG in der Öffentlichkeit um, zum Beispiel Duschen nach dem Fitnessstudio oder in der Sauna?


    Oben genannte Situationen, aber auch Keuschhaltung generell, werden in anderen Femdom Beziehungen oft mit Befehl der Herrin, Vertrauen der Herrin, Ehrlichkeit des Sklaven und ggf. Bestrafung „beantwortet“.
    Ich glaube aber, dass das Gefühl der Ergebenheit durch physischen statt psychischen Zwang noch größer ist.
    @ Toytoy: Wie würdest du die Veränderungen durch den KG bei dir beschreiben? Insbesondere in Bezug auf die Empfindungen für deine Herrin. 
    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie/ihr Ihre/eure Erfahrungen schildern, beziehungsweise auch gerne Anregungen und Ideen geben. 


    Im Voraus herzlichen Dank und vor allem ein gutes 2019. 

    Viele Grüße Tom

    Hallo Tom, hier nun die Antworten

    Tom: Wie gestalten Sie die Keuschhaltung, wenn Toytoy ungeplant zu einem Arztbesuch muss oder auch mal plötzlich „erkrankt“ oder sich verletzt? 
    Lady Sas: Ich empfehle für Notfälle dem Sub einen Notfallschlüssel auszuhändigen. Bei uns ist es neuerdings so, dass Toytoy einen kleinen Tresor zuhause hat, in dem der zweite KG-Schlüssel liegt und zu dem ich ihm den Code gern gebe, wenn ein Notfall eintreten sollte. Bei Arztbesuchen, Flugreisen etc. darf er sich aufschließen, klar.


    Tom: Wie gehst du mit dem KG in der Öffentlichkeit um, zum Beispiel Duschen nach dem Fitnessstudio oder in der Sauna?
    Toytoy: Das Duschen im Fitnessstudio umgehe ich, indem ich zuhause dusche. In Saunas gehe ich nicht. 


    Tom: Wie würdest du die Veränderungen durch den KG bei dir beschreiben? Insbesondere in Bezug auf die Empfindungen für deine Herrin.
    Toytoy: Ich fühle mich absolut machtlos und das verstärkt meine Ergebenheit ungemein. Es ist ein wahnsinnig geiles Gefühl, sich absolut in die Hände von Lady Sas zu begeben. Ein Trip, der einen in die tiefste Hölle führen kann, wenn man Wochenlang ultimativ gereizt wird, aber nicht kommen darf – und der 7. Himmel, wenn der Orgasmus dann endlich zelebriert wird. Ich genieße jede Sekunde davon, obwohl es mir oft sehr schwerfällt, das gebe ich gerne zu. Der KG hilft mir auch, Dinge zu ertragen und mitzumachen, die ich mir sonst nicht vorstellen könnte. Durch den KG habe ich mich als Sklave stark weiterentwickeln können. Ich bin alles in allem sehr dankbar dafür und weiß, welches Privileg es ist, Lady Sas dienen zu dürfen.
    Lady Sas: *schmunzelt*


    Hier noch ergänzend die Übersicht mit Toytoys Keuschhaltung.