Samstag, 30. Dezember 2017

Mein Femdom-Jahresrückblick 2017

Femdom Art von Vilhelmina Van Dark
Zur Jahreswende schauen wir traditionell zurück auf das ausklingende Jahr. Ich möchte diese Tradition – wie schon in den letzten Jahren – gerne weiterführen. Zunächst einmal freue ich mich darüber, dass ich noch immer so viel Freude am bloggen habe. Ich führe den Femdom- und BDSM-Blog nun schon seit 2013, aber die Luft ist mir noch lange nicht ausgegangen ;-) Ich finde, 2017 war ein super Jahr!


Femdom Blog 2017: 59 Blogposts


59 Beiträge habe ich 2017 gepostet. Das ist fast so viel wie 2016, da waren es 62. Auch bei den Interviews habe ich das Niveau von 2016 (24 Interviews) halten können, dieses Jahr sind es 22 Interviews gewesen. Ich denke, es war eine gute Entscheidung, die Interviews auch für Subs und private Femdoms zu öffnen, so sind neue, spannende Perspektiven und Gedanken dazugekommen. Ich bin immer offen für Vorschläge was Interviews betrifft. Sende mir einfach eine Mail an: madamesaskia@web.de


Was mich 2017 bewegt hat


Einen großen thematischen Einschnitt markiert 2017 das neue Prostitutionsschutzgesetz, das einige Profidominas dazu bewegt hat, sich aus dem professionallen BDSM-Bereich zu verabschieden. Ein echter Hammer. Ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird.

Für mich persönlich spannend und bereichernd war 2017 vor allem die Freundschaft mit Lady V aus Frankfurt, mit der Toytoy und ich im September auch im gemeinsamen Urlaub waren. Wie man sich denken kann, war dieser Urlaub geprägt von interessanten Erziehungsspielen. 

Schön und bereichernd war auch der Kontakt zu Sklave R und Sklave Swissdog. Toll war der Verleih von Toytoy als Putzsklave. Zum Beispiel an Lady R. und Herrn J aus Offenbach. Das hat richtig Spaß gemacht und war ein echtes Highlight.

In der Cosmopolitan kam ich als Pegging-Expertin zu Wort, das war grundsätzlich toll, hatte aber einen Schönheitsfehler, denn mir wurden "Kunden" angedichtet, die ich ja als private Femdom gar nicht habe, nie hatte und nie haben werde. Das hatte ich im Vorfeld auch schriftlich betont. Nun ja. Deutscher Journalismus 2017. Eine Anfrage von RTL habe ich prompt abgelehnt. 

Einige Interviews habe ich ins Englische übersetzt, weil ich es gut finde, wenn man über den deutschen Tellerrand blickt. Das möchte ich auch 2018 vorantreiben, aber es ist leider etwas aufwändig. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Übersetzer, ich bin immer offen für neue Helfer :)


Femdom Art von Vilhelmina Van Dark



Wie Toytoys Keuschhaltung 2017 lief


Was die Keuschhaltung von Toytoy angeht, hat sich 2017 auch einiges getan. So trägt er statt CB 6000 nun den Steelheart 2. Ich führe weiter fleißig Buch (Mein Sklavenstall). Wenn ich richtig zusammengezählt habe, durfte Toytoy 2017 43 Mal kommen.


  • Normaler Orgasmus: 25 Mal. 
  • Ruinierter Orgasmus: 12, davon 7 Mal eingeschlossen im KG. 
  • Aus Unbeherrschtheit bei Tease und Denial gekommen: 5 Mal. 
  • Prostatadrainage-Orgasmus: 1 Mal. 


Zum Vergleich: 2016 durfte er 50 Mal kommen, eine runde Zahl, aber das war Zufall. Mir geht es nicht um höher, schneller, weiter bzw. weniger, seltener und fieser, sondern es ergibt sich aus dem Spiel heraus und ist absolut von meiner Laune abhängig. Ich sage nicht am Anfang des Jahres: Okay, dieses Jahr darf der Sub 40 Mal kommen. Nein, es ist wichtig, dass ich hier unberechenbar bleibe, sonst habe ich ja keinen Spaß daran ;-) Die Idee mit dem ruinierten Orgasmus im KG hat mich 2017 sehr fasziniert...


Neue Bücher von 2017 

Neue Bücher 2017

Meine neuen Bücher aus 2017 greifen überwiegend das Thema Keuschhaltung und Cuckolding auf. Etwa im Buch "Cockold Geschichten – bittersüße Demütigungen von Lady Sas", im Buch "69 Cuckold Spielideen" oder im Titel "Cuckold-Lifestyle: Von 0 auf Bull" bzw. in meinem Lieblingstitel 2017 "Keuschheitsgürtel-Training". Spannend war es 2017, mal etwas ganz anderes zu schreiben, nämlich einen komplett ausgedachten Bizarr-Krimi: "Mord im Dominastudio". Über persönliche Erlebnisse habe ich 2017 nicht geschrieben. Warum, steht weiter unten.

Wie die Leserbeteiligung war


Großartig finde ich, dass der Femdom Blog 2017 zum ersten Mal die Clickzahl von 1 Million überschritten hat. Das ist schön, denn wer etwas veröffentlicht möchte natürlich gerne gelesen werden. An dieser Stelle also herzlichen Dank an alle treuen Leserinnen und Leser und an alle, die mitmachen und sich einbringen. 

Bei den Buchbewertungen ist allerdings noch Luft nach oben und ich würde mich über etwas regeres Feedback zu den Büchern freuen. Ja, ich hätte auch viel, viel mehr über meine privaten Erfahrungen schreiben können, etwa über den Urlaub mit Lady V und Toytoy, aber die fehlenden Rückmeldungen haben mich davon abgehalten, das muss man klar so sagen. Dabei ist es nicht schwer, ein paar Zeilen auf Amazon zu hinterlassen, das dauert eine Minute. 


Danke!


Ich bedanke mich für Dein Interesse, liebe Leserin und lieber Leser, und lade Dich ein, auch 2018 wieder mit dabei zu sein. Ich bin immer offen für Ideen, die uns helfen, diesen Blog interessant und abwechslungsreich zu halten. Wollen wir also hoffen, dass 2018 noch besser wird als 2017!

Herzliche Grüße und guten Rutsch!
Lady Sas

Samstag, 23. Dezember 2017

Frohe Weihnachten an alle Leserinnen und Leser

Liebe Leserinnen und Leser meines Femdom Blogs,

ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest und entspannte Tage.
Lasst es Euch gutgehen. Und Ihr wisst ja: Die wirklich wichtigen Dinge, die man sich an Weihnachten schenkt, sind nicht etwa Parfums, Elektrogeräte oder Schmuck, sondern Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe. 

Ich werde versuchen, zwischen den Jahren wie gewohnt einen kleinen Jahresrückblick zu erstellen und auch etwas voraus ins nächste Jahr zu schauen.

Weihnachtliche Grüße,
Lady Sas


Sonntag, 17. Dezember 2017

10 Geschenke über die sich jede Herrin freut

Weihnachten naht, aber du hast noch keine Idee, was du deiner Herrin schenken könntest? Ja, alle Jahre wieder das gleiche Problem. Hier einige Anregungen. Meine Top-Ten-Geschenktipps, über die sich jede Herrin freut.


10 Geschenkideen für deine Femdom


1. Ein liebevoll gestaltetes Fotoalbum mit einem persönlichen Rückblick auf 2017.

2. Ein besonders schönes Geschenk ist deine Keuschheit. Kaufe dir einen KG, eine Keuschheitsschelle, lege sie an und überreiche der Herrin die Schlüssel zu deinem kleinen Gefängnis. 

3. Ein Gutschein für eine schöne Massage oder einen Wellness-Tag.

4. Ein hübsches Kästchen mit persönlichen Sub-Gutscheinen (zum Beispiel Fußmassage, Kochen und Shoppen)

5. Ein hochwertiges, edles Pflegeset, zum Beispiel mit Duschschaum, Körpercreme, Körperpeeling und Körperspray.

6. Selbst gebackene Plätzchen in Form von SM-Toys.

7. Ein Blumenabo für die nächsten 3 Monate, das der Herrin jede Woche frische Blumen beschert.

8. Niemand weiß besser, was die Herrin sich wünscht als die Herrin selbst. Schenke ihr daher einfach einen Gutschein für ihren Lieblings-SM-Shop. Das hat auch den Vorteil, dass du auch etwas von den Geschenken hast...

9. Schenke der Herrin einen noch fitteren Sklaven und melde dich zum Sport an. Du weißt ja: Ein attraktiver Sklavenkörper erfreut das Auge jeder Femdom.

10. Was gibt es Wichtigeres in einer SM-Beziehung als frische Ideen? Damit 2018 noch intensiver und lustvoller wird als 2017 kannst du deiner Herrin mein Buch "111 SM-Spielideen, Herrin – Sklave", Band 1 und Band 2 zu Füßen legen.

Nun, was auch immer du ihr schenkst: Es sollte von Herzen kommen und ihr zeigen, dass du dir Gedanken gemacht und nicht irgendetwas gekauft hast. Deshalb ist eine Weihnachtskarte mit einigen persönlichen, individuellen Worten ein absolutes Muss. 

Ich wünsche dir eine frohe Weihnachtszeit und ein glückliches Händchen bei der Geschenkewahl.


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Prostitutionsschutzgesetz: Warum es viele schlecht finden

Seit dem 1. Juli 2017 ist das neue Prostitutionsschutzgesetz in Kraft. Das Bundesfamilienministerium will damit die sexuelle Selbstbestimmung von Sex-Arbeiterinnen stärken und sie vor Zwangsprostitution und Ausbeutung schützen. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen offenbar weit auseinander. Der Verein Doña Carmen, der sich für die Rechte von Prostituierten einsetzt, hat eine Verfassungsbeschwerde gegen das neue Prostitutionsschutzgesetz eingereicht. Denn, so kritisiert Doña Carmen, Sex-Arbeiterinnen würden dadurch „einem System entwürdigender Kontrollen unterworfen“ und ihrer „Grundrechte beraubt“.

Professionelle Dominas haben zwar überwiegend keinen Verkehr mit ihren Kunden (von manchen Bizarr-Ladies abgesehen), aber auch sie bekommen die Auswirkungen des neue Prostitutionsschutzgesetzes zu spüren. So berichtete zum Beispiel erst vor Kurzem Herrin Daemona de Lucca auf meinem Blog, dass sie sich aus der Branche wegen dem Gesetz zurückziehen werde: 
"Durch die neue Gesetzesänderung wurde mir immer klarer, dass es für mich keine Zukunft mehr im professionellen SM Bereich geben wird. Ich bin lange mit mir in medias res gegangen. Nach einigen Abwägungen des fürs und widers, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass die Einschneidungen einiger Grundrechte erheblich sind und ich diesen steuerlichen Irrsinn nicht mitfinanzieren möchte. Insofern kann ich weder moralisch noch politisch dahinterstehen und würde mich somit verkaufen."

Daemona de Lucca ist nicht die einzige. Auch andere Damen ziehen sich zurück. Zum Beispiel Domina Lady Justizia und Domina Natalia Bizarrelle, die im Berliner Studio Avalon tätig war. Auch Johanna aus Berlin, die als Bizarr-Escort (jO) auf der passiven Seite unterwegs war, hat sich im Juli verabschiedet. Ich habe ihr einige Fragen zum neuen Prostitutionsschutzgesetz und zu ihrer Entscheidung aufzuhören gestellt. 




   

Was bedeutet das neue Prostitutionsschutzgesetz?


Lady Sas: Liebe Johanna, was hätte das neue Prostitutionsschutzgesetz für Dich konkret bedeutet, wenn Du weitergemacht hättest?
Johanna: Das Gesetz hätte für mich bedeutet, dass ich mir bei den Berliner Behörden eine sogenannte "Anmeldebescheinigung" holen muss. Auf gut Deutsch: einen Hurenpass, in dem jede Menge sensible Daten stehen: Vor- und Nachname, Geburtsdatum und Geburtsort, Staatsangehörigkeit, die gültige Meldeanschrift, die angemeldeten Tätigkeitsorte, wo man als Hure arbeitet, den Gültigkeitszeitraum des Ausweises und die ausstellende Behörde. Außerdem wird ein Foto der Inhaberin abgebildet. Diesen Hurenpass hätte ich bei meiner Tätigkeit immer mit dabeihaben und bei Kontrollen vorzeigen müssen. Außerdem hätte ich regelmäßig Beratungsgespräche vereinbaren müssen. Was mit meinen Daten passiert wäre, wie sie gespeichert worden wären und wer Zugang dazu gehabt hätte, das weiß ich nicht. 

Johanna, als sie noch aktiv war
Lady Sas: Was passiert, wenn man von der Polizei ohne so eine Bescheinigung erwischt wird?
Johanna: Dann droht ein Bußgeld. Und das muss dann zusätzlich erwirtschaftet werden.

Lady Sas: Der Ausländeranteil im Gewerbe ist hoch. Was machen Ausländerinnen, die nicht in Deutschland gemeldet sind? Wie kommen die an so eine "Anmeldebescheinigung"?
Johanna: Tja, gute Frage. In der Praxis wird es wohl leider oft so sein, dass die Frauen, die keine Meldeadresse haben, sich keine Bescheinigung holen und aus Angst vor Kontrollen in Nebenstraßen ausweichen und illegal arbeiten. Das Gesetz bewirkt also genau das Gegenteil von dem, was es bewirken sollte. Frauen werden nicht geschützt, sondern in die Illegalität gedrängt. Wenn man das mal einen Schritt weiterdenkt, wird eine illegal arbeitende Frau bei Überfällen und Misshandlungen wohl kaum zur Polizei gehen, denn sie kann sich ja nicht ausweisen und würde noch mehr Probleme bekommen. 

Prostitutionsschutzgesetz: Wer hat's gemacht?


Lady Sas: Wem machst Du konkret einen Vorwurf?
Johanna: Mit Vorwürfen verbessert man nichts, aber festzuhalten ist, dass das neue Prostitutionsschutzgesetz von der ehemaligen Frauen- und Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) auf den Weg gebracht worden ist. Die große Koalition aus CDU/CSU und SPD hat es im Oktober 2016 im Bundestag verabschiedet.

Lady Sas: Gibt es auch etwas Gutes an dem neuen Prostitutionsschutzgesetz?
Johanna: Das Gesetz ist vielleicht gut gemeint, aber es ist leider schlecht gemacht. Es geht vollkommen an der Realität vorbei. Positiv daran ist die Kondompflicht. Ein Freier, der auf ungeschützten Sex besteht, muss jetzt mit einem Bußgeld rechnen. So etwas gab es in Bayern bereits, das finde ich sinnvoll. Außerdem sollen Bordellbetreiber noch intensiver überprüft werden. Sie müssen ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und dürfen in den letzten Jahren nicht verurteilt worden sein, wenn sie eine Erlaubnis für ihr Etablissement erhalten wollen. Das klingt für mich ebenfalls sinnvoll.


Johanna
Lady Sas: Welcher Weg wäre den besser gewesen?
Johanna: Man hätte bei den Sexarbeiterinnen nicht auf Zwang und Kontrollen setzen sollen, sondern auf freiwillige Beratungsangebote.

Lady Sas: Durch die Pflichtberatungen sollen Sexarbeiterinnen vor Zwangsprostitution und Menschenhandel sowie ausbeuterischen und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen geschützt werden, so die Idee. Glaubst Du, dass das funktioniert?
Johanna: Leider glaube ich das nicht. Man braucht Vertrauen, um über Zwang und schlechte Arbeitsbedingungen sprechen zu können. Ich bezweifle, dass sich Frauen für solche Fragen öffnen, wenn sie bei der Behörde sitzen, Angst haben, sich als Huren outen müssen, ihre Anonymität preisgeben müssen und eigentlich nur noch an eines denken: schnell weg hier. Nein, ich glaube, die illegale Prostitution wird durch das Gesetz leider wachsen. 

Sind die Kommunen vorbereitet?


Lady Sas: Das Gesetz konkret umsetzen sollen die Kommunen. Aber sind die überhaupt vorbereitet? Wie ist Dein Eindruck?
Johanna: Ich kann das nur für Berlin beantworten. Zurzeit ist es nach meinem Wissensstand so, dass Berlin den Sexarbeiterinnen noch keine Anmeldebescheinigungen ausstellen kann. Deshalb braucht man im Moment eine Bescheinigung darüber, dass man sich anmelden wollte, es aber nicht ging. 

Für uns Steuerzahler ist das Ganze ziemlich ärgerlich. Schließlich bedeutet das Gesetz auch, dass Personal eingestellt werden muss, um die neuen Aufgaben zu bewältigen. Von den Dolmetschern für die vielen ausländischen Sexarbeiter ganz zu schweigen. Bürokratie und Kosten nehmen also weiter zu und der Verwaltungsapparat wird weiter aufgebläht. Klingt für mich nicht gerade nach einer Erfolgsgeschichte.
Johannas Buchreihen 


Lady Sas: Wie geht es bei Dir jetzt weiter?
Johanna: Als das neue Prostitutionsschutzgesetz in Kraft getreten ist, bin ich  ausgestiegen. Jetzt konzentriere ich mich auf meinen regulären Bürojob. Angenehmer Nebeneffekt: Ich habe jetzt mehr Zeit für meine Hobbys wie zum Beispiel Bücher schreiben. Außerdem möchte ich meinen Blog voranbringen. Langweilig wird mir also nicht werden.

Lady Sas: Vielen Dank für diese Einblicke.

Hier geht es zum Blog von Johanna, hier zu ihrem Twitter-Account.
Das letzte Interview mit Johanna gibt es hier. 
Weitere Interviews findest Du hier.
Mehr über Lady Sas gibt es hier.

Wie sind Deine Erfahrungen mit dem neuen Prostitutionsschutzgesetz? Hinterlasse einen Kommentar.

Montag, 4. Dezember 2017

Sklaventraining, das sich lohnt

Was ist das Schönste für eine Autorin? Das Schönste ist, wenn man positives Feedback bekommt. Meine Bücher Sklaventraining 1 und 2 habe ich geschrieben, um Subs zu helfen, eine private Femdom zu finden. Mir war aufgefallen, dass bei den Anschreiben und Bewerbungen an mich selbst immer wieder die gleichen Denkfehler vorkommen. Also habe ich die beiden Bücher geschrieben. Gestern habe ich von einem Leser eine E-Mail bekommen, die besonders erfreulich ist, weil die Erfolgsquote hier bemerkenswert hoch ist.

Sklaventraining 1 und 2


Denkfehler vermeiden, schlau bewerben

<<Schönen 1. Advent wünsche ich Ihnen Lady Sas,
Habe das 1 Training von Band 1 abgeschlossen, alle Aufgaben erfolgreich erledigt... ich möchte mich nochmals bei Ihnen bedanken Lady Sas... wie es sich gehört kniend mit einem Kuss auf ihre Schuhspitze. Habe auch 4 Doms angeschrieben... dabei nur 1 Absage bekommen. 2 Termine stehen schon Den 3 Termin wahrscheinlich erst kurz vor Heiligabend. Soll ich alle Doms ausprobieren oder was würden Sie mir raten? Zu Ihrem Buch kann ich nur sagen prima u danke.Mit lieben Grüßen>>

Das ist klasse und freut mich sehr! Vier Anschreiben – und schon zwei positive Antworten. Aber Mann muss realistisch bleiben. Der Fall hier ist leider nicht die Regel, sondern eine schöne Ausnahme. Es ist nämlich gar nicht so einfach, als Sub zu überzeugen. Umso schöner, dass es bei diesem Leser so gut geklappt hat. Oder zumindest der erste Schritt gut geklappt hat.

Wie ist es bei Dir gelaufen? Ich freue mich immer über Feedback an madamesaskia@web.de

Hier geht es zu einer Leseprobe des Buchs: Sklaventraining.


Samstag, 2. Dezember 2017

Domina Helen Bates: bizarre Hypnose

Domina Helen Bates
Domina Helen Bates aus Essen zeigt uns heute im Interview, dass der bizarre Bereich weit mehr zu bieten hat als das klassische Spiel zwischen Femdom und Sub. 

Interview mit Domina Hellen Bates


Lady Sas: Liebe Helen, bitte schildere uns zunächst, wie Du mit dem bizarren Bereich in Berührung gekommen bist und Dich zur Domina entwickelt hast.

Domina Helen Bates:
Hallo Saskia, gerne. Ich war in den 80er Jahren in der sogenannten Gothic Szene unterwegs und hatte damals schon einen ausgeprägten Lack und Leder Fetisch. Irgendwann lernte ich in der Disco eine Hammer Frau kennen, und erfuhr, dass sie als Domina arbeitet... da war es um mich geschehen ;) DAS wollte ich unbedingt auch, denn was sie mir alles erzählte, kickte mich total!


Lady Sas: Was reizt Dich an BDSM?
Domina Helen Bates:
Ich liebe Rollenspiele und das Spiel mit Schmerz und Lust. Es reizt mich, mein Gegenüber an seine Grenzen zu bringen... und vielleicht auch ein Stück darüber hinaus. Die glücklichen und entspannten Gesichter nach der Session machen mich glücklich ;)


Lady Sas: Gibt es einen bestimmten Grund, warum Du Dich "Helen Bates" nennst? Oft beschreibt der Name ja eine bestimmte Haltung oder Philosophie.
Domina Helen Bates:
Lach. Helen - Helen Schneider. Die Lady war in den 70/80er Jahren eine Sängerin und trug immer schwarze Leder Sachen. Ich habe sie als junges Mädchen im Fernseher gesehen und schätze, daher rührt mein Leder Fetisch ;-) Da ich gerne Psycho Spiele spiele, schien mir Bates als Nachnahme sehr passend - Helen Bates.


Lady Sas: Dein Tätigkeit geht weit über das hinaus, weil eine klassische Domina ermöglicht. Wie würdest Du Deine Tätigkeit selbst beschreiben?
Domina Helen Bates:
Bei mir wird jeder Mensch, der mir respektvoll begegnet so angenommen, wie er ist. Sollten seine Phantasien nicht mit meinen Vorstellungen konform laufen, höre ich mir seine Wünsche aber gerne an und versuche etwas passendes für ihn in der Szene zu finden. Ich kenne ja viele tolle Dominas. So ist der therapeutische Part auch nicht gerade gering bei einer Begegnung.


Bizarr-erotische Hypnose

Domina Helen Bates

Lady Sas: Mit bizarr-erotischer Hypnose hatte ich noch nichts zu tun. Was ist das? Wie funktioniert es?
Domina Helen Bates:
Mit der Hypnose hast du die Möglichkeit, dein Gegenüber erstmal abzuholen und für die Session mental vorzubereiten. Viele Menschen können immer weniger abschalten und da setzt die Hypnose an. Du lässt dein Gegenüber durch deine Stimme eine Reise durch seinen Körper beginnen und schaffst so einen entspannten Raum. Diesen füllst du dann mit seinen speziellen Fetischen und Phantasien und kannst so die Reize und Sinne dementsprechend verstärken. Im Idealfall tritt ein wundervoller Trance Zustand ein, der den Gast in tiefere Schichten des BDsM und Fetisch führen kann - wenn er es zulässt ;)


Lady Sas: Was ist "hypnotische Bondage"? Welches Prinzip steckt dahinter?
Domina Helen Bates:
Das ist der Klassiker – kennt man ja aus der Show Hypnose ;-) Sehr schön, wenn mein Pendant zum Beispiel auf Fingerschnippen bewegungslos einfriert. Das ist super, wenn man zum Beispiel
kein Studio hat, aber trotzdem Lust hat zu spielen. Es funktioniert auf Worte oder Gesten oder Musik... oder... oder... eben das, was in der Hypnose suggeriert wird.


Lady Sas: Was bedeutet "sexuelle Erregung geankert auf Worte, Geste, Berührung, Geruch oder Geschmack"? Bedeutet das, du verankerst ein bestimmtes Wort im Unterbewusstsein des Gasts und er wird erregt, wenn er das Wort hört?
Domina Helen Bates:
Genau, liebe Saskia. Das macht auch Spaß als Langzeittrigger über die Session hinaus.


Lady Sas: Ich denke, man braucht ein besonderes Vertrauensverhältnis, um sich hypnotisieren zu lassen. Wie schaffst Du dieses Vertrauen? 
Domina Helen Bates:
Ein Aufklärungsgespräch ist vorab natürlich unabdingbar. Man muss seinem Gegenüber die Angst nehmen, denn im Internet kursieren ja viele Gerüchte über Hypnose. Fakt ist, man kann niemanden gegen seinen Willen hypnotisieren. Wenn der Wille zur Hingabe da ist und das Vertrauen aufgebaut ist, stehen der Erfahrung nichts mehr im Wege.

Helen Bates über Schnellhypnose




Domina Helen Bates
Lady Sas: Ich habe mal ein Experiment gesehen, bei dem ein Hypnotiseur jemandem gesagt hat, seine Hand sei an seinem Kopf angewachsen. Und tatsächlich: Er dachte, das sei wirklich so und konnte die Hand nicht mehr vom Kopf nehmen. Sicher würde es zu weit führen, Hypnose in allen Details zu erklären, aber kannst Du aus Deiner Erfahrung heraus grob zusammenfassen, was da eigentlich passiert?
Domina Helen Bates:
Das funktioniert in der Tat :) Diese Induktionen setzt man meist in der Schnellhypnose ein. Da gibt es verschiedenen Möglichkeiten sein Gegenüber schnell in den Hypno-Zustand zu bekommen. Es wird viel geredet und abgelenkt und im richtigen Moment ein Wort wie "schlaf" verwendet. Das Gehirn braucht in der Regel ca. 1 Sekunde, um einen Befehl zu überprüfen. Das umgehen wir in der Blitzhypnose. Ist der innere Kritiker überlistet, ist man drin ;)


Lady Sas: Du siehst Schnittmengen zwischen Tantra und BDSM. Kannst Du dieses Zusammenspiel etwas näher erläutern?
Domina Helen Bates:
Oh ja, die Lingam- und Prostatamassage sind solche Geschenke für eine intensive BDsM Session. Ich bin im Laufe der letzten Jahre immer mehr dazu hingegangen, auch Massage Elemente in längere Sessionen mit einzubauen. Die Fesselmassage ist zum Beispiel eine gelungene Mischung aus Tantramassage, Sinnesentzug und BDsM Elementen. Das kommt bei meinen Klienten sehr gut an, da diese sehr ruhig und entspannt ablaufen. Welche der jeweiligen Elemente dominiert, kann man vorher gemeinsam besprechen, die meisten vertrauen mir aber und sagen "mach mal".


Helen Bates über Hypnose und Tantra


Lady Sas: Woher kommt Dein Interesse für Hypnose und Tantra?
Domina Helen Bates:
Zum ersten Mal in Berührung mit Hypnose im Bereich BDsM bin ich in den 90er Jahren durch Ferry Masters gekommen. Seine Frau hat damals Workshops in dem Bereich gegeben, wo auch ich dran teilgenommen habe. Damals war die Szene aber noch nicht bereit dafür. Als ich meinen Heilpraktiker gemacht habe, kam ich wieder mit dem Thema Hypnose in Berührung – jedoch mit anderen Themen. Letztendlich hat mir die Ausbildung dahingehend aber auch noch neue Aspekte für den bizarren Bereich gebracht. Da ich selbst Tantramassagen an meinem Körper liebe, musste ich die natürlich auch erlernen ;) So etwas Schönes muss man doch weiter geben :-) Ich bin ausgebildete Tantramasseurin seit 2003.


Lady Sas: Du hast viel Erfahrung im bizarren Bereich. Welche Entwicklungen und Veränderungen der letzten Jahre fallen Dir auf?
Domina Helen Bates:
Immer weniger klassische Hanwerksarbeit – immer mehr Elektronik in Richtung Cyber Sex. Mir persönlich ist das alles zu technisch, finde es aber immer spannend, wenn mir Gäste von ihren Erlebnissen erzählen.

Sind Profi-Dominas zu konservativ?


Lady Sas: Wenn ich mir deine Fähigkeiten mit Hypnose und Tantra ansehe, frage ich mich, warum nicht mehr experimentiert wird. Sind Profi-Dominas überwiegend zu konservativ?
Domina Helen Bates:
Ich glaube, da sind bei den meisten Dominas nur andere Interessensgebiete. Wie ich schon sagte, wenn ich mir die ganzen High Tech Geräte heutzutage anschaue :-)


Lady Sas: Was inspiriert Dich und wie kommst Du auf neue Ideen für Sessions?
Domina Helen Bates:
In der Meditation - durch meine geschätzten Gäste.


Lady Sas: Erzähle uns ein bisschen über die private Helen Bates. Was machst Du in Deiner Freizeit?
Domina Helen Bates:
Ich habe 3 Hunde, die mich auf Trab halten, und treibe gerne Sport.


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Domina Helen Bates:
Reisen. Ich möchte wieder vermehrt reisen und mehr Sonne im Jahr zur Verfügung haben ;)



Lady Sas: Danke für Deine Zeit.


Hier geht es zur Website von Helen Bates (Update Oktober 2018: Seite nicht mehr erreichbar.) Peitsche.de Profil
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