Mittwoch, 28. Juni 2017

Keuschheitsgürtel: Was du noch nicht darüber wusstest

CB 6000 Keuschheitsgürtel
Seit längerer Zeit beschäftige ich mich eingehend mit dem Thema Keuschhaltung durch Keuschheitsgürtel. Gerne verweise ich in diesem Zusammenhang auf die die Dokumentation in meinem Sklavenstall. Bei der Recherche zum Thema bin ich auf einige interessante Dinge gestoßen, die ich gerne mit Dir teilen möchte. 

Interessantes über Keuschheitsgürtel

Das Wort „keusch“ kommt vom lateinischen Wort „conscius“, was soviel wie „bewusst“ bedeutet. Interessanter Weise hatte der Begriff der Keuschheit früher eine etwas andere Bedeutung als heute. Im Mittelhochdeutschen (1050 bis 1350, also im Mittelalter) bedeutete es noch „sittsam“ oder eben „bewusst“. Damit war gemeint, sich bewusst schamhaft zu verhalten und nicht gegen die Regeln der Sittlichkeit zu verstoßen. Erst später, im Neuhochdeutschen (ab 1650), wurde der Begriff enger gefasst als „sexuelle Enthaltsamkeit“.

Die Idee des Keuschheitsgürtels ist, den Zugriff auf die primären Geschlechtsorgane des Trägers unmöglich zu machen. Ich selbst dachte immer, dieses Konzept stamme aus dem Mittelalter. Und Ritter hätten auf diese Weise  sicherstellen wollen, dass ihre Frauen zuhause nicht fremdgehen, wenn sie zum Beispiel weit weg auf einem Kreuzzug sind. Eine typische Konstruktion war demnach ein Stahlgürtel um die Taille, an dem ein Stahlband befestigt ist, das sich um den Schritt legt, gesichert mit einem Schloss und mit Öffnungen an Scheide und Anus, damit man zumindest auf die Toilette gehen kann.


Keuschheitsgürtel: Sexspielzeug des Mittelalters?

Doch an dieser populären Sichtweise gibt es ernste Zweifel. Experten sagen, dass die Keuschheitsgürtel-Materialien des Mittelalters die Haut wund gescheuert und zu Infektionen geführt haben dürften. Das habe sich schnell zu einer ernsthaften Gesundheitsgefährdung führen können. Es gibt auch keinen stichhaltigen Beweis dafür, dass der Mythos vom Burgfräulein im KG wirklich auf Fakten basiert. Vielmehr wird vermutet, dass dieses Mythos erst in der Barockzeit (1575 bis 1770) ins Leben gerufen wurde, um das Mittelalter als besonders düster darzustellen. Ein Schauermärchen sozusagen. Um 1400 wird zwar im italienischen Padua ein Keuschheitsgürtel erwähnt, doch geht man heute eher davon aus, dass es sich dabei eher um ein Sexspielzeug handelt. 

Die Schlüsselherrin gebietet über den Keuschheitsgürtel.

Keuschheitsgürtel: Legenden und Mythen

Weil niemand etwas Genaues weiß, haben sich auch Legenden gebildet, die sich um die Entstehung des Keuschheitsgürtels ranken. So besagt eine Geschichte, die Dogen Venedigs hätte den KG erfunden, um damit  Prostituierte zu zwingen, ihre fälligen Steuern zu bezahlen. Eine andere Geschichte erzählt ein österreichischer Antiquitätensammler: 1889 habe er auf einem Friedhof einen Leder-Eisen-Keuschheitsgürtel am Skelett einer Frau gefunden. Und so weiter. Geschichten gibt es viele, Beweise leider nicht. Selbst die Ausstellungsstücke, die man aus Museen kennt, stammen bei näherer Betrachtung nicht aus dem Mittelalter, sondern aus dem 19. Jahrhundert. In dieser Zeit war der Keuschheitsgürtel vor allem in England bekannt. Englische Dienstmädchen legten den KG freiwillig an, um sich vor Vergewaltigungen zu schützen. Auch bei Jugendlichen setzten die Engländer KGs ein, um Masturbation zu verhindern. Das wurde damals nämlich als krankhaft angesehen und galt als Sünde. 


Heute sind Keuschheitsgürtel ein SM-Spielzeug


Seitdem hat sich einiges verändert. Keuschheitsgürtel werden nun vor allem im BDSM-Bereich geschätzt. Es gibt sie in zahlreichen Farben und Formen. Und wenn man einige Punkte beachtet, sind sie hygienisch und ein lustvolles Accessoire bzw. Spielzeug. 

Wie sind Deine Erfahrungen damit? Wie lange trägst Du Deinen Keuschheitsgürtel schon? Hast Du eine Schlüsselherrin, die Dich kontrolliert? Was sind Deine Gedanken zum Thema? Oder bist Du selbst eine Schlüsselherrin, die ihren Sklaven verschlossen im KG hält? Was fasziniert Dich daran? Hinterlasse gerne einen Kommentar.



1 Kommentar:

  1. Sehr verehrte Lady Sas,

    es ist ein Genuss nur einmal im Quartal von der Herzensdame zum Höhepunkt gebracht zu werden! Man(n) wird wesentlich folgsamer, aufmerksamer und dankbarer - ein schönes und geiles Spiel!

    Kompliment für Ihren Blog - wirklich toll!

    Grüße von Lola

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