Samstag, 30. Dezember 2017

Mein Femdom-Jahresrückblick 2017

Femdom Art von Vilhelmina Van Dark
Zur Jahreswende schauen wir traditionell zurück auf das ausklingende Jahr. Ich möchte diese Tradition – wie schon in den letzten Jahren – gerne weiterführen. Zunächst einmal freue ich mich darüber, dass ich noch immer so viel Freude am bloggen habe. Ich führe den Femdom- und BDSM-Blog nun schon seit 2013, aber die Luft ist mir noch lange nicht ausgegangen ;-) Ich finde, 2017 war ein super Jahr!


Femdom Blog 2017: 59 Blogposts


59 Beiträge habe ich 2017 gepostet. Das ist fast so viel wie 2016, da waren es 62. Auch bei den Interviews habe ich das Niveau von 2016 (24 Interviews) halten können, dieses Jahr sind es 22 Interviews gewesen. Ich denke, es war eine gute Entscheidung, die Interviews auch für Subs und private Femdoms zu öffnen, so sind neue, spannende Perspektiven und Gedanken dazugekommen. Ich bin immer offen für Vorschläge was Interviews betrifft. Sende mir einfach eine Mail an: madamesaskia@web.de


Was mich 2017 bewegt hat


Einen großen thematischen Einschnitt markiert 2017 das neue Prostitutionsschutzgesetz, das einige Profidominas dazu bewegt hat, sich aus dem professionallen BDSM-Bereich zu verabschieden. Ein echter Hammer. Ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird.

Für mich persönlich spannend und bereichernd war 2017 vor allem die Freundschaft mit Lady V aus Frankfurt, mit der Toytoy und ich im September auch im gemeinsamen Urlaub waren. Wie man sich denken kann, war dieser Urlaub geprägt von interessanten Erziehungsspielen. 

Schön und bereichernd war auch der Kontakt zu Sklave R und Sklave Swissdog. Toll war der Verleih von Toytoy als Putzsklave. Zum Beispiel an Lady R. und Herrn J aus Offenbach. Das hat richtig Spaß gemacht und war ein echtes Highlight.

In der Cosmopolitan kam ich als Pegging-Expertin zu Wort, das war grundsätzlich toll, hatte aber einen Schönheitsfehler, denn mir wurden "Kunden" angedichtet, die ich ja als private Femdom gar nicht habe, nie hatte und nie haben werde. Das hatte ich im Vorfeld auch schriftlich betont. Nun ja. Deutscher Journalismus 2017. Eine Anfrage von RTL habe ich prompt abgelehnt. 

Einige Interviews habe ich ins Englische übersetzt, weil ich es gut finde, wenn man über den deutschen Tellerrand blickt. Das möchte ich auch 2018 vorantreiben, aber es ist leider etwas aufwändig. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Übersetzer, ich bin immer offen für neue Helfer :)


Femdom Art von Vilhelmina Van Dark



Wie Toytoys Keuschhaltung 2017 lief


Was die Keuschhaltung von Toytoy angeht, hat sich 2017 auch einiges getan. So trägt er statt CB 6000 nun den Steelheart 2. Ich führe weiter fleißig Buch (Mein Sklavenstall). Wenn ich richtig zusammengezählt habe, durfte Toytoy 2017 43 Mal kommen.


  • Normaler Orgasmus: 25 Mal. 
  • Ruinierter Orgasmus: 12, davon 7 Mal eingeschlossen im KG. 
  • Aus Unbeherrschtheit bei Tease und Denial gekommen: 5 Mal. 
  • Prostatadrainage-Orgasmus: 1 Mal. 


Zum Vergleich: 2016 durfte er 50 Mal kommen, eine runde Zahl, aber das war Zufall. Mir geht es nicht um höher, schneller, weiter bzw. weniger, seltener und fieser, sondern es ergibt sich aus dem Spiel heraus und ist absolut von meiner Laune abhängig. Ich sage nicht am Anfang des Jahres: Okay, dieses Jahr darf der Sub 40 Mal kommen. Nein, es ist wichtig, dass ich hier unberechenbar bleibe, sonst habe ich ja keinen Spaß daran ;-) Die Idee mit dem ruinierten Orgasmus im KG hat mich 2017 sehr fasziniert...


Neue Bücher von 2017 

Neue Bücher 2017

Meine neuen Bücher aus 2017 greifen überwiegend das Thema Keuschhaltung und Cuckolding auf. Etwa im Buch "Cockold Geschichten – bittersüße Demütigungen von Lady Sas", im Buch "69 Cuckold Spielideen" oder im Titel "Cuckold-Lifestyle: Von 0 auf Bull" bzw. in meinem Lieblingstitel 2017 "Keuschheitsgürtel-Training". Spannend war es 2017, mal etwas ganz anderes zu schreiben, nämlich einen komplett ausgedachten Bizarr-Krimi: "Mord im Dominastudio". Über persönliche Erlebnisse habe ich 2017 nicht geschrieben. Warum, steht weiter unten.

Wie die Leserbeteiligung war


Großartig finde ich, dass der Femdom Blog 2017 zum ersten Mal die Clickzahl von 1 Million überschritten hat. Das ist schön, denn wer etwas veröffentlicht möchte natürlich gerne gelesen werden. An dieser Stelle also herzlichen Dank an alle treuen Leserinnen und Leser und an alle, die mitmachen und sich einbringen. 

Bei den Buchbewertungen ist allerdings noch Luft nach oben und ich würde mich über etwas regeres Feedback zu den Büchern freuen. Ja, ich hätte auch viel, viel mehr über meine privaten Erfahrungen schreiben können, etwa über den Urlaub mit Lady V und Toytoy, aber die fehlenden Rückmeldungen haben mich davon abgehalten, das muss man klar so sagen. Dabei ist es nicht schwer, ein paar Zeilen auf Amazon zu hinterlassen, das dauert eine Minute. 


Danke!


Ich bedanke mich für Dein Interesse, liebe Leserin und lieber Leser, und lade Dich ein, auch 2018 wieder mit dabei zu sein. Ich bin immer offen für Ideen, die uns helfen, diesen Blog interessant und abwechslungsreich zu halten. Wollen wir also hoffen, dass 2018 noch besser wird als 2017!

Herzliche Grüße und guten Rutsch!
Lady Sas

Samstag, 23. Dezember 2017

Frohe Weihnachten an alle Leserinnen und Leser

Liebe Leserinnen und Leser meines Femdom Blogs,

ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest und entspannte Tage.
Lasst es Euch gutgehen. Und Ihr wisst ja: Die wirklich wichtigen Dinge, die man sich an Weihnachten schenkt, sind nicht etwa Parfums, Elektrogeräte oder Schmuck, sondern Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe. 

Ich werde versuchen, zwischen den Jahren wie gewohnt einen kleinen Jahresrückblick zu erstellen und auch etwas voraus ins nächste Jahr zu schauen.

Weihnachtliche Grüße,
Lady Sas


Sonntag, 17. Dezember 2017

10 Geschenke über die sich jede Herrin freut

Weihnachten naht, aber du hast noch keine Idee, was du deiner Herrin schenken könntest? Ja, alle Jahre wieder das gleiche Problem. Hier einige Anregungen. Meine Top-Ten-Geschenktipps, über die sich jede Herrin freut.


10 Geschenkideen für deine Femdom


1. Ein liebevoll gestaltetes Fotoalbum mit einem persönlichen Rückblick auf 2017.

2. Ein besonders schönes Geschenk ist deine Keuschheit. Kaufe dir einen KG, eine Keuschheitsschelle, lege sie an und überreiche der Herrin die Schlüssel zu deinem kleinen Gefängnis. 

3. Ein Gutschein für eine schöne Massage oder einen Wellness-Tag.

4. Ein hübsches Kästchen mit persönlichen Sub-Gutscheinen (zum Beispiel Fußmassage, Kochen und Shoppen)

5. Ein hochwertiges, edles Pflegeset, zum Beispiel mit Duschschaum, Körpercreme, Körperpeeling und Körperspray.

6. Selbst gebackene Plätzchen in Form von SM-Toys.

7. Ein Blumenabo für die nächsten 3 Monate, das der Herrin jede Woche frische Blumen beschert.

8. Niemand weiß besser, was die Herrin sich wünscht als die Herrin selbst. Schenke ihr daher einfach einen Gutschein für ihren Lieblings-SM-Shop. Das hat auch den Vorteil, dass du auch etwas von den Geschenken hast...

9. Schenke der Herrin einen noch fitteren Sklaven und melde dich zum Sport an. Du weißt ja: Ein attraktiver Sklavenkörper erfreut das Auge jeder Femdom.

10. Was gibt es Wichtigeres in einer SM-Beziehung als frische Ideen? Damit 2018 noch intensiver und lustvoller wird als 2017 kannst du deiner Herrin mein Buch "111 SM-Spielideen, Herrin – Sklave", Band 1 und Band 2 zu Füßen legen.

Nun, was auch immer du ihr schenkst: Es sollte von Herzen kommen und ihr zeigen, dass du dir Gedanken gemacht und nicht irgendetwas gekauft hast. Deshalb ist eine Weihnachtskarte mit einigen persönlichen, individuellen Worten ein absolutes Muss. 

Ich wünsche dir eine frohe Weihnachtszeit und ein glückliches Händchen bei der Geschenkewahl.


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Prostitutionsschutzgesetz: Warum es viele schlecht finden

Seit dem 1. Juli 2017 ist das neue Prostitutionsschutzgesetz in Kraft. Das Bundesfamilienministerium will damit die sexuelle Selbstbestimmung von Sex-Arbeiterinnen stärken und sie vor Zwangsprostitution und Ausbeutung schützen. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen offenbar weit auseinander. Der Verein Doña Carmen, der sich für die Rechte von Prostituierten einsetzt, hat eine Verfassungsbeschwerde gegen das neue Prostitutionsschutzgesetz eingereicht. Denn, so kritisiert Doña Carmen, Sex-Arbeiterinnen würden dadurch „einem System entwürdigender Kontrollen unterworfen“ und ihrer „Grundrechte beraubt“.

Professionelle Dominas haben zwar überwiegend keinen Verkehr mit ihren Kunden (von manchen Bizarr-Ladies abgesehen), aber auch sie bekommen die Auswirkungen des neue Prostitutionsschutzgesetzes zu spüren. So berichtete zum Beispiel erst vor Kurzem Herrin Daemona de Lucca auf meinem Blog, dass sie sich aus der Branche wegen dem Gesetz zurückziehen werde: 
"Durch die neue Gesetzesänderung wurde mir immer klarer, dass es für mich keine Zukunft mehr im professionellen SM Bereich geben wird. Ich bin lange mit mir in medias res gegangen. Nach einigen Abwägungen des fürs und widers, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass die Einschneidungen einiger Grundrechte erheblich sind und ich diesen steuerlichen Irrsinn nicht mitfinanzieren möchte. Insofern kann ich weder moralisch noch politisch dahinterstehen und würde mich somit verkaufen."

Daemona de Lucca ist nicht die einzige. Auch andere Damen ziehen sich zurück. Zum Beispiel Domina Lady Justizia und Domina Natalia Bizarrelle, die im Berliner Studio Avalon tätig war. Auch Johanna aus Berlin, die als Bizarr-Escort (jO) auf der passiven Seite unterwegs war, hat sich im Juli verabschiedet. Ich habe ihr einige Fragen zum neuen Prostitutionsschutzgesetz und zu ihrer Entscheidung aufzuhören gestellt. 




   

Was bedeutet das neue Prostitutionsschutzgesetz?


Lady Sas: Liebe Johanna, was hätte das neue Prostitutionsschutzgesetz für Dich konkret bedeutet, wenn Du weitergemacht hättest?
Johanna: Das Gesetz hätte für mich bedeutet, dass ich mir bei den Berliner Behörden eine sogenannte "Anmeldebescheinigung" holen muss. Auf gut Deutsch: einen Hurenpass, in dem jede Menge sensible Daten stehen: Vor- und Nachname, Geburtsdatum und Geburtsort, Staatsangehörigkeit, die gültige Meldeanschrift, die angemeldeten Tätigkeitsorte, wo man als Hure arbeitet, den Gültigkeitszeitraum des Ausweises und die ausstellende Behörde. Außerdem wird ein Foto der Inhaberin abgebildet. Diesen Hurenpass hätte ich bei meiner Tätigkeit immer mit dabeihaben und bei Kontrollen vorzeigen müssen. Außerdem hätte ich regelmäßig Beratungsgespräche vereinbaren müssen. Was mit meinen Daten passiert wäre, wie sie gespeichert worden wären und wer Zugang dazu gehabt hätte, das weiß ich nicht. 

Johanna, als sie noch aktiv war
Lady Sas: Was passiert, wenn man von der Polizei ohne so eine Bescheinigung erwischt wird?
Johanna: Dann droht ein Bußgeld. Und das muss dann zusätzlich erwirtschaftet werden.

Lady Sas: Der Ausländeranteil im Gewerbe ist hoch. Was machen Ausländerinnen, die nicht in Deutschland gemeldet sind? Wie kommen die an so eine "Anmeldebescheinigung"?
Johanna: Tja, gute Frage. In der Praxis wird es wohl leider oft so sein, dass die Frauen, die keine Meldeadresse haben, sich keine Bescheinigung holen und aus Angst vor Kontrollen in Nebenstraßen ausweichen und illegal arbeiten. Das Gesetz bewirkt also genau das Gegenteil von dem, was es bewirken sollte. Frauen werden nicht geschützt, sondern in die Illegalität gedrängt. Wenn man das mal einen Schritt weiterdenkt, wird eine illegal arbeitende Frau bei Überfällen und Misshandlungen wohl kaum zur Polizei gehen, denn sie kann sich ja nicht ausweisen und würde noch mehr Probleme bekommen. 

Prostitutionsschutzgesetz: Wer hat's gemacht?


Lady Sas: Wem machst Du konkret einen Vorwurf?
Johanna: Mit Vorwürfen verbessert man nichts, aber festzuhalten ist, dass das neue Prostitutionsschutzgesetz von der ehemaligen Frauen- und Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) auf den Weg gebracht worden ist. Die große Koalition aus CDU/CSU und SPD hat es im Oktober 2016 im Bundestag verabschiedet.

Lady Sas: Gibt es auch etwas Gutes an dem neuen Prostitutionsschutzgesetz?
Johanna: Das Gesetz ist vielleicht gut gemeint, aber es ist leider schlecht gemacht. Es geht vollkommen an der Realität vorbei. Positiv daran ist die Kondompflicht. Ein Freier, der auf ungeschützten Sex besteht, muss jetzt mit einem Bußgeld rechnen. So etwas gab es in Bayern bereits, das finde ich sinnvoll. Außerdem sollen Bordellbetreiber noch intensiver überprüft werden. Sie müssen ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und dürfen in den letzten Jahren nicht verurteilt worden sein, wenn sie eine Erlaubnis für ihr Etablissement erhalten wollen. Das klingt für mich ebenfalls sinnvoll.


Johanna
Lady Sas: Welcher Weg wäre den besser gewesen?
Johanna: Man hätte bei den Sexarbeiterinnen nicht auf Zwang und Kontrollen setzen sollen, sondern auf freiwillige Beratungsangebote.

Lady Sas: Durch die Pflichtberatungen sollen Sexarbeiterinnen vor Zwangsprostitution und Menschenhandel sowie ausbeuterischen und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen geschützt werden, so die Idee. Glaubst Du, dass das funktioniert?
Johanna: Leider glaube ich das nicht. Man braucht Vertrauen, um über Zwang und schlechte Arbeitsbedingungen sprechen zu können. Ich bezweifle, dass sich Frauen für solche Fragen öffnen, wenn sie bei der Behörde sitzen, Angst haben, sich als Huren outen müssen, ihre Anonymität preisgeben müssen und eigentlich nur noch an eines denken: schnell weg hier. Nein, ich glaube, die illegale Prostitution wird durch das Gesetz leider wachsen. 

Sind die Kommunen vorbereitet?


Lady Sas: Das Gesetz konkret umsetzen sollen die Kommunen. Aber sind die überhaupt vorbereitet? Wie ist Dein Eindruck?
Johanna: Ich kann das nur für Berlin beantworten. Zurzeit ist es nach meinem Wissensstand so, dass Berlin den Sexarbeiterinnen noch keine Anmeldebescheinigungen ausstellen kann. Deshalb braucht man im Moment eine Bescheinigung darüber, dass man sich anmelden wollte, es aber nicht ging. 

Für uns Steuerzahler ist das Ganze ziemlich ärgerlich. Schließlich bedeutet das Gesetz auch, dass Personal eingestellt werden muss, um die neuen Aufgaben zu bewältigen. Von den Dolmetschern für die vielen ausländischen Sexarbeiter ganz zu schweigen. Bürokratie und Kosten nehmen also weiter zu und der Verwaltungsapparat wird weiter aufgebläht. Klingt für mich nicht gerade nach einer Erfolgsgeschichte.
Johannas Buchreihen 


Lady Sas: Wie geht es bei Dir jetzt weiter?
Johanna: Als das neue Prostitutionsschutzgesetz in Kraft getreten ist, bin ich  ausgestiegen. Jetzt konzentriere ich mich auf meinen regulären Bürojob. Angenehmer Nebeneffekt: Ich habe jetzt mehr Zeit für meine Hobbys wie zum Beispiel Bücher schreiben. Außerdem möchte ich meinen Blog voranbringen. Langweilig wird mir also nicht werden.

Lady Sas: Vielen Dank für diese Einblicke.

Hier geht es zum Blog von Johanna, hier zu ihrem Twitter-Account.
Das letzte Interview mit Johanna gibt es hier. 
Weitere Interviews findest Du hier.
Mehr über Lady Sas gibt es hier.

Wie sind Deine Erfahrungen mit dem neuen Prostitutionsschutzgesetz? Hinterlasse einen Kommentar.

Montag, 4. Dezember 2017

Sklaventraining, das sich lohnt

Was ist das Schönste für eine Autorin? Das Schönste ist, wenn man positives Feedback bekommt. Meine Bücher Sklaventraining 1 und 2 habe ich geschrieben, um Subs zu helfen, eine private Femdom zu finden. Mir war aufgefallen, dass bei den Anschreiben und Bewerbungen an mich selbst immer wieder die gleichen Denkfehler vorkommen. Also habe ich die beiden Bücher geschrieben. Gestern habe ich von einem Leser eine E-Mail bekommen, die besonders erfreulich ist, weil die Erfolgsquote hier bemerkenswert hoch ist.

Sklaventraining 1 und 2


Denkfehler vermeiden, schlau bewerben

<<Schönen 1. Advent wünsche ich Ihnen Lady Sas,
Habe das 1 Training von Band 1 abgeschlossen, alle Aufgaben erfolgreich erledigt... ich möchte mich nochmals bei Ihnen bedanken Lady Sas... wie es sich gehört kniend mit einem Kuss auf ihre Schuhspitze. Habe auch 4 Doms angeschrieben... dabei nur 1 Absage bekommen. 2 Termine stehen schon Den 3 Termin wahrscheinlich erst kurz vor Heiligabend. Soll ich alle Doms ausprobieren oder was würden Sie mir raten? Zu Ihrem Buch kann ich nur sagen prima u danke.Mit lieben Grüßen>>

Das ist klasse und freut mich sehr! Vier Anschreiben – und schon zwei positive Antworten. Aber Mann muss realistisch bleiben. Der Fall hier ist leider nicht die Regel, sondern eine schöne Ausnahme. Es ist nämlich gar nicht so einfach, als Sub zu überzeugen. Umso schöner, dass es bei diesem Leser so gut geklappt hat. Oder zumindest der erste Schritt gut geklappt hat.

Wie ist es bei Dir gelaufen? Ich freue mich immer über Feedback an madamesaskia@web.de

Hier geht es zu einer Leseprobe des Buchs: Sklaventraining.


Samstag, 2. Dezember 2017

Domina Helen Bates: bizarre Hypnose

Domina Helen Bates
Der Inhalt ist umgezogen: 

Montag, 27. November 2017

Daemona de Lucca: Tabubruch

Daemona de Lucca
Das Interview mit Daemona de Lucca finde ich besonders gelungen, weil man spürt, dass sie sich wirklich viel Zeit für die Antworten genommen hat und dabei auf einem großen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann. Daemona de Lucca, die das Studio Fine Art of Domination in Karlsruhe führt, hat viel zu sagen. So viel, dass sie sogar ein Buch geschrieben hat. Ihr Autobiographie "Tabubruch" erzählt von ihrem Leben und ihren Erlebnissen als Domina. Warum aus dem Erinnerungsbuch nun ein Abschiedsbuch wird, erfährst Du im Interview.


Lady Sas: Liebe Daemona, Du bist schon mit 18 Jahren auf SM-Partys gegangen. Erinnerst Du Dich noch an Deinen allerersten Kontakt mit SM? Wie war das?
Daemona de Lucca: In der Gothic-Szene ist es das normalste der Welt auf eine SM-Party zu gehen. Gothic und SM haben schon immer, für mich zumindest, zusammengehört. Außer dass die Menschen um einen herum etwas leichter bekleidet waren, konnte ich keinen Unterschied zu anderen Schwarzen Veranstaltungen bemerken. Musik, tanzen und Freunde treffen standen bei mir eher im Fokus. Von daher habe ich das Geschehen in den abgetrennten Spielräumen auch gar nicht so zur Kenntnis genommen und keine prägnante Erinnerung aus dieser Zeit.

Interview mit Daemona de Lucca


Daemona de Lucca
Lady Sas: Verbindest Du eine bestimmte Philosophie mit Deinem Namen "Daemona de Lucca"? Soll der Name etwas Bestimmtes zum Ausdruck bringen?
Daemona de Lucca: Meine Wurzel liegen ja in der Gothic-Szene und da schmückte man sich gerne mit „diabolischen“ Namen. Diejenigen die das mit dem Teufel oder dem Bösen assoziierten, sind auf dem Holzweg. Die Schutzgeister (Gargoyles), die an einigen Kirchen und Kathedralen in allen vier Himmelsrichtungen gemeißelt wurden, symbolisieren dämonische Kreaturen um böse Geister abzuwenden und um zu zeigen „Hier sind wir schon, Verschwindet!“. Das passt im übertragenen Sine auch auf den SM. Die strenge, böse Herrin trägt im Endeffekt auch nur Sorge, dass es ihrem Spielpartner gut geht.


Lady Sas: Du hast eine Autobiographie geschrieben. "Tabubruch – Lebensachterbahn einer Domina". Du siehst so jung aus, ist es nicht ein bisschen früh für einen Rückblick?
Daemona de Lucca: Jung ist relativ, lach. Wie ich zum Erschrecken feststellen musste, bin ich schon vierzig. Dank guter Gene sieht man es mir nicht direkt an. Eine Autobiographie zu schreiben muss nicht unbedingt mit dem Alter verbunden sein. Zumindest dann nicht, wenn einem bewusst wird, dass ein prägender Lebensabschnitt zu Ende geht und hier nichts Neues mehr dazukommen kann.

"Tabubruch" – das Buch von Daemona de Lucca 



Das Buch von Daemona de Lucca
Lady Sas: Was ist der Grund dafür, dass Du das Buch geschrieben hast und wie lange hast Du daran gearbeitet?
Daemona de Lucca: Der ursprüngliche Grund, meine Erinnerungen niederzuschreiben, waren einige Aufforderungen im Freundeskreis, die gerne meine Geschichten hörten oder in Facebook lasen. Geschrieben habe ich ca. zwei Jahre lang. Es hat einiges an Zeit in Anspruch genommen, sich in der richtigen Reihenfolge zu erinnern und mit Menschen zu sprechen, die in den jeweiligen Zeitepochen, mir bei einigen Erinnerungslücken auf die Sprünge halfen. Ich wollte alles so originalgetreu wie möglich wiedergeben. Durch die neue Gesetzesänderung wurde mir immer klarer, dass es für mich keine Zukunft mehr im professionellen SM Bereich geben wird. Ich bin lange mit mir in medias res gegangen. Nach einigen Abwägungen des fürs und widers, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass die Einschneidungen einiger Grundrechte erheblich sind und ich diesen steuerlichen Irrsinn nicht mitfinanzieren möchte. Insofern kann ich weder moralisch noch politisch dahinterstehen und würde mich somit verkaufen.

So wurde aus einem Erinnerungsbuch ein Abschiedsbuch. Gegen Ende habe ich eher für mich geschrieben, um auch für mich selbst zu reflektieren, was ich die letzten 14 Jahre alles erlebt, gemacht und empfunden habe. Die Zeit ist so schnell verflossen.


Lady Sas: Bei einer Achterbahnfahrt geht es in schneller Folge auf und ab. Inwiefern trifft das auf Dein bisheriges Leben zu?
Daemona de Lucca: Jeder sitz ja in seiner persönlichen Achterbahn und die Geschwindigkeit des Hochs und Runters ist sehr individuell. An das Auf gewöhnt man sich sehr schnell, von daher finde ich die Abwärtsrichtung interessanter und sehe diese eher als Herausforderung schwierige Zeiten zu durchstehen.

Die eigenen Prinzipien nie verloren


Daemona de Lucca
Lady Sas: Was war rückblickend Dein größter Erfolg und Deine größte Niederlage?
Daemona de Lucca: Mein größter persönlicher Erfolg ist, dass ich meinen Humor und die eigenen Prinzipien nie verloren habe und mir immer selbst treu geblieben bin. Meine größte Niederlage wird erst noch passieren. Die Frauen, mit denen ich aktuell im Studio zusammenarbeite, muss ich leider, gezwungen durch die neue Gesetzeslage, in eine ungewisse Zukunft schicken. Ich habe lange gegen den Bürokratismus gekämpft, aber im Endeffekt haben die unbiegsamen Paragraphen, die auf keine persönlichen Schicksale rücksichtnehmen, gewonnen.


Lady Sas: Wenn es Dir als Domina doch nicht so viel Spaß gemacht hätte – was wäre Plan B gewesen?
Daemona de Lucca: Dann wäre mir dann etwas anderes Eingefallen. In solchen Fällen vertraue ich immer dem Schicksal und was es für einen bereithält. Jegliche Lebenswendung hat seinen Sinn.


Lady Sas: Wie ist der Titel "Tabubruch" gemeint? Worauf bezieht er sich? Ich nehme an, in Deinen Sessions hältst Du Dich an die Tabus Deiner Gäste.
Daemona de Lucca: Der Titel bezieht sich nicht direkt auf die Tabus der Gäste und ob ich diese einhalte oder nicht. Der Titel ist frei interpretierbar. In einigen Passagen im Buch werden auch Tabubrüche angesprochen und was für psychologischen Auswirkungen ein „Nicht einhalten“ der Tabus bewirken kann. Von der Aktiven, wie von der Passiven Seite hergesehen.
Tabubruch passt aber auch zu den Passagen, in denen um Verdienste gesprochen wird. Über Geld redet man ja bekanntlich nicht. Ich tat es, und nahm vielleicht anderen die Illusionen vom schnellen Geld. Tabubruchs steht aber auch für einige psychische Tiefpunkte die ich erlebte und von missglückten Schönheitsoperationen die ich durchmachte. Eigentlich steht der Titel für viele Themen über die man nicht gerne öffentlich redet.   

Daemona de Lucca über die SM-Übersättigung


Lady Sas: Kann man mit SM überhaupt noch schockieren? Manchmal habe ich den Eindruck, das Thema sei so oft von den Medien beleuchtet worden, dass die Gesellschaft sich langsam satt gesehen hat. Wie ist Dein Eindruck?
Daemona de Lucca: Mit Sicherheit gibt es eine Übersättigung. Früher war SM ein richtiger Trend. Ging jemand nicht auf jede SM-Party am Wochenende wurde derjenige im Büro schon schräg angesehen. Aber wie alle Trends verfliegen diese schnell, aber eine Akzeptanz ist in der Gesellschaft übriggeblieben.
Wenn heutzutage das Thema SM angesprochen wird, lockt man keine Oma mehr in die Schockstarre. Mir kommt es sogar vor, das SM mittlerweile anerkannt wird. Zumindest dann, wenn man offen mit dem Thema umgeht und aufklärt. Der passive Part hat es leider viel schwerer Verständnis zu bekommen als der aktive Part. Das Bild der schlagenden Domina wird in der Gesellschaft immer mit Stärke und Macht verbunden, während der Geschlagene eher bemitleidet wird. Was völliger Quatsch ist. Aber was wäre der Mensch ohne sein Schubladendenken?

Daemona de Lucca

Lady Sas: Ist SM ein großer Abenteuerspielplatz für Erwachsene?
Daemona de Lucca: Auf jeden Fall. Und was für ein großer Abenteuerspielplatz! Je nach Experimentierbereitschaft und Neigung sind die Variationen unendlich. Als SM`ler bieten sich viel tiefere und vielschichtiger Dimensionen an, vor allem auf der Empfindungsebene, als in einer normalen körperlichen Zusammenkunft. Wenn ich das mal so formulieren darf.


Lady Sas: Welche Rolle spielt der Kopf beim SM?
Daemona de Lucca: Im Sadomasochismus ist der Kopf und das dazugehörende Kopfkino entscheidet wie eine Session verläuft. Kann der passive Part nicht abschalten und ist im Geiste blockiert, fühlt sich für ihn jegliche Handlung, die an ihm ausgeübt wird, nur unangenehm schmerzhaft an. Somit ist es zielführend, bei einer Session das rationale Denken weitgehend auszuschalten um auf die reine Gefühlsebene zu gelangen.  

Über ihr SM-Studio "Fine Art of Domination"


Lady Sas: Du führst Dein eigenes Studio, das "Fine Art of Domination" in Karlsruhe. Welche Vor- und Nachteile hat es, ein eigenes Domina-Studio zu haben?
Daemona de Lucca: Ein eigenes Studio zu besitzen erfordert neben dem Verantwortungsbewusstsein auch das geschäftliches Risiko, das jeder Selbständige zu tragen hat. Entgegengestellt dafür, hat man die Vorzüge seine eigenen Regeln aufzustellen und ist nicht an irgendeine Studiohierarchie gebunden. Auch die freie Mitarbeiterauswahl ist ein klarer Vorteil. Ich bin mit der Entscheidung mich selbständig zu machen sehr glücklich und habe es nie bereut.    


Lady Sas: Du veranstaltest jeden ersten Freitag im Monat eine SM und Klinik Party. Warum?
Daemona de Lucca: Die SM-Klinik-Party ist ein kleines Bonus-Geschenk für unsere Gäste. Der Eintritt hält sich im finanziellen Rahmen und die Gäste haben die Gelegenheit neue Frauen aus dem Studio kennenzulernen. Im Gegenzug haben neue Frauen die Chance sich den Gästen bekannt zu machen und können zuzüglich mit einem festen Verdienst rechnen. Frauen die noch keine SM-Techniken beherrschen, bietet sich auf der Party die Gelegenheit erfahrenen Damen beim Spielen zuzuschauen, viele verschiedene Techniken kennenzulernen und diese sich anzueignen.
Daemona de Lucca






Höhere Ansprüche der Gäste


Lady Sas: Wie hat sich die Arbeit im Studio in den letzten Jahren verändert?
Daemona de Lucca: Die Ansprüche der Gäste sind wesentlich höher geworden. Der Gast erwartet neben einer perfekten hochmodernen Studioausstattung auch absolute Flexibilität in der Terminvereinbarung. Außerdem habe ich das Gefühl das es immer mehr Konsumenten gibt, denen die Spielpartnerin und ihre Vorlieben und Tabus egal ist. Der reine Konsument sieht seine Neigung und das Geld, das er ausgibt, als oberste Wichtigkeit an und bewertet seine Spielpartnerin mit Schulnoten. Was für mich ein Ding der absoluten Respektlosigkeit darstellt.    


Lady Sas: Was inspiriert Dich und wie kommst Du auf neue Ideen für Sessions?
Daemona de Lucca: Es gibt die verschiedensten Inspirationsmöglichkeiten. Manchmal sind es die Ideen der Gäste die einen beflügeln können, manchmal die Zusammenarbeit mit einer anderen Domina. Auch einige Szenen aus Filmen können sehr inspirierend sein.


Daemona de Lucca über die Zukunft


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Daemona de Lucca: Zukünftig werde ich mich aus der professionellen SM-Szene zurückziehen, ihr aber nicht den Rücken kehren. Meine Studioräume möchte ich privaten Pärchen zur Miete anbieten und auch private SM-Partys veranstalten. Auch mein Wissen über SM-Techniken möchte ich gewerblichen sowie privaten Damen und Herren in Form eines individuellen Coachings anbieten. Zusätzlich bin ich ausgebildete Hypnotiseurin und möchte diese Technik in Form von Stress-Präventionen, Phantasiereisen und Ressourcen-Training als Coaching anbieten. In Sessions habe ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht und bin begeistert welche Ergebnisse mit Hypnose zu erzielen sind. Im nächsten Jahr baue ich meine eigene Praxis auf und werde mit den Schwerpunkten Sexualtherapie, Depression, Ängste und Rückenleiden dort tätig sein.


Lady Sas: Vielen Dank für diese spannenden und interessanten Einblicke.


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