Montag, 12. Dezember 2016

Als Putzsklave an ein Paar verliehen

Die Geschichte beginnt am 25. November mit einem Inserat im Joyclub.
Überschrift: Biete Putzsklaven für Paar, Raum FFM + 50 km".

"Hallo, in der Gegenwart von Frauen ist meinem Sub seine Rolle nicht peinlich, aber die Anwesenheit von Männern ist ihm noch immer unangenehm. Das schränkt mich in meinen Unternehmungen immer etwas ein. Daher würde ich ihn gern am Samstag, 10.12., einem Paar als Putzsklaven zur Verfügung stellen, damit er sich daran gewöhnt, dass auch mal ein Mann ihn so erlebt. 

Raum Frankfurt/Main plus 50 km. Ich bringe ihn hin und hole ihn wieder ab. Länger als 45 Min möchte ich mit dem Auto nicht unterwegs sein. Gern auch in Frankfurt/Main selbst :) Wie lange er putzt, besprechen wir, bin offen für Vorschläge.
Der Sub ist 38 Jahre, 1.75 m, 71 kg und im Haushalt erfahren. Er trägt einen CB6000.
Es geht NICHT um eine Session, der Sklave soll nicht erzogen werden, sondern nur putzen. Ihr müsst auch nicht in Fetischklamotten herumlaufen, gar nicht nötig. Alter und Aussehen spielen keine Rolle, Niveau setze ich voraus. Die Dame muss keine Femdom sein, aber sollte klare Ansagen machen können. Der Herr des Hauses sollte zumindest zeitweise anwesend sein. Bitte keine Einzelherren oder Einzeldamen, die Paar-Konstellation finde ich am besten.
Spielregeln: Keine Fotos, keine Videos. Der Sklave wird nicht gefesselt. Der Sklave darf auf die Toilette gehen und hat Zugang zu Wasser. Kein finanzielles Interesse. Diskretion wird geboten und erwartet. Fragen? Sendet mir gern eine Nachricht."




Grundsätzlich möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass alles Spiele beim BDSM aus freiem Willen zwischen Erwachsenen erfolgen. Ein vertrauensvolles Verhältnis, das vom gegenseitigen Respekt geprägt ist, ist die Grundlage für eine langfristige Beziehung in diesem Kontext.



Als Putzsklave verliehen

Überraschung: Das Gesuch habe ich aufgegeben.
Es haben sich einige Paare gemeldet und so hatte ich den Luxus, ein Paar auswählen zu können.
Natürlich habe ich mir ein umfassendes Bild von den beiden gemacht, bevor ich fest zugesagt habe. Schließlich trage ich als Herrin die Verantwortung.

Eine gute halbe Stunde Autofahrt, dann waren wir auch schon da, beim trauten Heim von Herrin E. und Sir H. Bei so einem Besuch trage ich natürlich keine Fetischkleidung und Toytoy krabbelt auch nicht nackt an der Leine neben mir her. Ich hatte einen Hosenanzug an, Toytoy kam in Jeans, Hemd und Pullover. Das Paar war mir sofort sympathisch und ich hatte gleich ein gutes Gefühl bei der Sache. Die Dame ist keine reine Femdom, sondern Switcherin, aber das war für mich in Ordnung. Der Herr des Hauses ist dominant.

In zuverlässige Hände abgegeben

Zu viert tranken wir einen Kaffee im Wohnzimmer und sprachen über meine Bücher. Die beiden hatten "Plötzlich Domina, "48 Stunden BDSM" und "Domina Duell" gelesen und kannten sich somit gut bei mir aus. Ich stellte die Frage, ob alle ein gutes Gefühl hätten und einverstanden seien. Alle bejahten die Frage und so wurde Toytoy von Herrin E. ins Bad geführt. 
Zurück kam er gekrabbelt. Ich ließ ihn zwei, drei Gehorrsamkeitsübungen machen, hielt die Vorführung aber bewusst kurz und auch etwas oberflächlich, denn es ging ja nicht um eine Session, sondern ums Putzen. Dann macht ich mich auf den Weg zurück nach Frankfurt. 

Hochgradig nervös

Ich war nervös. Wie würde sich Toytoy anstellen? Würde es Probleme geben? Die beiden hatten einen überzeugenden, verantwortungsbewussten Eindruck auf mich gemacht. Trotzdem konnte ich meine Fragen nicht abschütteln und rief Herrin E. an. Sie berichtete mir, alles sei in bester Ordnung und Toytoy sie außerordentlich brav und fleißig. Das beruhigte mich zwar, aber die Nervosität blieb.

Und? Wie war's?

Abends fuhr ich wieder los, um den Sklaven abzuholen. Erleichtert nahm ich zur Kenntnis, dass alles gut gelaufen sei. Zusammen mit Herrin E. und Sir H. begutachteten wir Toytoys Arbeit. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass der Sklave gut gearbeitet hatte, auch, wenn es das eine oder andere zu beanstanden gab. Aber so ist das eben: Doms sind ja nie so ganz zufrieden... Eine Bestrafung gab es nicht. Schließlich ging es nicht um eine Session. Toytoy durfte sich wieder im Bad frisch machen und anziehen. Wir plauderten noch – und so kam es, dass ich dann doch erst nach einer Stunde mit Toytoy aufbrach. 

Ein tolles Erlebnis, das ich gern mal wiederhole. Ich bin mir sicher, dass es Toytoy als Sub weiter vorangebracht hat. Er hat gesehen, dass es gar nicht schlimm ist, in der Gegenwart eines anderen Manns zu dienen. 

Also, lieben Dank und: Bleibt sauber!

Grüße,
Lady Sas

Kommentare:

  1. Eine grandiose Idee von Ihnen Mylady. Eine raffinierte Vorgehensweise mit dem netten Paar Euren Sub an die Anwesenheit anderer Männer zu gewöhnen. In Gesellschaft mit einem Ihrer Verehrer oder Liebhaber sollte er Ihnen schließlich in seiner Rolle uneingeschränkt und ohne Hemmnisse zur Verfügung stehen. Sie beschreiten da einen erfolgversprechenden Weg an dessen Rand ich bewundernd zu Ihnen aufschaue Mylady

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  2. Hallo Ped,
    ich bedanke mich für Deinen freundlichen Kommentar. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber es ist ein guter Anfang, denke ich ;-)
    Grüße,
    Lady Sas

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  3. Großartige, feinadrige Schilderung, die es mir als 'Zuhörer' leicht macht, eine genaue Vorstellung der Situation, der Protagonisten, von Toytoy und natürlich Ihnen selbst, zu erhalten. Sehr schätze ich, die lebendige Schreibe, die so federleicht Regie im Kopfkino führt. Eine so positive Konstellation ist wünschenswert und macht ein gutes Gefühl für Wiederholungen, sicher. Jene Dame, die mich seinerzeit an den dominanten Part im BDSM herangeführte (femdom), erlebte mit dem Verleih ihres Sklaven, meines Erachtens, ein bemerkenswert gut erzogenes Exemplar, eine fürchterliche Enttäuschung. Mit diesem (glücklicherweise unikativen) Erlebnis im Hinterkopf, bin ich begeistert, von einer Überlassung mit so gutem Ergebnis zu erfahren. Beste gute Grüße

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  4. Danke für den Kommentar, freut mich :)
    Viele Grüße, Lady Sas

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  5. Lady Sas, hat diese Übung eigentlich im Nachgang zu einem verbesserten Verhalten von Toytoy gegenüber anderen Männern, ggfl. dominanten Männern, geführt?

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  6. Hallo Stephan, ja, ich denke schon, dass es etwas gebracht hat. An manches muss Mann sich eben einfach gewöhnen. LG, Lady Sas

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