Freitag, 18. November 2016

Lady Skotia: die blonde Rebbelin

Lady Skotia
Lady Skotia: jung, blond, volle Lippen und eine Figur, die Sklaven auf die Knie zwingt. Die attraktive Herrin ist in Zürich/Winterthur anzutreffen und lebt ihre Passion neben dem Studium aus. Ein Gespräch über Regeln und Normen, BDSM-Psychologie, Anfängerfehler und die private Seite von Lady Skotia.

Lady Skotia im Interview

Lady Sas: Liebe Skotia, erst Mitte 20 und schon als Domina unterwegs. Wie kommt’s? Bitte schildere uns Deine Entwicklung.
Lady Skotia: Nun ja, ich denke zunächst einmal ist es keine Frage des Alters seine Leidenschaft auszuleben. Die einzige, absolute, gar grenzenlose Freiheit verspürte ich schon immer in meiner Sexualität.
Aufgrund meiner Offenheit und Neugierde kam ich auch recht früh zum SM. Als ich dann immer intensiver und tiefer in diese facettenreiche Welt eintauchte wurde mir dies umso klarer. Ich konnte und wollte mich vollkommen mit authentischer Dominanz, Sadismus und weiblicher Herrschaft identifizieren. So begann mein Weg, und nichts ist spannender, als die unterschiedlichsten Menschen kennen zu lernen. Gemeinsam mit ihnen, mein, wie auch ihr dunkelstes Kopfkino zu ergründen und zu realisieren…


Lady Sas: Du bist in Deutschland geboren. Was führt Dich in die Schweiz?
Lady Skotia: Exakt. Die Schweiz hat mich mit ihrer Einzigartigkeit schon immer angezogen und auch so schnell nicht mehr losgelassen. Ich fühle mich hier sehr wohl.


Lady Sas: Du beschreibst Dich als Rebellin. Abgesehen von SM – wie verstößt Du noch gegen Regeln und Normen?
Lady Skotia: Ich würde sagen hauptsächlich mit meiner entsprechenden Haltung in dieser Gesellschaft. Was ist „verwerflicher“, als durch die Straßen zu wandeln als optisch anständige und sittenbewusste Bürgerin, die sich innerlich an ihren Gedanken der Perversion und der Andersartigkeit ergötzt. „Rebellion“ ist für mich eine innere Überzeugung, die man nicht mit jedem teilen muss. Gewisse Regeln müssen wir schließlich alle befolgen, damit eine Gesellschaft bestehen kann. Ohne Zweifel. Die Gedankenfreiheit jedoch, schafft unbegrenzten Platz für bizarre Verstöße… Zudem lebe ich meinen Tag und mein Leben, wie ich es möchte und kann meine Zeit weitgehend nach meiner Lust und Laune gestalten.

Lady Skotia

Lady Sas: Ist es schwieriger geworden, privat zu einem Mann aufblicken zu können, seit Du Sklaven hast, die Dir die Füße küssen?
Lady Skotia: Ich würde nicht sagen, dass es dadurch bedingt schwieriger ist im Privaten zu einem Mann aufzublicken. Ein Mann, der in meinem privaten Umfeld Einzug gewinnt, hat es zwar nicht gerade leichter sich meinen Respekt und diesen Platz zu verschaffen, aber wenn, hat er mich mit Sicherheit beeindruckt oder es geschafft sich mir annähernd gleichzustellen. Dies war aber schon immer so bei mir.

SM & Psychologie

Lady Sas: Auf Deiner Website schreibst Du, dass Du Psychologie studierst und nebenbei modelst. Schon eine Idee, was Du nach dem Studium machst?
Lady Skotia: Genau, im Psychologie-Studium stecke ich noch in den Anfängen. Das Modeln habe ich mit 17 Jahren für mich entdeckt und ist generell „just for fun“. Ich habe absolut eine Vorstellung, was ich nach dem Studium machen möchte. Das bedeutet, ich kann mir vorstellen, der Sklavenwelt erhalten zu bleiben und mir irgendwann eine eigene Praxis für Sexual- und Partnerschaftsberatung aufzubauen. Alles Weitere lasse ich auf mich zukommen.


Lady Sas: Was sagt die Psychologie-Studentin zum Thema BDSM? Warum lieben es Sklaven, sich zu unterwerfen und Dominas, Macht auszuüben?
Lady Skotia: Nun, es gibt da keine allgemeine Deutung in der Psychologie. Dies hängt mit verschiedenen Ausgangslagen und Faktoren zusammen und wäre viel zu umfangreich, um dies hier relativ knapp darzulegen oder angemessen auszuführen. Zudem gibt es zahlreiche, verschiedene Denk- und Forschungsansätze. Ich habe mich psychologisch betrachtet hierzu noch nicht endgültig festlegen können. Daher würde ich die Antwort oder Definition, bezüglich der Beweggründe, jedem selbst überlassen.


Lady Sas: Gibt es in der Psychologie eine Antwort darauf, warum so viele Männer einen Schuh- und Fußfetisch haben?
Lady Skotia: Der Schuhfetischismus ist eine tatsächlich anerkannte „Zwangshandlung“ aus der Psychologie wie auch Sexualforschung und hat als einzige Form des Fetischismus eine eigene Bezeichnung erhalten: den Retifismus. Dieser bezeichnet eine manische Anziehung und Sucht, hervorgerufen durch Schuhe und beschuhte Damenfüße.
Die Entstehung eines Fußfetischismus hingegen kann nicht genau ausgemacht werden, da zu viele Einflüsse eine Rolle spielen. Einige fetischistische Vorlieben scheinen sehr früh im Leben eines Menschen zu entstehen, möglicherweise durch Konditionierung, Liebesentzug oder zu frühe Entwöhnung von den Eltern. Andere entwickeln sich später und können gegeben falls durch eine Psychoanalyse an einem konkreten Ereignis festgemacht werden.


Lady Sas: Wie würdest Du reagieren, wenn Dich plötzlich Deinen Professor als Gast besuchen würde?
Lady Skotia: Ganz einfach. Absolut professionell, d.h. souverän und diskret. Daher fällt mir eine Differenzierung, auch bei „bekanntem“ Menschen, nicht schwer. Auch mein Professor ist mehr als nur „der Professor“. Auch er trägt eine Sexualität in sich, sowie Fantasien, Wünsche und Bedürfnisse. Natürlich würde ich es ihm freistellen, ob er diese Begegnung dann auch wirklich vertiefen möchte oder sich doch lieber anderweitig orientiert. Spannend wäre es mit Sicherheit ihn einmal von einer anderen Seite kennen zu lernen.
Lady Skotia

Weiß Dein Umfeld von Deiner Tätigkeit als Domina?

Lady Sas: Du zeigst auf Deinen Bildern nicht Dein ganzes Gesicht. Weiß Dein Umfeld von Deiner Tätigkeit als Domina?
Lady Skotia: Mein engstes, privates Umfeld weiß von meiner Tätigkeit als Domina. Die Offenheit hier ist für mich persönlich sehr wichtig.
Dagegen ist für mich eine gewisse Anonymität im www unabdingbar.
Schließlich weiß ich nicht, ob ich in der Zukunft, aus welchen Gründen auch immer, noch glücklich darüber wäre, mich der Welt so offen dargelegt zu haben. Ich möchte auch meinem näheren Umfeld gewisse Eventualitäten ersparen. Wir leben zwar im 21. Jahrhundert, das bedeutet aber bekanntlich nicht, dass wir gesellschaftlich auch diesem Thema so offen gegenüber stehen.


Lady Sas: Welchen Anfängerfehler hättest Du gern vermieden?
Lady Skotia: Ich würde sagen, dass ich mich zu Anfang vielleicht etwas zu sehr von meinen gesammelten Eindrücken, Bildern und andere Vorstellungen habe beeinflussen lassen. Dies hat mich wiederum in meiner eigenen, persönlichen und individuellen Entwicklung unterbewusst blockiert und auch teilweise verunsichert. Erst seitdem ich das komplett beiseite geschoben habe, kann ich mich als Herrin und Domina wirklich frei entfalten. Heute sehe ich äußere Einflüsse als Inspiration und Motivation meine Philosophie weiter voranzutreiben und natürlich auch durchzusetzen.


Lady Sas: Du lernst einen gutaussehenden Hollywood-Star kennen, er verliebt sich in dich und als es zum Sex kommt, will er dich als Sklavin auf den Knien haben. Wie reagierst Du?
Lady Skotia: Das ist mir keine befremdliche Vorstellung. Das habe ich, zwar nicht mit einem Hollywood-Star, bereits erlebt und auch umgesetzt. Es fiel mir allerdings nicht unbedingt sehr leicht zu Anfang, aber ich hatte großes Vertrauen in diese Person und konnte mich doch nach und nach dafür öffnen. Mit einer „fremden“ Person (egal ob Hollywood-Star, Sexsymbol schlechthin oder Bekanntschaft) hätte ich mich niemals wirklich darauf eingelassen. Letztendlich bin ich aber schlichtweg zu gern der dominante Part und kann mich hier absolut verwirklichen. Aber ich muss sagen, dass mich diese Erfahrung durchaus weitergebracht hat und ich mich dadurch noch besser in meine Sklaven hineinversetzen kann.

Lady Skotia

Lady Sas: Studium und Peitsche – klingt anstrengend. Wie schaffst Du einen Ausgleich? Hast Du Hobbys?
Lady Skotia: Ja, das kann auch mal anstrengend sein. Aber da ich ein Fernstudium absolviere und in meiner Tätigkeit als Domina gänzlich autark bin, kann ich mir auch dann und wann eine Auszeit nehmen.
Natürlich helfen mir auch meine Hobbys die innere Balance zu verschaffen. Ich liebe Kunst und male leidenschaftlich gern. Auch mein Sport ist mir sehr wichtig. Ich reise sehr gerne und mein täglicher Spaziergang in der Natur ist für mich unabdingbar. Zu guter Letzt ist auch ab und an eine geile Partynacht eine Form der Erdung und des Ausgleichs, auf ihre Art und Weise. Zumindest für mich. Insgesamt ist Abwechslung, Spaß und Passion im Leben und Dasein für mich essentiell.


Lady Sas: Danke für diese interessanten Einblicke.

  • Weitere Informationen über Lady Skotia gibt es hier.
  • Weitere Infos über mich gibt es hier: Lady Sas
  • Klicke hier für weitere interessante Domina-Interviews. 

Kommentare:

  1. LADY SKOTIA eine interessante DOMINA, möchte man mal begegnen.

    AntwortenLöschen
  2. Ist Rebbelin schweizerdeutsch ? ☻ ☻ ☻

    Dafür kriege ich bestimmt Prügel ...

    AntwortenLöschen