Freitag, 3. Juni 2016

Sklavenvertrag zum 5jährigen

Absolute Hingabe muss belohnt werden.
Heute wird es sehr persönlich. Wie viele Leserinnen und Leser wissen, habe ich meinen Sklaven Toytoy seit Februar 2011. Im Februar hatten wir also 5jähriges. Ich habe lange intensiv überlegt, wie ich dieses Jubiläum angemessen würdigen kann. In meinem Buch "48 Stunden BDSM" berichte ich ja zum Beispiel über ein Tattoo zur Kennzeichnung des Sklaven, das im Gespräch war. Am Ende habe ich mich aber für etwas anderes entschieden, was die Verbindung zwischen uns offiziell zum Ausdruck bringen soll. Lange hatte ich keine Idee, was ich machen könnte und die Fragen von Freundinnen waren mir unangenehm, die immer wissen wollten: Na, was machst du denn nun zum 5jährigen? Hast du dir schon etwas einfallen lassen? Nein, hatte ich leider nicht, denn um ehrlich zu sein: Mir fiel einfach nichts Angemessenes ein. Doch nun hatte ich doch die passende Idee. 



Grundsätzlich möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass alles Spiele beim BDSM aus freiem Willen zwischen Erwachsenen erfolgen. Ein vertrauensvolles Verhältnis, das vom gegenseitigen Respekt geprägt ist, ist die Grundlage für eine langfristige Beziehung in diesem Kontext.


Sklavenvertrag

Und so habe ich am letzten Sonntag – also einen Tag nach der kleinen Party mit Lady Cornelitas – das getan, was ich im Februar leider noch nicht geschafft habe. Ganz einfach aus dem Grund, weil mir die Idee dazu gefehlt hat. Ich habe meinem Sklaven Toytoy einen Sklavenvertrag vorgelegt und wir haben ihn beide im Beisein von Lady Cornelitas unterzeichnet. 

Sicher: Mir ist klar, dass solche Sklavenverträge vor einem Gericht keinerlei Gültigkeit haben. Aber darum geht es auch nicht. Es geht darum, die Regeln, die sich über die fünf Jahre herausgebildet haben haben, schriftlich festzuhalten und offiziell zu dokumentieren, dass Toytoy als mein Sklave dient und exklusiv an mich gebunden ist. Ich denke, viel länger als 5 Jahre sollte eine Probezeit wirklich nicht gehen ;-)

Ich kann sagen, dass Toytoy überglücklich war und davon positiv überrascht worden ist. Einen letzten Test hatte er ja erst am Samstag erfolgreich überstanden, als Cornelitas und ich ihn bei der kleinen Party haben links liegen lassen und mit den anderen Sklaven gespielt haben. Er hat das sehr brav ausgehalten und ich bin wirklich außerordentlich stolz, ihn als meinen Sklaven zu haben. Seine absolute Verehrung macht mich immer wieder glücklich. 

Lady Sas

PS: Mehr über Toytoy gibt es unter dem Punkt Mein Sklavenstall. 
Hier dokumentiere ich auch detailliert seine Keuschhaltung.

PPS: Lass mich gern wissen, was Du vom Vertrag hältst. Schreibe einen Kommentar unter diesem Beitrag oder eine E-Mail an mich (madamesaskia@web.de).

Sklavenvertrag

Zweck und Gegenstand des Vertrags.
Der Sklavenvertrag wird am Sonntag, 29. Mai 2016, zwischen Lady Sas und Sklave Toytoy geschlossen. Anwesende Zeugin ist Lady Cornelitas.

Es ist den Vertragsparteien bewusst, dass der Vertrag vor einem Gericht keine Geltung hat. Der Vertrag soll vielmehr die Regeln, die sich seit Februar 2011 im SM-Spiel herausgebildet haben, schriftlich fixieren und beiden Vertragsparteien klar vor Augen führen. Der Vertrag regelt die SM-Spielbeziehung beider Vertragsparteien, die seit Februar 2011 besteht. Es ist ein SM-Spiel-Vertrag unter Erwachsenen, aus freiem Willen heraus geschlossen. Der Kontrakt dient ebenfalls dazu, offiziell zu dokumentieren, dass der Sklave Eigentum der Herrin ist.

Rechte der Herrin
Lady Sas hat das Recht, den Sklaven so zu erziehen, wie sie es für richtig hält. Dabei darf sie sämtliche Praktiken anwenden solange diese nicht gegen die Tabus des Sklaven verstoßen (Tabus: siehe weiter unten). Sie kann den Sklaven so demütigen wie es ihr gefällt. Lady Sas kann absoluten Gehorsam und devotes, respektvolles Verhalten vom Sklaven verlangen. Die Herrin hat das Recht, den Sklaven für Arbeiten aller Art heranzuziehen, zum Beispiel im Haushalt. 

Pflichten der Herrin
Die Herrin hat darauf zu achten, dass der Sklave im Rahmen der Erziehung keine dauerhaften Spuren erhält und muss sicherstellen, dass seine Gesundheit und Anonymität in der Öffentlichkeit zu jeder Zeit sichergestellt ist. Schaden von dritter Seite hat Lady Sas gewissenhaft abzuwehren. Sie ist für die Gesundheit und Schadloshaltung des Sklaven verantwortlich. Die Herrin hat zudem die Verantwortung dafür, den Sklaven vor sich selbst zu schützen, wenn er übereifrig ist und sich zuviel zumutet. 

Rechte des Sklaven
Der Sklave hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Gesundheit. Erziehungsspuren hat er zu erdulden, aber dauerhafte Spuren sind unzulässig und tabu. Der Sklave hat das Recht, Befehle abzulehnen, wenn er dadurch gefährdet werden würde. Auch wenn ein Outing droht, darf er den Befehl verweigern. Er darf sich ebenfalls wehren, wenn seine Tabus verletzt werden sollen. Für Weigerungen dieser Art darf der Sklave nicht bestraft werden. Der Sklave hat jederzeit das Recht, die Herrin zu fragen, ob er auf die Toilette gehen darf. Die Herrin sichert dem Sklaven zu, dass er seinen Beruf und sein öffentliches soziales Leben frei und ungestört ausüben kann.

Pflichten des Sklaven
Der Sklave ist sich jederzeit bewusst, was es für ein Privileg ist, Lady Sas als Sklave dienen zu dürfen. Befehle hat er sofort ohne zu Zögern und ohne Rückfragen devot auszuführen. Der Sklave hat mit aller Leidenschaft dafür zu sorgen, Lady Sas das Leben angenehmer zu gestalten. Bei allen Arbeiten, zum Beispiel im Haushalt, hat der Sklave sein Bestes zu geben. 
Lady Sas ist stets zu Siezen und respektvoll zu behandeln. Dies gilt auch für alle anderen dominanten Personen, denen der Sklave begegnet. Er hat sich nach den Gepflogenheiten einer klassischen Herrin-Sklave-Beziehung zu verhalten. Das schließt zum Beispiel die Sklavengrundstellung ein oder die Begrüßung von dominanten Personen mit Fußkuss. Der Sklave hat sich immer so zu verhalten, dass die Herrin stolz auf ihn ist und man seine langjährige Erziehung durch Lady Sas positiv bemerkt. Der Sklave hat den Kontakt wochentags auf ein absolutes Minimum zu beschränken, damit sich die Herrin ganz auf ihren Beruf und ihr soziales Leben konzentrieren kann.

Besondere Punkte

Exklusivität
Der Sklave bindet sich durch den Vertrag exklusiv an Lady Sas und ist offiziell ihr Sklave und Eigentum. Es ist ihm nicht erlaubt, mit anderen sexuellen oder bizarr-erotischen Kontakt einzugehen. Dies betrifft ganz besonders Profidominas. Es ist dem Sklaven ausdrücklich verboten, andere Frauen anzusprechen, anzuschreiben oder auf andere Weise mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Kontaktanfragen hat er sofort an Lady Sas weiterzuleiten.
Lady Sas dagegen ist ausdrücklich nicht exklusiv an den Sklaven gebunden. Es steht ihr frei, sich mit anderen zu treffen wie es ihr beliebt und mit anderen Beziehungen einzugehen. Sie kann auch nach Belieben andere Personen zu sich einladen und sogar im Beisein des Sklaven mit anderen Subs spielen. Der Sklave hat das ohne Murren oder Eifersucht hinzunehmen. Der Sklave erkennt ausdrücklich an, dass er nur ein Sklave von Lady Sas ist und ihr nur im Rahmen einer SM-Spielbeziehung dient. Er ist kein Partner von Lady Sas. 

Keuschhaltung des Sklaven
Der Sklave räumt Lady Sas die vollständige Kontrolle und Entscheidungsgewalt über sein Sexualleben ein. Ein Recht auf einen Orgasmus hat der Sklave ausdrücklich nicht. Die Herrin hat das Recht, den Sklaven in einem KG keusch zu halten und seinen sexuellen Trieb zu kontrollieren (Schlüsselherrin). Die Herrin hat sicherzustellen, dass sie immer einen Ersatzschlüssel zum KG des Sklaven in ihrer Wohnung hat. Es ist dem Sklaven nicht erlaubt, zu versuchen, sich vom KG zu befreien oder den KG soweit zu entfernen oder zu manipulieren, dass er masturbieren kann. Beide Vertragsparteien stimmen darin überein, dass alleine Lady Sas bestimmt, ob der Sklave zum Höhepunkt kommen darf oder nicht. Der Sklave hat das Recht, die Herrin um einen Orgasmus zu bitten, wenn er den Druck im KG nicht mehr aushält. Er hat das Recht, noch am gleichen Tag eine eindeutige Entscheidung der Herrin zu erhalten. 
Lady Sas hat das Recht, den Schlüssel auch an andere Personen zu verleihen. Dazu muss sie nicht mit dem Sklaven Rücksprache halten. 
Die Herrin hat das Recht, die Keuschhaltung des Sklaven öffentlich in ihrem Blog zu dokumentieren.

Vorführung und Verleih des Sklaven
Lady Sas hat das Recht, den Sklaven anderen vorzuführen und an andere auszuleihen. In diesem Fall ist der Sklave diesen Herrschaften ebenfalls so unterstellt wie Lady Sas. Lady Sas muss den Sklaven nicht um Erlaubnis fragen und die Personen auch vorher nicht mit ihm besprechen. 
Dabei hat Lady Sas sicherzustellen, dass der Sklave nicht in der Öffentlichkeit geoutet wird. Vorführungen ohne Maske vor größeren Gruppen ab acht Personen, z.B. auf Partys, hat sie vorher mit dem Sklaven abzusprechen. Willigt der Sklave nicht ein, hat Lady Sas das zu akzeptieren und darf den Sklaven nicht dafür bestrafen. Lady Sas hat ebenfalls sicherzustellen, dass der Sklave nur an Personen verliehen wird, die mit dieser Verantwortung umgehen können, keine Gefahr für den Sklaven darstellen und seine Tabus kennen und beachten.

Verschwiegenheit
Der Sklave erlaubt der Herrin, in Büchern und auf ihrem Femdom Blog detailliert und ausführlich über seine Erziehung zu berichten. Die Herrin darf nichts schreiben, was den Sklaven outen würde. Die Herrin darf sich auch mit anderen über die Erziehung des Sklaven austauschen und ist hier völlig frei. 
Der Sklave dagegen darf zu keiner Zeit Details über seine Erziehung und seine Erlebnisse bei Lady Sas veröffentlichen oder mit anderen besprechen. Es sei denn, die Herrin erlaubt ihm das. 

Diskretion in der Öffentlichkeit
Bewegen sich die Herrin und der Sklave in der Öffentlichkeit, haben sie jeweils sicherzustellen, dass niemand ihre besondere Beziehung bemerkt. Ausnahmen müssen vorher besprochen werden und sind nur erlaubt, wenn beide Vertragsparteien einwilligen. Willigt der Sklave nicht ein, darf er dafür nicht bestraft werden.

Arbeit im Haushalt
Arbeiten im Haushalt hat der Sklave sorgfältig, schnell und eifrig ausführen. Das Schlafzimmer der Herrin ist tabu und darf nur betreten werden, wenn die Herrin es befiehlt. Der Sklave darf nicht in den Sachen von Lady Sas stöbern, Schubladen öffnen etc. Ein Recht auf eine Gegenleistung hat der Sklave nicht. Der Sklave hat darauf zu achten, dass die Nachbarn ihn nicht bemerken und muss jederzeit diskret sein. Klingelt das Telefon, darf er nicht rangehen. Klingelt es an der Türe, hat er sich zurückzuziehen. 

Körperpflege des Sklaven
Der Sklave hat dafür zu sorgen, seinen Körper stets attraktiv, gepflegt und fit für die Herrin zu halten. Er hat täglich körperliche Übungen zu absolvieren und muss drei Mal wöchentlich für jeweils eine Stunde ins Fitness-Studio gehen. Der Sklave darf einmal wöchentlich massvoll Weißmehlprodukte und Süßigkeiten essen und muss Süßigkeiten ansonsten meiden. Der Sklave geht regelmäßig zum Friseur und hat auf einen gepflegten Körper zu achten. Der Sklave hat im Genital- und Analbereich stets blank rasiert zu sein. Verstößt der Sklave gegen diese Regeln, hat er es sofort der Herrin zu melden.

Kleidung
Der Sklave hat zu Terminen frisch geduscht zu erscheinen. Im Haushalt erledigt er seine Aufgaben nackt und nur mit Halsband und Knieschonern versehen. Die Herrin kann sich kleiden, wie sie es wünscht. Lady Sas sichert dem Sklaven allerdings zu, seine Vorliebe für High-Heels zu berücksichtigen.

Tabus
KV, Klinik, bleibende Spuren, Outing in der Öffentlichkeit, Nadeln, Cutting, hartes Ballbusting und harte Fußtritte, Schlachtungsspiele, Waterboarding

Fotos und Videos
Die Herrin hat das Recht, Videos und Fotos von der Erziehung des Sklaven anzufertigen. Sie hat ebenfalls das Recht anderen diese Aufnahmen zu zeigen, solange das Gesicht des Sklaven nicht zu erkennen ist. Die Herrin muss mit den Videos und Fotos des Sklaven sorgfältig umgehen und muss darauf achten, dass der Sklave dadurch nicht geoutet wird.

Finanzielle Interessen
Beide Vertragsparteien stimmen darin überein, dass es gegenüber dem anderen keinerlei finanzielle Interessen gibt.

Unterzeichnet am 29. Mai 2016
Lady Sas, Sklave Toytoy, Lady Cornelitas (Zeugin)

Kommentare:

  1. Liebe Lady Sas,
    ich bin eine begeisterte Leserin und verfolge Deinen Weg über Deine Bücher schon seit 2014. Es freut mich, dass Ihr beiden nun schon über 5 Jahre zusammen seid, in einer Spielbeziehung meine ich. ich glaube das ist eher die Ausnahme. Den Vertrag finde ich sehr inspirierend, danke fürs teilen.
    Herzlich,
    Lady L. aus Hamburg

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  2. Hallo Lady L.,
    lieben Dank für Deinen Kommentar!
    Den Vertrag habe ich gerne geteilt.
    Vielleicht inspiriert er ja auch noch andere... ;-)
    Es freut mich, dass Dir meine Bücher gefallen.
    Liebe Grüße,
    Lady Sas

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  3. Guten Morgen Sklave Herrin Ich kann nur sagen, dass ich mit Ihnen zu dienen träumen.

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  4. Guten Morgen verehrte Lady Sas,

    Nunja,wenn ich ehrlich sein sollte,ist das ein Sklavenvertrag der wirglich sehr harmlos ist.Mein Sklavenvertrag mit meiner damaligen Herrin und Freundin,war nicht so harmlos.Meine damalige Herrin und Freundin,hatte wesendlich mehr Rechte,die sie auch durchgestzt hatte.Aber für viele ist es ja nur ein Spiel,was zwischen meiner damaligen Herrin und Freundin eine Lebenseinstellung war.Und das ist sehr viel Interessanter.Aber jeder hat den Mut dazu.

    LG Sylvia_TS

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  5. Syliva, mir geht es nicht darum, meinem Sklaven einen möglichst harten Vertrag aufzuzwingen. Mir geht es um klare Regeln. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    Lady Sas

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  6. finde ich sehr gut, ich hätte auch absolut keine Probleme wenn die Herrin mich outet oder bilder mit gesicht anfertigt und benutzt

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