Montag, 8. Februar 2016

Highclass Fetish Escort: Blick hinter die Kulissen




Michelle und Jasmin
"Highclass Fetish Escort – Bei uns werden Ihre geheimsten Träume wahr" verspricht die Website. Was steckt hinter der "Fetish Escort Vermittlungsagentur für Damen und Herren der Extraklasse"? Die Agentur vermittelt sowohl aktive als auch passive Gespielinnen sowie Gays – zu einem selbstbewussten Preis. Ein Gespräch mit Michelle, einem der beiden attraktiven Köpfe hinter der Neugründung.


Lady Sas: Liebe Michelle, Du betreibst den Highclass Fetish Escort, "Ihre Fetisch Escort Vermittlungsagentur für Damen und Herren der Extraklasse". Mich interessiert, welchen Hintergrund Du mitbringst und wie Du auf diese Idee kamst?

Michelle: Hallo Saskia. Danke, dass du uns die Möglichkeit gibst etwas über uns und zu erzählen. Tatsächlich hatten wir uns einiges dabei gedacht, als meine Kollegin Jasmin und ich diese Agentur Anfang 2015 gegründet haben. Wir beide waren davor bereits in diesem Bereich tätig und wussten dadurch sehr genau, was wir dabei beachten müssen und welche Verantwortung und Arbeit auf uns zukommen würde. Jasmin ging es in erster Linie darum ihr breites Wissen, das sie über ein Jahrzehnt gesammelt hatte, weiterzugeben. Ich bin durch Zufall in den Fetish Escort hineingestolpert und war überrascht auf wie viele Dinge man am Anfang Acht geben muss. Plötzlich eröffnete sich mir eine neue fremde Welt, die mich zwar faszinierte, jedoch auch anfangs sehr überforderte. Ich hatte das Glück gleich zu Beginn die richtigen Leute zu treffen und wurde liebevoll an die Hand genommen. Dieses Gefühl der Wärme und Freundschaft wird in diesem Bereich nicht als Selbstverständlichkeit angesehen.


Jede Dame, die in diesem Bereich arbeitet, weiß, dass man leider oft das Problem hat sich nicht austauschen zu können. Ich wollte aber genau dieses Glück, welches mir zuteil wurde, weitergeben. Wir wollten mehr sein als “nur eine Vermittlungsagentur“. Eher eine kleine Gemeinschaft, die für alles ein offenes Ohr hat und tatkräftig dabei hilft ein Treffen so entspannt wie möglich zu gestalten. Den Damen die Wärme weiterzugeben, verbunden mit einem breiten Wissensspektrum. Uns ist es wichtig, dass die Damen die Möglichkeit bekommen ihre Leidenschaft voll auszuleben und nur die Treffen anzunehmen, die auch zu ihnen passen. Und das geht nur mit Vertrautheit und einer Freundschaft, in der man viel über seine Damen weiß.



Lady Sas: Auch der Hintergrund Deiner Geschäftspartnerin Jasmin interessiert mich. Was kannst Du uns über Jasmin verraten?

Michelle: Wie bereits erwähnt, hat Jasmin eine längere Vergangenheit als ich in dem Geschäftsfeld und verfügt über einen großen Wissensschatz, aus dem all unsere Damen nur profitieren können. Sie war es, die mich damals in die Welt des BDSM & Fetisch eingeführt und mich mit vielem vertraut gemacht hatte. Heute, nach vielen Jahren, sind wir nicht nur Kolleginnen, sondern auch enge Freunde geworden. Wir besuchen gemeinsam Fetisch Partys und informieren uns stets über Innovationen aus der Szene. Charakterlich gesehen könnten wir nicht unterschiedlicher sein. Aber genau deshalb ergänzen wir uns sehr gut und haben in der Agentur unsere Plätze gefunden. Ich bin in erster Linie für Kommunikation und alles Kreative zuständig. Jasmin ist für die Akquise verantwortlich und kümmert sich um Marketing, Verwaltung und Finanzen.


Lady Sas: Über Herrin Mirabelle heißt es auf Deiner Website: "Es gibt wohl kaum ein größeres Vergnügen im Universum, als sich von ihr züchtigen zu lassen". Woher weißt Du, was die Damen können?

Michelle: Wir führen mit jeder unserer Damen vorab intensive Gespräche und hatten sogar das Vergnügen selbst mit einigen der Damen spielen zu dürfen. Wir haben einen ausführlichen Fragebogen, die jede Dame zu Beginn bei uns ausfüllen muss. Dort werden penibel alle Vorlieben und Neigungen abgeklopft. Nachdem wir uns ein gutes Bild machen konnten, erstellen wir liebevoll ein Profil. In den Texten versuchen wir die Person in Worten zu erfassen und stehen natürlich den Kunden für alles Rede und Antwort. Jedoch bleibt ein Profil immer organisch und wächst mit der Zeit. Jeder Mensch entwickelt sich fortwährend und aus diesem Grund versuchen wir stets im engen Kontakt mit den Damen zu bleiben, um gegebenenfalls das Profil zu optimieren.



Highclass Fetish Escort: Wir wollten mehr sein als "nur eine Vermittlungsagentur".

Jasmin von Highclass Fetish Escort




Lady Sas: Welche Voraussetzungen muss eine Herrin mitbringen, um bei Dir arbeiten zu können?
Michelle: Als dominante Dame muss man einiges an Erfahrung und Equipment haben. Es gibt vieles, auf das man achten muss und das nur langsam erlernt werden kann. Daher ist es uns bei unseren Damen wichtig, seien sie aktiv oder passiv, dass sie diese Leidenschaften auch privat ausleben. Nur dann ist es auch authentisch.
Jede dominante Dame muss die Spielarten, die sie anbietet perfekt beherrschen und sie mit Leidenschaft und Erotik kombinieren können. Eine kalte und unberührbare Domina oder eine blutige Anfängerin entspricht leider nicht unserem Profil.



Lady Sas: Bekommst Du viele Bewerbungen? Und wie läuft ein Casting ab?
Michelle: Jeder Anfang ist schwer. Wir haben anfangs vor allem in unserem privaten Umfeld die Augen offengehalten und Bekannte mit in unsere Agentur aufgenommen. Nun sind wir aber bereits an dem Punkt, wo viele Damen sich von sich aus bewerben. Wenn uns der Anblick und die Selbstbeschreibung ansprechen, führen wir sehr lange individuelle Gespräche mit Ihnen. Dort geben wir den Damen dann auch die Gelegenheit uns auszufragen. Es geschieht erst telefonisch, gefolgt von persönlichen Treffen. Es bedarf schon einiges an Zeit und Aufwand, um sich bezüglich der Ernsthaftigkeit des Engagements und Chemie sicher zu sein. Die Dame muss sich bei uns wohl fühlen, um uns gegenüber Vertrauen aufbauen zu können. Wenn sich beide Parteien über alles einig werden, vereinbaren wir einen Fototermin, an dem wir selbstverständlich auch anwesend sind, parallel wird ihr Profil erstellt.


Lady Sas: Gold Rate, 2 Stunden, 800 €. Wie viel von der Summe kommen tatsächlich bei der Herrin an und wie viel bekommt die Agentur?
Michelle: Wir behalten 30 Prozent des Honorars ein. Damit ist es aber auch schon getan. Dafür bekommen unsere Damen eine Rundumbetreuung. Wir kümmern uns um die Vermittlung, Buchung, Planung ihrer Reise, Sicherheit, Werbung und persönliche Bedürfnisse. Nicht selten begleiten wir unsere Damen auch beim Shoppen oder betreiben Seelsorge vor und nach dem Date.


Lady Sas: Diskretion ist ein zentrales Thema im Escort. Nehmen wir an, ein Kunde ruft Dich an, es ist aber gerade besetzt. Rufst Du ihn zurück? Oder macht man das nicht, da die Ehefrau rangehen oder Fragen stellen könnte?
Michelle: Das ist eine gute Frage und ist immer situationsabhängig. Grundsätzlich hast Du es ganz gut erfasst. Wir rufen die Kunden nicht an, es sei denn, es ausdrücklich erwünscht.
Haben wir uns nur um eine kurze Zeitspanne von einigen Sekunden verpasst, rufe ich zurück. Sobald ich aber denke, dass der Kunde das Handy bereits aus der Hand gelegt haben könnte, hoffe ich eben auf einen erneuten Anruf.
Es hat auch einiges mit dem Bauchgefühl zu tun. Habe ich das Gefühl, der Kunde passe nicht zu seiner favorisierten Dame oder wenn er schon im Gespräch seltsam wirkt, leite ich ihn weiter oder mache ihm klar, dass wir nicht das bieten, was er sich wünscht.


Lady Sas: Manche Damen bieten auch einen devoten Service an. Wie stellst Du sicher, dass sie dabei nicht verletzt oder gefährdet werden?
Michelle: Durch unsere Gespräche stellen wir sicher, wo die Grenzen unserer Damen liegen und versuchen diese dem Kunden so gut es geht zu vermitteln. Auch hier ist es uns wichtig, dass die Damen nur das Anbieten, was sie auch wirklich mögen und auch dem Kunden deutlich machen können, wo ihre Grenzen liegen. Zudem müssen sich die Damen immer in regelmäßigen Abständen bei uns melden. Passiert das nicht, kann es schon vorkommen, dass zur Not sogar die Polizei gerufen wird. Es bleibt selbstverständlich immer ein kleines Risiko. Zum Glück ist aber keiner unserer Damen jemals etwas zugestoßen.


Lady Sas: Bei einem Date im Hotel muss man meistens an der Rezeption vorbei. Ist das ein Problem? Erkennen Hotelmitarbeiter solche Escort-Dates?
Michelle: Unsere Damen sind gebildete elegante Damen. Sie ziehen Blicke auf sich durch ihre Schönheit, sind aber meist unauffällig gekleidet so das Sie nicht als Escort auffallen. Meist ist es das, was Sie darunter tragen oder was Sie in ihrem Trolley verstecken, was den Unterschied zu einer normalen Geschäftsdame ausmacht.


Lady Sas: Bei Pretty Woman kommt es zur großen Liebe. Alles nur eine Hollywood-Geschichte oder hast Du wirklich schon einmal gehört, dass es bei einem Escort-Date gefunkt hat?
Michelle: Natürlich kann so etwas vorkommen. Wir sind alle nur Menschen. In erster Linie ist dies aber ein Job, bei dem wir strikt trennen können zwischen Liebe und Leidenschaft.


Lady Sas: Gibt es eine Nachbesprechung zu Terminen? Was gut lief, was verbesserungswürdig wäre?
Michelle: Meist telefonieren wir mit den Damen und erkundigen uns nach ihrem Wohlbefinden. Wenn die Damen das wünschen, besprechen wir gerne das Date mit ihnen, geben eventuell Hilfestellung, Bestätigung oder Trost. Das gilt aber gleichermaßen auch für unsere Kunden. Ein Feedback ist unseren Damen und uns immer sehr wichtig, damit wir unseren Service noch weiter optimieren können.


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Michelle: In den nächsten Monaten wird es unsere Seite auch in einer englischen Version geben, damit wir dann international Fuß fassen können. Leider müssen wir uns von ein paar Damen verabschieden, da diese meist beruflich eine Wandlung vollziehen. Aber wir dürfen demnächst auch neue Damen begrüßen. Unser Plan ist es vor allem Stabilität und weiteres Wachstum in unsere doch noch sehr neue Agentur zu bringen.


Lady Sas: Vielen Dank für das Interview.
Mehr Informationen zur Agentur gibt es auf der Website: Highclass Fetish Escort.

Hier noch zwei interessante Bücher zum Thema Escort.
Im ersten Buch plaudert Ex-Edel-Escort Vanessa Eden aus dem Nähkästchen. (Warum das E-Book 4 € teurer ist als die druckte Ausgabe, verstehe ich allerdings nicht so ganz...)

Vanessa Edens Escort-Buch















Im zweiten Buch "Geschichte der jO" von Johanna Koltai berichtet eine submissive Dame über ihren ersten Escort-Auftrag in einem Berliner Luxushotel und ihre Erziehung zur O.


Geschichte der jO







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