Sonntag, 18. Oktober 2015

Bondage – warum es Sadomaso so aufregend macht

Bondage heißt, den Sklaven oder die Sklavin so zu fixieren, dass er/sie sich nicht mehr wehren kann. Zum Beispiel, indem man den Sub am Flaschenzug aufhängt und ihm eine Spreizstange an den Füßen anbringt. Für den SM-Hausgebrauch tut es aber sicher auch einfach ein Seil, mit dem man den Sklaven über den Küchentisch fixiert ;-) Der Bondage-Klassiker: Mit den Handschellen an Bett fesseln. Naja, das ist wirklich etwas 0815. In einer ernsthaften SM-Session tragen Sklaven Hand- und Fußschellen, an denen man sie bequem festmachen kann. Das ist wunderbar praktisch und eröffnet der Femdom-Phantasie ein gigantisches Spielfeld. 
Gehören einfach dazu: Hand- und Fußschellen fürs Bondage


Bondage ist aus vielerlei Gründen großartig und nützlich beim SM. Klar: Wer gefesselt ist, kann sich nicht wehren. Der Sub ist dazu verdonnert, passiv und hilflos mitanzusehen, was die Herrin sich für ihn einfallen lässt. Männer sind im traditionellen Rollenbild zwischen Mann und Frau die Aktiven. Es ist schön für sie, nun auf der passiven Seite zu sein. Das gefällt ihnen, weil es ihnen den Druck nimmt, ein tolles sexuelles Szenario aufbauen zu müssen. Als Sklaven können die Männer sich fallen lassen. Sie müssen gar nichts tun, sie müssen nur gehorchen. Es ist großartig für Männer, wenn sie diese ganze Last an die Herrin abgeben können. Nicht mehr denken, nur noch fühlen. Männer kennen das nicht und genießen es umso mehr als Sklave, nicht mehr Herr des Geschehens sein zu müssen.


Bondage beim SM: verstärkt den Rollentausch zwischen Mann und Frau

Frauen sind als Femdom gefordert, aktiv zu sein. Der Sklave kann nicht bestimmen, wo es lang geht, das muss die Herrin übernehmen. Hier zeigt sich, wer wirklich eine Veranlagung hat, dominant zu sein und wer nicht. Aus einem kleinen Mäuschen wird nun mal schwer eine selbstbewussste Herrin, die stolz Befehle gibt und den Mann herumkommandiert. 

Die klare Rollenverteilung zwischen Herrin und Sklaven wird durch das Element des Bondage noch einmal deutlich zugespitzt. Der Gefesselte bleibt passiv und muss hilflos erdulden, was der Aktive sich einfallen lässt. Da Männer Frauen rein körperlich überlegen sind, wird dieser Punkt durch das Bondage ebenfalls ausgehebelt. Der Mann ist der Frau ausgeliefert. Das "schwache" Geschlecht findet sich nun in der Rolle des Überlegenen und Stärkeren. Klar, dass Frau sich bei so einer komfortablen Ausgangsbasis nun mehr traut und sich viel erlauben kann. Zurückschlagen wird der Gefesselte ja wohl kaum.


Bondage: der ultimative Vertrauensbeweis beim SM


Wer sich fesseln lässt, beweist dadurch Vertrauen zu seiner Herrin. Der Sklave liefert sich aus, gibt sich ganz in die Hände der Domina/Herrin. Das ist auch für die Lady ein schönes Gefühl, das man natürlich nicht missbrauchen darf, sonst ist es bald aus mit den SM-Spielen. 

Für die Fortgeschrittenen Sklaven, die es lieben, der Herrin hilflos und komplett ausgeliefert zu sein, gibt es zahlreiche Steigerungen. Sie werden nicht einfach gefesselt, sie werden in extremen Stellungen fixiert (Extrem Bondage). Nächste Steigerung: Während sie in extremer Bondage schmoren, werden sie bespielt. Zum Beispiel mit einem Dildo oder Kerzenwachs. Oh, pikant, pikant! Es gibt so viele schöne Möglichkeiten, einem gefesselten Sklaven Reaktionen zu entlocken...

Kurzum: Bondage ist ein zentrales Element beim Sadomaso-Spiel und wer es noch nicht für seinen SM entdeckt hat, der sollte sich mal darauf einlassen. Ich hoffe, ich habe dich, liebe Leserin, lieben Leser, mit meinen Gedanken etwas fesseln können. Hinterlasse gerne nach diesem Artikel deine persönliche Meinung zum Thema Bondage und SM. Ich bin gespannt, was du denkst. 

Lady Sas 

PS: Ich freue mich weiterhin über Vorschläge zu Femdoms, die ich auf meinem SM-Blog interviewen soll. Und: Ich freue mich über Reaktionen auf meine neue Kopfkino-Buchserie auf amazon (siehe letzter Blog-Post).

Mittwoch, 14. Oktober 2015

BDSM Literatur: Es geht weiter.

In letzter Zeit sind bei amazon einige sehr positive Bewertungen meiner Bücher hinzugekommen. Das freut mich wirklich sehr. Es motiviert mich, nun das nächste FemDom-SM-Buch in Angriff zu nehmen. Es wird das intensive, aber etwas kurze Zusammenspiel mit Miss J. beschreiben. Es geht also weiter. Ich hoffe, das freut den einen oder anderen ;-) An Themen mangelt es nicht, es ist in der Zwischenzeit viel passiert. So viel, dass ich locker drei oder gar vier SM-Bücher darüber schreiben könnte. Die BDSM Literatur von Lady Sas wird Euch also weiterhin erhalten bleiben. Für mich ist es recht einfach: Ich muss mir ja nichts überlegen, ich muss nur meine Erlebnisse aufschreiben. Frauen haben ein ziemlich gutes Gedächtnis, wenn es um solche pikanten Dinge geht ;-)


BDSM-Literatur: neues Kopfkino-Projekt.


Noch immer erhalte ich regelmäßig Bewerbungen von Sklaven. Das ist schmeichelhaft. Ich habe aber weder Lust noch Zeit, den ganzen Tag meine dominante Seite auszuleben. Dafür habe ich mir die Wochenenden reserviert und die sind schon von Sklave Toytoy belegt. Aus diesem Grund habe ich ein sehr interessantes Kopfkino-Literatur-Projekt gestartet. Der Leser wird in die Rolle des Sklaven versetzt, der von mir erzogen wird. Gerade habe ich den zweiten Teil der Serie fertig gestellt. Er wird in Kürze wie gewohnt auf amazon erscheinen. (Update: Es ist inzwischen erschienen. Hier der link.)

Normalerweise bin ich mit neuen Sklaven vorsichtig und gehe behutsam vor. Bei Teil zwei musste ich allerdings deutlich heftiger zur Sache gehen, sonst wäre es zu langweilig geworden. Ich denke, das ist in Ordnung. Schließlich ist im Kopfkino viel mehr möglich. Und langweilen soll sich schließlich auch niemand!

Ich freue mich, Euch schon bald das nächste Femdom-Buch vorstellen zu können. 

Strenge Grüße, 
Lady Sas