Donnerstag, 23. Juli 2015

Elegant, dominant, interessant: Lady Vanessa

Lady Vanessa
Ist das ein Traum? Die Schweizerin spricht fünf Sprachen, sieht aus wie ein Top-Modell und weiß, was Sklaven brauchen. Sie ist anzutreffen in Basel, Zürich und London. Und nun auch in meinem FemDom Blog. Herzlich willkommen! Höchste Zeit, dass wir uns unterhalten. Schließlich muss die Sklavenwelt von dieser Dame erfahren.

Lady Sas: Liebe Vanessa, ich bin sehr begeistert von Deinen schönen Fotos. Warst Du mal als Model tätig? Wie aufwändig sind die Shootings? Kannst Du uns etwas zu den Fotos erzählen? 
Lady Vanessa: Ja, als ich jung war habe ich viel gemodelt, aber nicht für den Catwalk, sondern in der Kunstszene. Es war eine tolle Zeit und ich habe viele interessante Menschen aus aller Welt kennengelernt. Die Shootings sind nicht aufwendig, eher spontan, wenn ich Lust und das Gefühl habe, ich bräuchte wieder mal ein paar neue Bilder. Der Fotograf ist ein Freund von mir, deshalb ist es immer locker. Ich liebe Outdoor-Shootings, die Schweiz bietet ja viele schöne Kulissen.
 

Lady Sas: Schildere uns bitte Deine Entwicklung hin zur Domina. 
Lady Vanessa: Ich wurde mit 16 Jahren zu einer privaten SM Party bei einer bekannten Domina in Zürich eingeladen. Seither faszinierte mich dieses Gebiet. Ich durfte dann bei einer Bekannten privat in Basel lernen. 

Lady Sas: Du spricht Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch und Spanisch. Warum arbeitest Du nicht als Dolmetscherin? 
Lady Vanessa: Ich war schon als Kind sprachbegabt. Ich liebe Sprachen und benutze sie als Kommunikation, da ich sehr gerne reise. Als Dolmetscherin für politische Simultanübersetzungen zu arbeiten, war nie mein Ziel. Ich liebe es aber, in meinen Sessions Hochdeutsch oder British zu sprechen.
Die Herrin auf Ibiza 

Lady Sas: Was reizt Dich daran, Sklaven zu dominieren?Was verschafft Dir den Kick?Lady Vanessa: Ich bin Einzelkind und hatte eine sehr dominante, herrschsüchtige Mutter (lächelt).Ich liebe es, wenn mir jemand ausgeliefert ist und habe auch eine sehr sadistische Ader, wobei ich aber immer das Leuchten in den Augen des Gegenübers sehen will. 

Lady Sas: Als Deutsche habe ich kaum Einblicke in die BDSM-Szene in der Schweiz. Kannst Du uns etwas darüber berichten? Gibt es private Zirkel und Playpartys? 
Lady Vanessa: Es gibt jeden Monat Fetisch Partys, die eher zum tanzen und "sehen und gesehen werden“ sind. Das Meiste läuft jedoch privat ab, wie der Masterroom, oder die CH-Gesellschaft. Viele haben auch in ihren privaten Villen einen tollen, grossen Darkroom im Keller(lächelt). Ich bin oft an privaten Party’s, ich mag es gepflegt und mit einem gewissen Niveau. 

Lady Sas: Wünsche und Phantasien von Sklaven sind verschieden – von soft bis extrem. Gab es Phantasien, die Du bewusst abgelehnt hast? An welchem Punkt sagst Du Stopp? 
Lady Vanessa: Ich biete keinen KV, kein Vomit und keinen GV an. Ich wurde schon für eine Zahnarzt-Session angefragt mit Zähne ziehen etc. oder jemanden mit kochendem Wasser übergiessen. Alles, was extreme, bleibende Schäden verursacht, lehne ich ab. Ich bin ein Ästhet, ich muss auch Freude an der Session haben. 
Lady-like und sexy

Lady Sas: Du bietest soganannte "Abrichtungen" an. Was darf man sich darunter vorstellen? 
Lady Vanessa: Ich liebe zum Beispiel Ponyplay, jemanden als Pferd abzurichten und zu benutzen, ihn mit Sporen zu reiten. 

Lady Sas: In Deutschland gibt es das Phänomen, dass Männer Termine vereinbaren, zu denen sie dann nicht erscheinen.Kennst Du das? Und wenn ja: Wie gehst Du damit um? 
Lady Vanessa: Ich hatte nur einmal Probleme mit einem Wiederholungstäter, er war aber auch bei anderen Damen bekannt dafür. Ich nehme einfach keine Termine mehr an, resp. reagiere gar nicht mehr auf eine Anfrage. 

Lady Sas: Du erziehst auch Sklavinnen. Wo bestehen für Dich die Hauptunterschiede zwischen der Erziehung eines Sklaven und einer Sklavin? 
Lady Vanessa: Ich gehe mit Männern viel härter und versauter um. Die Frauen, die zu mir kommen sind meistens Os, die von ihren Sirs gebracht werden, um ihre Erziehung zu vertiefen. 

Lady Sas: Wie weit geht "berührbare Dominanz" bei Dir? Und warum bietest Du diesen Punkt an? 
Lady Vanessa: Ich bin eine sinnliche Frau und spiele sehr gerne mit meinen weiblichen Reizen. Ich liebe es, meine Sklaven zum Wahnsinn zu treiben und den Männern den Verstand zu rauben. Ich bin keine Herrin nach alter englischer Schule, die immer hochgeschlossen gekleidet und absolut unberührbar ist. Da scheiden sich die Geister. Ich bin eine Geniesserin, ich liebe Fussfetischisten und könnte stundenlang mit ihnen spielen und natürlich auch quälen. Ich liebe es, an den Füssen massiert zu werden, wenn meine Füsse und Zehen gelutscht und sauber geleckt werden. Wenn mir danach ist, erziehe ich auch mal jemanden zu meinem Lecksklaven. Ansonsten gibt es nur Facesitting mit Strumpfhosen oder Lederrock. 

Frau Doktor im Klinikum
Lady Sas: Wie siehst Du die Entwicklung in der Branche? Ich habe den Eindruck, es gibt immer mehr Bizarr-Ladies und immer weniger klassische Dominas, wie siehst Du das? 
Lady Vanessa: Das kommt sicher auch davon, dass immer mehr Lady's diesen Beruf wählen, nicht aus Berufung, sondern eher aus anderen Nöten. Dann hat sicher auch die Modebranche dazu beigetragen, auch Latex ist gesellschaftsfähig geworden, man sieht so viel Fetisch Kleidung auf den Catwalks und in der Haute-Couture. Viele sind vielleicht auch auf den Geschmack gekommen nach dem Bestseller "Shades of Gray“. Die ganze Branche ist salonfähig geworden und es gibt auch Lady’s, die einfach naturgeil sind und gerne ihren Fetisch ausleben, inkl. Erotik. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Ich masse mir da kein Urteil an. 

Lady Sas: Wie schaffst Du es, nach der Arbeit abzuschalten? 
Lady Vanessa: Ich muss nicht abschalten, es inspiriert mich und ich bin nach einer Session immer zufrieden und ausgeglichen und gehe mit einem Lächeln nach Hause. Es ist für mich nicht „Arbeit“. 
 
Ein Traum in Lack
Lady Sas: Sehr schön, danke für Deine Zeit. 
Lady Vanessa: Danke für das Interview, ich lese sehr gerne Deinen Blog, es ist immer sehr authentisch und stilvoll geschrieben und es hat auch immer wieder interessante Interviews von tollen Herrinnen. Ich wünsche allen einen tollen Sommer mit „heissen" Stunden (lächelt).

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