Samstag, 31. Januar 2015

Faszinierend und überraschend: Domina Mariella von Heiß

Domina Mariella von Heiß aus Heilbronn steckt voller Überraschungen. Die attraktive Lady ist mit ihrem ersten Gast verheiratet und hat inzwischen zwei Kinder mit ihm. Welche Überraschungen die faszinierende Studiochefin sonst noch bereit hält, lest ihr am besten selbst. 


Lady Sas: Liebe Mariella, am Anfang kommt auch diesmal die Frage nach dem Anfang: Wie wurdest Du auf den BDSM-Bereich aufmerksam? Und wie verlief Dein Weg zur FemDom?
Lady Mariella von Heiß: Als meine Tochter schulpflichtig wurde, beschloss ich umzuschulen zur Operationstechnischen Assistentin. Mein damaliger Mann war Alkoholiker und spielsüchtig. Mit dem Arbeiten hatte er es nicht so besonders. Um mir das alles zu finanzieren, arbeitete ich an meinen freien Wochenenden in einem Stuttgarter Bordell. Irgendwann kam ein Gast der von mir das Spiel Domina-Sklave wünschte. Er leitete mich durch die Session - ich fand diese Art von Erotik sehr schön. Ich beschloss eine sogenannte "Ausbildung zur Domina" in einem namenhaften Studio zu machen (So die Werbung in den Rotlicht Anzeigen). 

Beim Probearbeiten erklärte mir die Geschäftsführerin: Um Geld bei ihnen zu verdienen, müsse ich zunächst als sogenannter Bizarrengel Französich und Verkehr anbieten, um Geld zu verdienen, sonst könne sie mir nur anbieten, 3 Jahre lang gratis mitzuarbeiten, um zu lernen. Ich durfte bei ein paar Sessions zuschauen und empfand die Arbeitsweise der "Dominas" eher primitiv und unprofessionell. Es blieb bei einem einzigen Arbeitstag. 

Vielmehr wusste ich: Das kann ich viel besser. Ich fing an, Bücher zu lesen. Unter anderem "Die Kunst der weiblichen Dominanz von Claudia Varrin". Nach meiner sehr gut bestandenen Prüfung mietete ich mir beim Heilbronner Zuhälter "Adi" eine Wohnung in der Schmollerstrasse, die ich mir zu einem gemütlichen kleinen Studio mit Klinikecke einrichtete und hoffte, dass alles so gut klappt, wie ich es mir vorgestellt habe. Mein erster Gast "Tom" ist mittlerweile mein Ehemann mit dem ich 2 Kinder habe und sehr glücklich bin.  



Lady Sas: Wow, ein interessanter Lebensweg. Du hast eine abgeschlossene medizinische Ausbildung und eine Vorliebe für Klinikerotik. Ich muss ehrlich zugeben, dass mich dieser Bereich nie gekickt hat. Was reizt Dich daran?
Lady Mariella von Heiß: Schon während meiner ersten medizinischen Ausbildung riss ich mich stets um alle medizinischen Tätigkeiten wie Injektionen, Katheterisierungen und Zugänge legen. Es machte mir große Freude, diese Tätigkeiten perfekt ausüben zu können.  


Lady Sas: Was reizt wohl die Patienten an Klinikerotik?
Lady Mariella von Heiß: Sie möchten ihre Phantasien realisieren, die sie beim Besuch ihrer Hausärztin haben.  


Lady Sas: Du wirkst noch so jung, hast aber bereits eine Tochter, die ebenfalls in Deinem Studio arbeitet – im schwarzen Bereich. Wie ist es, wenn Mutter und Tochter in einem BDSM Studio arbeiten?
Lady Mariella von Heiß: Es ist ein sehr angenehmes Arbeiten ohne Neid, Lügen und Betrug was mit anderen Mitarbeiterinnen leider nie möglich war.  


Lady Sas: Gibt es auch gemeinsame Sessions von Mutter und Tochter?
Lady Mariella von Heiß: Eher nicht. Die Gäste müssen ja zwei Ladies bezahlen. Dazu sind wenige bereit. Um meiner Tochter ein paar Praktiken zu zeigen war sie ein paar Mal dabei.  


Lady Sas: Dein Studio befindet sich in Heilbronn. Gibt es dort eine BDSM-Szene?Was kannst Du uns über Heilbronn aus Sicht der Domina sagen?
Lady Mariella von Heiß: Sich als  Betreiberin in Heilbronn zu behaupten ist nicht so einfach. Mir es hat sehr geholfen, dass ich mein erstes Studio mit "Adi" gegründet hatte. Es hat mir zum notwendigen Respekt in der Szene und bei den Behörden verholfen. Er ist mittlerweile verstorben. Außer ein paar privaten Ladies bin ich in Heilbronn die einzige "Domina". Meine Gäste sind zum großen Teil aus der Umgebung, aber auch aus den Räumen Stuttgart, Karlsruhe, Heidelberg und aus der Schweiz. Es gibt auch eine private BDSM-Szene die sich in der "O-Bar" oder ab und zu in der Diskothek Hemingways trifft. Dort gehen wir auch des öfteren hin, das ist immer sehr nett.  



Lady Sas: Hast Du eins, zwei Tipps für Jungdominas, die noch ganz am Anfang stehen?Lady Mariella von Heiß: 1.: Geht viel auf BDSM Veranstaltungen wie z.B. "Die Nacht der Leidenschaft" und schaut einfach mal nur zu, wie echte BDSM-Paare miteinander spielen. Man lernt so am besten. 2.: Laßt euch nicht auf ewigen E-Mail-Verkehr und Telefongespräche ein wie: "Was würdest du denn alles mit mir machen, wenn ich zu dir komme...".  


Lady Sas: Was sind typische Anfängerfehler bei Jungdominas?
Lady Mariella von Heiß: Sie lassen sich von ihren Sklaven dominieren ohne es zu bemerken.  


Lady Sas: Gibt es eine Erziehung, die Dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Lady Mariella von Heiß: Ja, die Operation von Frau Paul zu Paul. Eine 3 stündige Simulation in meiner Klinik vor 5 Jahren. Paul kommt noch regelmäßig zur Hormontherapie.  


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Lady Mariella von Heiß: Ich möchte meine Latex und Klinikangebote weiter ausbauen. In fernen Zukunft ist ein Umzug in noch großzügigere Räumlichkeiten geplant.



Lady Sas: Danke für das Gespräch.


Website nicht mehr erreichbar, Stand 2018


Dienstag, 6. Januar 2015

Eine Dame mit Stil: Domina Louiza


Domina Louiza aus Berlin zeigt sich Lady-like und elegant auf Schwarzweißfotos. Das hat Stil und weist auf eine Dame mit Niveau hin. Im Interview bestätigt sich dieser Eindruck. Schön, wenn eine Domina sich artikulieren kann und reflektiert, was sie tut. Aber lest selbst. 


Lady Sas: Liebe Louiza, schildere uns bitte kurz Deinen Werdegang zur Domina.
Domina Louiza: Ich hatte recht früh Interesse an Macht- und Unterwerfungsspielen, habe mich jedoch zunächst mehr theoretisch damit befasst. Es war keine Frage auf welcher Seite ich stand. Georges Bataille fand ich inspirierend, de Sade weniger, zu technisch was die Erotik betraf. Irgendwann fand ich, alt genug zu sein, um Domina zu werden. Es erschien mir nicht glaubwürdig, wenn man in diesem Beruf noch sehr jung ist. Meine Ansprüche an mich selber waren sehr hoch, und die an meine Partner auch. Ich merkte, was mir gefällt und was ich ablehnte. Diese Grenzen habe ich immer beachtet und oft Gäste abgewiesen, deren Neigung oder Art ich nicht begleiten wollte. 
Über die Jahre erweiterten sich meine Interessen, wenn mich eine Geschichte neugierig gemacht hat oder ich ein Szenario oder einen Fetisch spannend fand. Die Begeisterung meines Gegenübers war meistens ansteckend und forderte meinen Spieltrieb heraus.


Lady Sas: Wie würdest Du jemandem SM erklären?
Domina Louiza: Ähnlich wie ich es auf meiner Webseite geschrieben habe: S/M ist ein inszeniertes Spiel von Macht und Ohnmacht, welches kreativ innere Räume öffnen kann, die Zeit und Ort außer Kraft setzen.
Voraussetzung dafür ist, Kontrolle abzugeben und sich dem Gegenüber anzuvertrauen, die Bereitschaft, in einer anderen Rolle, oder gar keiner, völlig aufzugehen, um so eine neue Realität entstehen zu lassen. Ein Spiel kann eine Reise durch die Gefühle des Körpers und des seelischen Empfindens sein.

Lady Sas: Was reizt Dich an FemDom-Spielen?
Domina Louiza: Jemanden zu sehen wie er/sie den Verstand verliert, damit meine ich, zu sehen, wie alles Rationale nach und nach abfällt, die gewohnte Persönlichkeit keine Entsprechung mehr findet, wenn jemand aus dem Schutz der Gewohnheit tritt, um Kontrolle kämpft, sich entäußert. Jemanden langsam zu quälen und dabei die Reaktionen an Gesicht oder Körper abzulesen. An den Grenzen zu kitzeln.
Gewisse Höher-Schneller-Weiter-Spiele mag ich dagegen nicht. Masochisten, die ich schon lange kenne, werden oft mit der Zeit sensibler. Aber es gefällt mir sehr, wenn jemand nur für mich Dinge tut und erträgt.


Lady Sas: Du spielst auch mit Sklavinnen. Worin siehst Du die zentralen Unterschiede beim Spiel 
mit einer Sklavin im Vergleich zu einem Sklaven?
Domina Louiza: Nun ja, der weibliche Körper ist sehr reizvoll, so oft hat man nicht die Gelegenheit damit zu spielen. Ich hatte auch professionell ein paar Mal das Vergnügen, dass Frauen zu mir kamen, die nicht  von ihrem Partner geschickt wurden und einfach durch mich eine Erfahrung machen wollten, obwohl sie heterosexuell waren.
Frauen können natürlich genauso hingebungsvoll sein und Sehnsucht nach Schmerz, Erniedrigung bzw. Grenzerfahrung haben wie Männer. Vielleicht sind manche Fetische bei Männern mehr verbreitet, wie Adultbaby, Heavy Rubber, spezielle Inszenierungen. Diese kreisen entweder um ein Schlüsselerlebnis, welches in der Pupertät oder davor stattfand, oder es sind Phantasien, welche auch ihre Ursachen haben. 
Ich kann mir vorstellen, dass bei den meisten Frauen eine andere Fokussierung auf Fetische stattfindet als bei Männern.

Lady Sas: Du lebst in Berlin. Was kannst Du uns über die SM-Szene Berlins sagen?
Domina Louiza: Nicht viel. Ich treffe mich gern mit gleichgesinnten Freunden oder gehe manchmal auf eine Party. Aufregend finde ich auch das Spiel an ganz 'normalen' Orten. Berlin hat ein größeres Angebot an SM-Orten als früher, aber wirklich prickelnd erlebe ich nicht so viele Events. Vor allem, wenn manchmal die Atmosphäre ähnlich der von Schrebergärtnern ist.


Lady Sas: Was meinst Du, wird die Anhängerschaft von SM-Spielen immer größer oder immer kleiner?

Domina Louiza: Mit der Möglichkeit sich im Internet anonym und bequem alles anschauen zu können, wird die Zahl der Interessierten größer geworden sein. Ich denke, dass durch diese Art der Annäherung Menschen differenzierter in ihren Vorlieben sind und sich eher entschliessen können, SM auch wirklich erleben zu wollen. Dabei kommt mir jemand in Erinnerung, der nach seinem ersten Spiel vor Freude weinte, er wusste schon seit Jahrzehnten um seine Leidenschaft und hat sich diesen Schritt nie getraut. Dann gibt es natürlich noch die vielen reinen Netz'genießer' und Forenschreiber, was mich persönlich nicht sehr interessiert.



Lady Sas: Gibt es ein SM-Spielzeug oder Gerät, das es noch nicht gibt, man aber unbedingt erfinden müsste?

Domina Louiza: Gute Frage, aber ich bin keine Technikfanatikerin. Hin und wieder habe ich ein, zwei Hände zu wenig. Es macht jedoch viel Spass manchmal Situationen aus dem Moment heraus zu entwickeln, einschließlich dem Erfinden der Fesselung und der Instrumente.


Lady Sas: Letzte Frage: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus? 

Domina Louiza: Es kann so weiter gehen.

Mehr Infos zu Domina Louiza gibt es hier: 
http://www.domina-louiza.de




Freitag, 2. Januar 2015

200.000 Klicks auf Lady Sas' FemDom Blog

Das Schönste für eine Bloggerin ist, wenn sie gelesen wird.
Ich freue mich über 200.000 Klicks. 
Danke an alle Leserinnen und Leser!

Lady Sas