Montag, 1. September 2014

Kreativ. Attraktiv. Innovativ. Domina Electra.

Mein erster Eindruck: Domina Electra ist eine wirklich schöne Frau mit einer Top-Figur. Aber einzigartig macht sie etwas anderes. Diese Frau hat Ideen. Sie ist kreativ und lässt sich gern etwas Neues und Aufregendes einfallen. Domina Electra aus dem Raum Zürich ist eine facettenreiche Persönlichkeit, die in meiner Interviewreihe nicht fehlen darf. Lest selbst. 


Lady Sas: Liebe Electra, warum arbeitest Du als Domina und nicht als Ärztin, Lehrerin oder Bürokauffrau?
Domina Electra: In dieser Entweder-oder-Form kann ich die Frage nicht beantworten. Es ist so, dass ich zwei kunsthandwerkliche Berufe gelernt habe und die parallel zu meiner Tätigkeit als Domina weiterhin gerne ausübe. Insbesondere auch deshalb, weil es mir hilft, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben (lächelt). Als Domina arbeite ich, weil es mir die fantastische Möglichkeit gibt, eine Facette meiner Persönlichkeit beruflich auszuleben: Es macht mir ganz einfach Spaß, Männer zu dominieren. Und wie in meinen handwerklichen Berufen kommt dabei auch meine kreative Ader auf ihre Kosten.

Lady Sas: Beschreibe bitte, wie Du auf den BDSM-Bereich aufmerksam geworden bist.
Domina Electra: Ich spürte schon immer, dass ich Männer mit Leichtigkeit nach meiner Pfeife tanzen lassen kann. Selbst die größten Machos in meinem stark männerdominierten beruflichen Umfeld taten immer sehr schnell, was ich wollte. Das gefiel mir. An BDSM habe ich dabei aber nie gedacht. Ich wusste zwar, dass es so was gab, es war aber einfach kein Thema für mich. Bis ich irgendwann im Internet für ein handwerkliches Projekt nach Latex-Materialien suchte und dabei über Google mehr zufällig auf einschlägige BDSM-Seiten gelangte. Fasziniert begann ich weiter zu recherchieren und nahm schließlich mit einer bekannten Domina aus dem Frankfurter Raum Kontakt auf. Die gab mir, als sie von meinem handwerklichen Hintergrund erfuhr, ein paar Aufträge für anspruchsvollere Renovationsarbeiten in ihrem Studio. Und bei diesen Arbeiten bin ich dann mal aus Versehen mitten in eine Session geplatzt. Danach ging alles ganz schnell.

Lady Sas: Aus Versehen in eine Session geplatzt? Das ist ja ein Ding! Was reizt Dich denn daran, einen Sklaven zu dominieren?
Domina Electra: Es fasziniert mich, wenn ich Sklaven so weit bringe, dass sie sich tatsächlich dominieren lassen und nicht einfach ihren Wunschzettel abgearbeitet haben wollen. Wenn ich ihre echte Hingabe fühle, sie mich so anbeten, dass sie hart an ihre Grenzen zu gehen bereit sind. Kommt etwa ein Fussfetischist zu mir und will "gezwungen" werden meine Füsse zu küssen, finde ich das einfach nur langweilig. Ich kann niemanden zu etwas zwingen, das er sich mehr als alles andere wünscht. Es wirkt niemals authentisch und ist erfahrungsgemäss auch für den Sklaven nicht halb so erregend wie in seinem Kopfkino. Also funktioniere ich das Füsse-küssen beispielsweise zur Belohnung für ertragene Peitschenhiebe um. Und bringe den Sklaven soweit, dass er auch nach Erreichen seiner Schmerzgrenze um weitere Schläge bettelt, nur um seine Belohnung noch einmal zu erhalten. Und auf einmal ist das Spiel echt und ich komme auf meine Kosten. 


Lady Sas: Sehr schön. Du bietest die Specials "The Game" und "Erziehungslager" an. Um was geht es hier?
Domina Electra: Der normale Studio-BDSM ist absolut ok, genügt mir aber nicht. Ich liebe es meine Sessions räumlich und zeitlich auszudehnen und genau dafür kreiere ich Specials wie etwa "The Game" und "Erziehungslager".Außerdem liebe ich Rollenspiele und habe insbesondere ein Faible für Entführungen, Inhaftierungen, militärischen Drill, Verhöre und allem, was damit zusammenhängt. Am liebsten würde ich ein altes Gefängnis, eine Burg oder so was in der Art besitzen. Ich habe unendlich viele Fantasien, die sich in einer solchen Umgebung perfekt umsetzen liessen. 


Lady Sas: Darf man in Zukunft noch weitere kreative Specials erwarten?Wie kommen diese Ideen bei den Gästen an?
Domina Electra: Ich werde ganz bestimmt weitere Specials bringen. Auch zu anderen Themen als "The Game" und "Erziehungslager". Zum Beispiel weiß ich, dass sich viele Sklaven ein Fitnessprogramm mit Gewichtskontrolle unter meiner strengen Führung wünschen. Weil sie meinen athletischen Körper bewundern und sich für ihren eigenen etwas aus der Form geratenen eher schämen (lächelt). Und weil mir das Thema Spaß macht, bin ich sehr geneigt, mein entsprechendes Angebot "Workout" auszubauen... Ein "Domina Dinner", wo eine Gruppe dominanter Ladies in gediegenem Ambiente dinieren und dabei von ihren Sklaven bedient werden, geht mir ebenfalls schon längere Zeit durch den Kopf und vieles mehr. Bei den Gästen kommen solche Specials ausgezeichnet an und immer häufiger bringen sie eigene kreative Ideen mit (was ich übrigens liebe!). Ich habe den Eindruck, dass viele der typischen Studio-Sessions überdrüssig sind, wo sie während einer Stunde im Wesentlichen vom Kreuz zum Käfig zum Bock und zurück geschleift werden (lächelt).
 


Lady Sas: Was inspiriert Dich? Wie kommst Du auf neue Ideen?
Domina Electra: Inspirationen lauern gewissermassen überall: Im Alltag, im Internet, in Filmen, in Büchern, die ich lese, in Gesprächen mit Gästen, im Privatbereich, wo ich SM ebenfalls praktiziere. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass mir jemals die Ideen ausgehen werden. 


Lady Sas: Wenn Du Dir ein SM-Gerät wünschen könntest, das es noch nicht gibt, aber eigentlich geben sollte, was wäre das für ein Gerät?
Domina Electra: Ganz generell komme ich mit wenig Geräten aus. Für mich liegt die Magie von BDSM in erster Linie in der Chemie zwischen der Domina und dem Sklaven und nicht so sehr im Einsatz von ausgeklügelten Gerätschaften. Einfache in die Wand eingelassene schwere mittelalterliche Ketten turnen mich beispielsweise mehr an als High-Tech-Fesselbetten mit Hydraulik, Vakuumpumpe und weiss der Herr was für sonstigem Schnickschnack. Wenn ich aber einen Wunsch betreff SM-Geräten habe, ist es der: 
Liebe Hersteller, ich wäre bereit deutlich mehr für Eure Produkte zu bezahlen, wenn sie dafür erstens hochwertiger wären und zweitens in der Praxis besser funktionieren würden. Und solange Ihr sie mir nicht liefert, baue ich sie weiterhin selber!

Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Domina Electra: Ich werde in naher Zukunft damit beginnen, meinen Lebensmittelpunkt nach und nach in den Süden zu verlegen. Und wer weiß, vielleicht entstehen dabei Möglichkeiten und Specials, wie sie die BDSM-Welt bisher noch nicht gesehen hat (lächelt).


Lady Sas: Melde Dich gerne, wenn es soweit ist. Das würde meine Leserinnen und Leser sicher interessieren. Danke für das Gespräch.



Mehr über Domina Electra erfährst Du hier: Link nicht mehr erreichbar, Stand: September 2018.

Update 2019: Electra ist nicht mehr als Domina tätig.

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