Donnerstag, 24. April 2014

BDSM auf höchstem Niveau: Interview mit Lady Josephine.

Lady Josephine fiel mir in der Sklavenzentrale auf. Sie ist eine der wenigen Damen, die BDSM auf höchstem Niveau praktizieren und mit denen man Werte wie Stil, Zuverlässigkeit und beste Umgangsformen verbindet. Die leidenschaftliche, attraktive Lederherrin und erfahrene Fetisch-Lady ist der Traum vieler Sklaven. Ein Gespräch über den Charme von Basel, Schulmädchen und Prostata-Drainage.





Lady Sas: Josephine, Du bist in Basel als Domina tätig. Ich war zweimal kurz in Basel, es gibt wunderschöne Häuser und Plätze dort. Was reizt Dich persönlich an der Stadt und wie ist Basel als Arbeitsumfeld für eine Domina?
Lady Josephine: Basel ist eine historisch sehr interessante Stadt im sonnigen Dreiländereck. Einen grossen Teil seines Charmes liegt sicher auch am Rhein, der sich durch die ganze Stadt schlängelt und durch seine Brücken die Ufer miteinander verbindet. Basel ist unverwechselbar weltoffen und innovativ. Für mich persönlich machen die vielen kleinen Geschäfte, die malerische Gässchen und die Basler Fasnacht einen grossen Teil der Anziehungskraft von Basel aus. Als Arbeitsumfeld fühle ich mich durch die Damen und Herren vom Sicherheitsdepartement ganz sicher aufgehoben. Ein Anruf genügt und ich bekomme Hilfe. Es gibt in Basel Dominastudios, denen es von aussen anzusehen sind und es gibt private, diskrete Studios in erlaubter Zone.   


Lady Sas: Gibt es in Basel auch eine SM-Szene mit Clubs und Treffpunkten?
Lady Josephine: Ja, es gibt einen Stammtisch und Dominastudios, von einem SM-Club habe ich in Basel noch nichts gehört. 


Lady Sas: Beschreibe uns bitte kurz, wie Du auf den BDSM-Bereich aufmerksam geworden bist. 
Lady Josephine: Einen schönen Tages bat mich mein Freund aus heiterem Himmel, ein Schulmädchen zu spielen, das per Anhalter an der Straße steht und von ihm mitgenommen wird. Das Schulmädchen hat jedoch nur eins im Sinn, nämlich ihn in dominant in seine Gewalt zu bringen, zu fesseln und sich an ihm zu vergehen. Im ersten Moment stutzte ich über diese Idee, aber dann hat es mir grossen Spass gemacht, die Zügel komplett in der Hand zu haben. Leider hat er sich etwas wenig gewehrt, warum nur? Also machte ich mir ein paar Zöpfe und zog mir weisse wollene Kniestrümpfe an, eine dominante Schuluniform und stellte mich an die Strasse, wo er mich aufpickte. Am Ende der Geschichte fand er sich wieder im Wald, gefesselt und benutzt. So fing es an mit einem Rollenspiel. Ganz harmlos... Und jetzt hat es mich völlig in seinen Bann gezogen, bizarre Fantasien zu spielen und zu erleben, mich in Leder und Latex zu hüllen, in Nylons und hohen Stiefeln in meine dominante Rolle zu schlüpfen. 



Lady Sas: Ist SM Deiner Erfahrung nach heutzutage noch immer ein Tabuthema? Manchmal hat man den Eindruck, das Thema würde die Öffentlichkeit nicht mehr schocken und die Gesellschaft hätte sich inzwischen daran gewöhnt. 
Lady Josephine: SM ist schon lange kein Tabuthema mehr. Meiner Meinung nach nimmt die gesellschaftliche Akzeptanz sadomasochistischer Sexualpraktiken zu. Es werden ja in unzähligen BDSM-Shops für jeden Fetisch und jedes Bedürfnis unzählige Artikel angeboten. Auch in der Film- und Fernsehindustrie ist BDSM schon lang unter uns. Es ist so, dass sich die eigene sexuelle Präferenz schon im jungen Erwachsenenalter bildet... 


Lady Sas: Im Rahmen des Keuschheitstrainings, das Du anbietest, gibt es auch die Möglichkeit der Prostata-Drainage. Um was handelt es sich dabei?
Lady Josephine: Die Prostata gilt als der "männliche G-Punkt". Durch gezielte Stimulation der Prostata und des Dammgewebes neben einigen anderen positiven Einflüssen auf die sexuelle Gesundheit sorgt eine regelmäßige Prostata-Drainage auch zu einer höheren Orgasmus-Schwelle und somit sehr ausdauerndem Sex. Das ist ein angenehmer Nebeneffekt!Man stellt sich das so vor, dass der Sklave während einer mehrtägigen- oder mehrwöchigen Keuschhaltung bei mir zu erscheinen hat und mittels Prostatamassage seinen Milchschaum dalassen muss.      


Lady Sas: "Milchschaum" – was für ein interessanter Begriff...! Hier meine nächste Frage: Welche Alltagstaugliche Keuschheitsvorrichtung empfiehlst Du Damen, die ihren Sklaven nur am Wochenende sehen und ihn unter der Woche verschlossen halten wollen? So wie ich.
Lady Josephine: Am Besten, man setzt dem Sklaven einen Microchip unter die Eichel, die mit einer unzerstörbaren Kamera ausgestattet ist. Nur so hat man die TOTALE KONTROLLE! (lacht) Kann mir so etwas jemand besorgen?                 


Lady Sas: Oh ja, sowas bräuchte ich auch! Sag mal, hast Du Sklaven, die dauerhaft verschlossen sind? Was war wohl die längste Keuschhaltung, die Du durchgeführt hast?
Lady Josephine: Die längste Keuschhaltung war 4 Wochen. 


Lady Sas: Vier Wochen – Respekt! Wie kommst Du auf neue Ideen für Sessions?
Lady Josephine: In erster Linie ziehe ich die Inspiration aus der Begegnung mit meinem Gegenüber. Die Art der Kontaktaufnahme, das Gespräch, die Augen und die Wortwahl des BDSM- und Fetisch-Liebhabers verraten enorm viel über seine erotische Energie und Fantasie.Ideen bekomme ich durch Bücher, regelmässige Internetrecherche und natürlich im Alltag. Zum Ausprobieren für neue gemeine Fesselungen muss mein Freund herhalten. Mein erstes Buch über BDSM  war übrigens die Geschichte der O., eine Illustration von Guido Crepax, die mich sehr beeindruckt hat.

 
Lady Sas: Interessant. Nun kommen wir auch schon zur letzten Frage: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man als reifere dominante Frau auch für deutlich jüngere Männer attraktiv ist. Kannst Du diese Beobachtung bestätigen? Und wenn ja: Wie erklärst Du Dir das? 
Lady Josephine: Ja, das kann ich nur bestätigen. Ein Phänomen, dem ich in meiner "Jugend" auch verfallen bin. Es gibt für eine Frau doch kein schöneres Kompliment. Ältere Frauen sind gelassener, toleranter, erfahrener und haben einen klaren Lebensentwurf im Kopf. Ihre grösste sexuelle Erlebnisfähigkeit erreichen Frauen in späteren Jahren. Je besser eine Frau ihren Körper kennt, umso freier geniesst sie.



Lady Sas: Ein schönes Schlusswort. Danke für das Gespräch!
Mehr Informationen zu Lady Josephine gibt es hier.


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