Dienstag, 29. Mai 2018

Miss Lucy: Domina der alten Schule


Miss Lucy versteht sich als Domina der alten Schule, die von ihren Subs absolute Hingabe verlangt. Wunschzettel-Sklaven sind ihr ein Dorn im Auge. Was die dominante Schönheit aus dem Raum Aschaffenburg über die Themen BDSM, Dominanz, Outdoor-Erziehung und Keuschhaltung denkt, verrät sie uns im Interview. 
Domina Miss Lucy


Lady Sas: Liebe Lucy, bitte beschreibe uns, wie Du auf den bizarren Bereich aufmerksam geworden bist. Wie fing das alles bei Dir an an – und wie ging es weiter?
Miss Lucy:
Hallo Saskia. Erst einmal vielen Dank für Dein Interesse. Die grundsätzlichen Charaktereigenschaften der Dominanz habe ich im frühen Alter von 14 Jahren bei mir entdeckt. Damals benutzte ich diese Eigenschaften, um die Jungs in meiner Jugend um den Finger zu wickeln und sie so zu formen, wie ich sie haben wollte. Danach folgte als ich volljährig war eine Zeit, in der ich mich in Fetisch Fotoshootings und Privaten Fetischparties probierte. Auch ins Milieu habe ich geschnuppert. Aber all das Probieren fühlte sich noch nicht angekommen an. Daher nahm ich mein Ziel selbst in die Hand und fand dann schnell meinen Platz in der klassischen Dominanz, welche ich in einer selbst ausgestatteten Räumlichkeit praktizierte. Das Ausüben des Klinik Fetischs erfolgte erst später aufgrund der vielen Nachfragen, nachdem meine medizinische Ausbildung bekannt wurde…

Domina Miss Lucy im Interview


Lady Sas: Was fasziniert Dich an BDSM?
Miss Lucy:
Die Macht der Führung in Anbetracht der Verantwortung die man gegenüber dem Leben eines realen Subs hat. In der klassischen Variante der alten Schule gibt sich der Sub vollkommen dem willenlosen Dienst für die Herrin hin. Er legt sein Leben in ihre Hände, ohne jegliche Forderungen. Nur wenn ich diese Variante zu 100 Prozent in einem Sub sehe ist eine Lebensform in 24/7  für mich vorstellbar, welche meiner Meinung die endgültige Erfüllung beider Seiten ist...


Lady Sas: Du beschreibst Dich selbst als "Domina der alten Schule". Was verstehst Du darunter?
Miss Lucy:
Die früher selbstverstandlich gewesenen, und heute leider völlig verlorengegangenen Werte Respekt und Loyalität stehen bei mir an oberster Stelle. Dinge wie Neuzeitsklaven oder Wunschzettel-E-Mails stellen mir die Haare zu Berge. Ich arbeite im schwarzen Bereich ausschliesslich mit dem klassischen Sklaven, der weiss wie man eine Herrin anspricht, sie begrüsst und sich ihr gegenüber verhält. Darüber hinaus ist es mir wichtig den inneren Willen des Dienens zu sehen, ohne sexuelle Absicht. Selbstverständlich bin ich somit auch eine klassische unnahbare Domina.
Domina Miss Lucy


Lady Sas: Du bietest neben Sessions im Studio oder in einem Hotel auch "eine Bespielung unter freiem Himmel" an. Worin besteht der besondere Reiz daran, draußen zu spielen und welche Szenarien gibt es zum Beispiel?
Miss Lucy:
Der Reiz draussen zu Spielen ist die Realität der Session. Als authentische, naturveranlagte Domina kann ich dabei völlig aus mir heraus. In meinem zu Hause in Aschaffenburg biete ich zum Beispiel Army Drill auf einem echten stillgelegten Kasernengelände an…

Miss Lucy über Keuschhaltung 


Lady Sas: Keuschhaltung im KG ist eine häufige Phantasie. Welches KG-Modell nutzt Du am liebsten für Anfänger?
Miss Lucy:
Ich arbeite grundsaetzlich nur mit klassischen Metall Keuschheitsguerteln. Diese neuartige Variante aus Plastik mag ich nicht. Einerseits nicht, weil es von der klassischen schweren Variante in die Bequemlichkeit abgewandelt wird, aber hauptsächlich aus dem Grund der Hygiene. Die Metallvariante bietet die bessere Sauberhaltung. Hier kommt auch wieder die Krankenschwester in mir durch…


Lady Sas: Inzwischen kannst Du auf viele Jahre Erfahrung zurückblicken. Welche Veränderungen in der Branche fallen Dir besonders auf?
Miss Lucy:
Wie oben beschrieben ist es die Neuzeit Sklavengeneration. Die Tendenz geht immer weiter in die berührbare Dominanz. Etwas was für mich in keinster Weise zusammenpasst. Es ist für mich der Widerspruch in sich. Viele Damen wissen meiner Meinung über den Ursprung des Begriffes Domina nicht einmal mehr Bescheid, aber bezeichnen sich so. Sie lassen sich Wunschzettel E-Mails schreiben, die manchmal einer Sessionanleitung gleichen und machen somit was der Kunde will. Wer führt denn dann wen…? Und wie sollen wir denn dann bei falschen Anfragen reagieren wenn der Fragende es bereits mehrmals woanders so erlebt hat…
Dieser Wandel gefällt mir nicht. Daher w#hle ich meine Gäste ganz spezifisch aus… denn ein paar echte Skaven gibt es immernoch… und diese sind froh, wenn eine klassische Herrin sich ihrer annimmt.

Miss Lucy über das Prostitutionsschutzgesetz

Domina Miss Lucy

Lady Sas: Ich habe beobachtet, dass sich nach dem neuen Prostitutionsschutzgesetz einige Profi-Dominas ins Privatleben zurückgezogen haben. Wie bewertest Du dieses Gesetz?
Miss Lucy:
Die beste Beschreibung meines Gesichtsausdrucks nach dem Lesen dieser Frage ist das hochrote verärgerte Emoji. Dieses Gesetz ist das Letzte und hat auch bei mir dazu geführt, dass ich mein eigenes Studio in Frankfurt vor sechs Wochen aufgegeben habe. Man fühlte sich wie in einer schlechten Ausgabe von Big Brother und das Unwohlsein schlug sich auf die Sessions nieder. Jetzt habe ich meine Homebase in Aschaffenburg gefunden und alle meine Stammgäste, die mich hier weiterhin besuchen, bestätigen mir anhand meines Wesens, dass es die richtige Entscheidung war…


Lady Sas: Welches BDSM-Gerät müsste unbedingt erfunden werden?
Miss Lucy:
Gar keins meiner Meinung nach. Da ich als klassische Domina am häufigsten mit Rohrstock und Halsband arbeite, sind im Studio klassische Geräte wie Bock oder Käfig wichtig fuer mich. Neue Hightech-Geräte oder Geschnörkel in einem Studio mag ich nicht. Für mich muss es eher rustikal sein. Aber zur Übermittlung von Dominanz sind für mich auch nicht zwingend Geräte notwendig. Während einem Escort, einem Outdoor oder auch im Alltag ist hierfür die Persönlichkeit am wichtigsten.

Was Miss Lucy inspiriert


Medizinisch ausgebildet: Miss Lucy
Lady Sas: Wie kommst Du auf neue Ideen für Sessions? Was inspiriert Dich?
Miss Lucy:
Ich orientiere mich an den Zeichen, die meine Sklaven mir mithilfe ihrer Körpersprache signalisieren. Da ich hauptsächlich regelmässig wiederkehrende Gäste habe, die ich auf verschiedenen Gebieten ausbilde, gehe ich hierbei immer wieder an die nächsthöhere Grenze, die es zu erreichen gilt.
Meine Outdoor Sessions sind aus meiner eigenen Phantasie entstanden. In ihnen lebe ich meine realen Neigungen am authentischsten aus. In der Klinik agiere ich auf Augenhöhe, im realen Umgang mit Patienten ebenfalls…


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Miss Lucy:
Ich muss sagen… ich habe im Moment eine Phase, in der ich mich rundum wohlfühle. Doch steigern lässt sich das sicherlich noch. Ich möchte gerne einige Schulungen belegen, die sich mit dem Thema Hypnose beschäftigen. Diese möchte ich in Verbindung mit Latex und Restriktion anbieten. Aber nicht als Session Idee, sondern, um dies real anzuwenden mit dem Ziel dem Probanten zu helfen unbewusste und somit unausgelebte Phantasien herauszufinden. Ausserdem wie oben schon angesprochen fühle ich mich nun reif und erfahren genug die Verantwortung für einen loyalen und selbstlosen Leibeigenen an meiner Seite zu übernehmen. Leider ist es bei meiner charakteristischen Authenzität schwer das passende Pendant zu finden … aber das überlasse ich dem Schicksal… das hat es mit mir bis jetzt immer gut gemeint…


Lady Sas: Danke für diese Einblicke.



Samstag, 26. Mai 2018

Mistress Iris : Connoisseur of Tease

Dominatrix Iris
Mistress Iris is a ​stunning Los Angeles based Dominatrix. She is an expert in the bittersweet art of Tease and an artist who loves to create amazing pictures and mind-blowing videos. Now listen up, Berlin: Mistress Iris is visiting the German capital in July 2018 (7/4 , 5, 8). Wow, that's great news! So let's find out more about her. I had the pleasure to ask Mistress Iris some questions. 



Lady Sas: Dear Iris, there is a tradition in my interviews. The first question is always about the very beginning. So, how did you come in contact with BDSM? How did it all start?


Mistress Iris: I grew up in Japan where depictions of kink and fetish permeate the media, so I was always very familiar with it. I remember, even as 11 year old school children, asking each other if we thought we were “S” or “M” as in we were sadistic/dominant type or masochistic/submissive type. I always said I was “S.” I was right.


Interview with Mistress Iris from LA


Lady Sas: Please describe your development to become a Dominatrix.


Mistress Iris: When I was 19 I met a boy who was naturally more submissive, and I was naturally more dominant – neither of us had any experience in BDSM at that point, but we quickly fell into a power dynamic. It all started out with tease… I loved flirting and tantalizing him, but he would never dare make a move. I quickly realised how much power that gave me. He would become so very desperate, and I, in turn, could make him do whatever I wanted. I kept pushing him further and further, and together we experimented with a variety of play. In the time that followed, I explored BDSM  in my personal life with each new partner, honing my skill and refining my interests, and after six years had passed, I made the decision to become a professional Dominatrix.
Mistress Iris



Lady Sas: What is it that fascinates you about being a Mistress?


Mistress Iris: What I enjoy about being a Professional Mistress is that I am always being exposed to new kinks and fetishes. I am constantly discovering fresh things that I find erotic, especially with loyal subs with whom I have established a strong trusting relationship, and can push their boundaries a bit further each time we play.



"BDSM can be a sacred moment" – Mistress Iris



Lady Sas: Has BDSM changed your view of men?


Mistress Iris: I think being a FemDom gives me a unique insight into the degree to which masculine social roles can adversely effect men’s emotional wellbeing; how important it is to have a space to be vulnerable, and the pain that can accrue over years of external posturing and interior neglect. It’s actually a universal human need, I believe - to be vulnerable. If your life lacks a space to be vulnerable (and in many societies men are, as a class, habituated to this painful absence),  BDSM can be a sacred moment in which you put your trust in the Dominant, and in doing so let go of and even lose yourself. I play with people of all gender expressions, and though there may be noticeable trends in the psychology of male subs, many are universal to subs of all genders, reflecting instead a need for simplicity borne out of the at times painfully complex era in which we live.




Lady Sas: You call yourself a "Connoisseur of Tease". How does it feel to tease a sub?


Mistress Iris: Ooh, yes. Tease is at the core of my sexuality. What I’m really turned on by is the exquisite expression of pure desperation. The moment a person can’t compose their facade any longer – when their dignity, their sense of self goes out of the window and they begin to beg and plead. It’s when I have the most power over them – it’s orgasmic. Prolonged tease and mind games can be a great tool for putting someone into that headspace. While some may lean towards force as their method of power exertion, I prefer to seduce and persuade people to do things. To each their own, or in the case of subs, my own.



Mistress Iris from Los Angeles

Lady Sas: A slave adores his Mistress, but at the same time he knows that he can never touch her – aside from kissing her feet. Can you explain the psychology behind this?


Mistress Iris: I’m sure every dominant woman has her personal boundaries when it comes to interaction with a sub. Personally, I like taking control of people's pleasures, and for me, the more someone wants me, the more I want to dangle their desires delicately before them, so to speak – to tease them with it, to taunt them while being entertained by their wimpers. For the sub, this dynamic space of desire and desperation, this tug of war in which they are both the losing team and the rope itself, can be powerfully intoxicating, more electric, and more substantive than many vanilla couples’ full bodied tawdry pawings — of course there’s still plenty of amazing vanilla sex and terrible bdsm to go around, no one single sexual modality has a monopoly on quality or mediocrity.  


"Anticipation is the best aphrodisiac" – Mistress Iris




Lady Sas: Please help the female readers of my blog: How can we improve our tease-skills? What is important? Any hints?
Mistress Iris: Anticipation is the best aphrodisiac. Women are so used to giving men whatever they want, but you’ll see once you playfully withhold, the power you command, and the tension that builds up in its wake.   




Lady Sas: You travel to Europe in June and July and will be in Berlin in the beginning of July. That's wonderful, we love to have you here. Why did you decide to come to Berlin? Is it your first time in Germany?
Mistress Iris: It is indeed my first time in Germany, though I’ve heard many wonderful things about the art scene in Berlin. I love collaborating with artists to create FemDom inspired photography and videos, so I hope to make some art inspired by the scene while I’m there. You can see some of my collaborative work on my website under Gallery, and more on Instagram @dominatrixiris.  


Mistress Iris


Lady Sas: What is the image you have in mind when you hear about German BDSM?
Mistress Iris: Hahaha. The stereotype is definitely that it’s very hardcore. Though I do enjoy some sadistic and hardcore play, I am definitely not the prototypical cold and stern Mistress – I’m a mischievous, erotic, seductress, and therefore didn’t think I’d fit into the scene in Germany too well. However, one of my long time subs from Berlin encouraged me to try it out so, here I am! You all have him to thank for my presence, but I’m sure he won’t mind if you just thank me instead.

"I advertise as the Tease Mistress" – Mistress Iris



Lady Sas: What is the most popular fetish of your guests?
Mistress Iris: Definitely all forms of tease, since I advertise as the Tease Mistress. Longer dates are also popular. Starting out with dinner or perhaps a shopping trip where the tease already begins. Sometimes I may be in a mischievous mood, and make them take Viagra or wear a remote controlled plug. Sometimes, it’s subtler things happening under the table, guided purely by touch. By the time we arrive at the playspace, they’re already reduced to a puddle.



Lady Sas: Please tell us a bit about your private background. What inspires you? Are there any hobbies?
Mistress Iris: Kink and human sexuality is my passion. I love immersing myself in it, in both my personal life and for work. I draw my artistic inspiration from the power of female sexuality, alchemically coaxing the erotic energy out of my subs, and transmogrifying it into art.


Dominatrix Iris

Lady Sas: Final question. What are your plans for the future?


Mistress Iris: One thing that I realized when I began currating my instagram is that so many of my followers were not the typical adult industry consumers. Though I do have many male and female subs who follow me, many of my fans are everyday women who are inspired by seeing a woman who is confident and owns her sexuality. I would like to continue finding ways to integrate kink and the world at large, to be more accessible to the as yet unawakened mainstream audience… while unflinchingly dominating the world, of course.


Lady Sas: Thank you very much. Enjoy your time in Germany! We love to have you here.



Freitag, 18. Mai 2018

Domina Liane: starke Persönlichkeit mit Ecken und Kanten

Domina Liane
Domina Liane geht ihren eigenen Weg. Authentisch, ehrlich, souverän. Im Interview nimmt sie kein Blatt vor den Mund, sondern sagt geradeheraus, was sie denkt. Kein Zweifel: Domina Liane ist eine außergewöhnlich starke und geradlinige Persönlichkeit, die ihre Grundsätze hat und sich selbst treu bleibt. In einer Zeit, in der kaum noch jemand anecken möchte und in der so viele auf Harmonie, Ausgleich und Political Correctness bedacht sind, ist das bemerkenswert und nötigt Respekt ab. Aber lest selbst, was Domina Liane zu sagen hat. Wer die Herrin selbst einmal erleben möchte: Ein Blick auf ihre Website verrät, dass sie im Moment in Karlsruhe, Stuttgart, München, Zürich, Aachen und Hof anzutreffen ist. 


UPDATE: Inzwischen habe ich auch einige Fragen an den Sub von Domina Liane richten können. Das Interview mit ETM 24/7 findest Du weiter unten.
  

Lady Sas: Liebe Liane, bitte schildere uns Deine Entwicklung zur Domina.
Domina Liane: Ich war seit meiner Kindheit ein dominantes Weibchen. Ecken und Kanten gehören zu mir wie die Luft zum atmen. Meine Ellenbogen sind früh zum Einsatz gekommen. Ich bin bis zu meinem 18. Lebensjahr im Osten groß geworden und somit auch ostdeutsch geprägt. Heißt im Detail, meine Eltern haben mir Werte vermittelt, die heute vom aussterben bedroht sind. Dazu gehören Authentizität. Ich bin eine Grenzgängerin und meine Audienzen laufen auf alte Art und Weise ab. Ich streichel nicht mit der Peitsche oder Gerte, sondern ich benutze sie.


Domina Liane im Interview


Lady Sas: Was ist Toll daran, als Profi-Domina zu arbeiten und was ist eher weniger schön?

Domina Liane: Das Tolle daran ist verschiedenste Facetten leben zu können. Mit Menschen in Kontakt zu treten, die meinen Dominastatus zu schätzen wissen und mit Respekt der Sache gegenüber an mich herantreten. Nicht toll finde ich die Entwicklungen der heutigen Zeit. Speziell das Thema Domina, Bizarrladys oder Fetischladys. Das Thema des intimen Kontaktes was heute normal geworden ist, wovon ich mich aber strikt ausgrenze, da es mein Tabu ist. Wo kein Angebot auch keine Nachfrage. Oder auch das Thema 24/7. Ich lebe dieses mit meinem Partner. Er ist mein Eigentum, Leibsklave und mein Mann. Wir leben diese Seite! Es ist schwierig immer die Balance zu haben, aber wir sind, was wir sind und lieben es. 

Alle Anfragen auf 24/7 sind Menschen, denen nicht im geringsten bewusst ist was es heißt 24/7 zu leben. Diese Menschen haben eine Session für umme auf dem Radar oder aber auch für eine langfristige Freizeitbeschäftigung den Dienst anzubieten, um eigenen Interessen/ Befriedigung zufolgen. Das ist kein Spiel! Keuschhaltung als Lustgewinn wäre das nächste. Respektlose Umgangsformen und Missverständnisse der Er/SieHöflichkeitsform. Das war früher ganz selbstverständlich, dass eine Domina mit Sie angesprochen wird und der Sklave mit Er. Daran stößt sich heute so mancher Pseudosklave und empfindet es als abwertend. Absolut irre meiner Meinung nach. Es gibt sehr viel..., da habe ich wunde Finger! 🙂


Lady Sas: Hattest Du einen Plan B, welchen Beruf Du gern ergriffen hättest, wenn Du nicht Domina geworden wärst?

Domina Liane: Meinen Beruf als Physiklaborantin habe ich anfangs ausgeübt und bin später ins Milieu. Der gewisse Feinschliff kommt im Laufe der Jahre und mit dem zunehmenden Alter. Ich denke das ist ein normaler Prozess.


Domina Liane


Was treibt dich in einer Session an?



Lady Sas: Was treibt Dich in einer Session mit einem Gast an?
Domina Liane: Der Hauptantrieb in einer Audienz ist für mich es zu erkennen,  wenn mein Gegenüber völlig bei mir ist. Ihn zu lenken und über Grenzen zubringen, zu spüren er vertraut und er lässt los. Er fällt und ich bin da und fang ihn auf . Eine grobe Schilderung von einer Audienz und um was es im Kern eigentlich geht.


Lady Sas: Muss man als Femdom aufpassen, dass einem die Verehrung nicht irgendwann zu Kopfe steigt und man die Nase auch im Alltag zu hoch trägt? Könnte Dir das passieren?

Domina Liane: Ein ganz klares Nein. Ich habe nie vergessen, wo ich herkomme.Komplimente sind nett, aber nicht das Maß aller Dinge. Kritik ist wertvoller um die Persönlichkeit zu zeigen.


Lady Sas: Du kannst auf viel Erfahrung zurückblicken. Gab es irgendwann den Punkt, an dem Du Dir überlegt hast, einen anderen Weg einzuschlagen und die Peitsche an den Nagel zu hängen?
Domina Liane: Die Domina an den Nagel zuhängen nein. Das, was ich verkörpere – klassische Dominanz – zwingt mich manchen Menschen vor den Kopf zu stoßen. Meine Tabus sind nicht käuflich oder verhandelbar, eigentlich ganz einfach aber manchmal ist es ohne Worte.


Lady Sas: Ich habe gerade Dein Twitter-Video gesehen, auf dem Du einen Strap-On trägst. Was ist es für ein Gefühl für Dich, die Rollen auf diese Art umzukehren?

Domina Liane: Das Gefühl, was mich befällt mit einem Strap-on an meinen Sklaven heran zutreten ist ähnlich dem was ich unter Frage 4 beschrieben habe. Eine Art der Erniedrigung, die völlig wertfrei und respektvoll gehändelt wird und ich erkenne er hat sich befreit von seelischer Fragestellung im Sinne von:...was denkt sie über mich,... bin ich schwul etc.



Ist Social Media inzwischen ein Must-Have?



Lady Sas: Welchen Stellenwert hat Social Media für Dich als Profi-Domina? Glaubst Du, dass man auch ohne Kanäle wie Facebook und Twitter erfolgreich sein kann? Oder ist das inzwischen ein Must-Have?

Domina Liane: Ohne diese Portale ist es schwierig. Vor 10-15 Jahren musste man/"Mann"persönlich vor Ort kommen, um eine Dame zu sprechen. Heute setzt man sich vor den Laptop oder das Smartphone und trifft eine Auswahl in der Ferne. Der persönliche Kontakt gerät ins Hintertreffen. Diese Dinge sind mir sehr wichtig, da wir alle wissen Fotos sind Fotos die Realität sieht aber anders aus. Positiv ist das Länderübergreifende, zu sehen was in der Szene außerhalb Deutschlands geht.


Lady Sas: Oft hört man, dass "24/7" nicht realistisch wäre. Nun habe ich auf Deiner Website gelesen: "Domina ist nicht nur mein Job, sondern meine Berufung! Als Herrin lebe ich dies auch privat mit meinem Leibeigenen 24/7." Wie ist dieses "24/7" bei Dir zu verstehen?

Domina Liane: Mein Lebenspartner ist mein Leibeigentum und Leibsklave. Wir leben es zu 100% aus, egal wo und wann. Es war ein harter Weg für uns. Familie und Freunde wenden sich ab, man ist gebrandmarkt ohne dass einer den Mut besitzt zu fragen was wir leben. Der Status 24/7 wird sich in naher Zukunft in Eheherrin und Eheeigentum ändern. Es ist einmalig und einzigartig. Die Erfüllung für beide Seiten



Lady Sas: Wird es mit Stammgästen, die man seit Jahren kennt, mit der Zeit einfacher oder schwerer, eine gelungene Session zu gestalten?

Domina Liane: Es ist nicht die Frage wie lang ich einen Gast kenne, sondern, wie gut kenne ich ihn, um jede Audienz unvergessen zu machen. Dafür benötigt man Interesse am Gast, ein Feingefühl, was über einen langfristigen Kontakt und nichts anderes entstehen kann. Man ist jeden Tag in anderer Stimmung, von Situationen abhängig und der Alltagsstress ist nicht zu vergessen. Die Balance zu finden bzw. zu erzeugen ist meine Aufgabe.


Domina Liane

Domina Liane über Nachwuchs-Herrinnen



Lady Sas: Hast Du den Eindruck, dass die Nachwuchs-Herrinnen gut ausgebildet werden oder ist es eher so, dass viele jungen Damen einfach machen ohne wirklich ausreichend vorbereitet zu sein? Was meinst Du?

Domina Liane: Die heutige Domina der Moderne hat nichts von den Attributen, die für mich zählen als Domina. Das ist normal, die Zeit bleibt nicht stehen und die Szene verändert sich mit den Statisten.


Lady Sas: Wie bewertest Du das neue Prostitutionsschutzgesetz?
Domina Liane: Garnicht. Es wird so laufen wie immer. Am Anfang geht jeder in Deckung und im Endeffekt ist das meiste wie vorher.


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Domina Liane: Hochzeit! Ich bleibe meiner Linie treu !


Lady Sas: Vielen Dank für Deine Zeit und eine wunderschöne Hochzeit Dir.




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Interview mit dem Sub von Domina Liane


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Inzwischen habe ich auch einige Fragen an den Sub von Domina Liane stellen können. "ETM 24/7 @eigentumvon DL ist sein Name", hatte mir Domina Liane geschrieben. Im Interview nutze ich die verkürzte Form davon, also "ETM 24/7". 



Lady Sas: Bitte schildere uns Deinen Weg in die bizarre Welt. Wie fing das alles bei Dir an, wie hat es sich entwickelt?
ETM 24/7: Schon als Jugendlicher empfand ich Lack und Leder als etwas sehr Anziehendes - zumal es ja etwas nicht Alltägliches war, verrucht  und verboten... Als ich dann in meinen ersten Beziehungen merkte, dass mir in selbigen etwas zum Glücklichsein fehlte, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mich zum ersten Mal in ein Studio wagte. Diese Erfahrung war nicht unbedingt die beste - zeigte mir aber trotzdem, dass ich gefunden hatte, wonach ich gesucht hatte...

Nachdem ich dann in diversen Studios zu Gast war, diverses Herrinnen kenngelernt hatte, war mir klar, dass ich nur glücklich werden kann, wenn ich Eigentum einer wirklichen Herrin werden kann und darf. Nach diversen Lebensirrungen und Wirrungen hatte ich das unsagbare Glück, dass dieser Traum Wirklichkeit geworden ist.

Lady Sas: Wie hast Du Domina Liane kennengelernt?
ETM 24/7: Über das Internet - ich habe Sie auf einem der gängigen Portale angeschrieben.


"Eine Herrin der sogenannten 'alten Schule'"


Lady Sas: Wie würdest Du Domina Liane beschreiben?
ETM 24/7: Domina Liane ist eine wirkliche Herrin. Eine Herrin der sogenannten "alten Schule“( - Konsequenz im Handeln und Sein). Sie ist, was Sie ist und lebt dies wirklich und mit aller Konsequenz.


Lady Sas: Was fällt Dir zum Stichwort "Konsequenz" bei Domina Liane ein?
ETM 24/7: Konsequenz hat einen Namen . "Ja heißt Ja" und "Nein heißt Nein". Wobei dabei festzuhalten ist das Domina Liane eine Grenzgängerin ist. Mehr ist dazu nicht zu sagen!


Lady Sas: Was bedeutet für Dich 24/7 und warum hast Du Dich für so einen Lifestyle entschieden?
ETM 24/7: 24/7 ist für mich Kein Lifestyle!!!! Schade, dass dieser Begriff mittlerweile zum Lifestyle gehört... 24/7 ist eine Berufung, die man, wenn man sich dafür entscheidet, mit aller Konsequenz zu leben hat, bzw. leben darf. Als ich mich für diesen Weg entschieden habe und dies kundgetan habe, hat sich ein großer Teil meiner Familie und meiner Freunde von mir abgewandt.


Mein bisheriges Leben lag in Scherben. Man hat mit dem Finger auf mich gezeigt. Ich stand buchstäblich vor dem Nichts. Ich habe mich völlig neu orientieren müssen - "ohne Netz und doppelten Boden". Ich habe wirklich alles aufgegeben - um das leben zu dürfen, was ich wirklich leben möchte. Und ich habe es nicht einmal bereut. Ich habe meinen Platz gefunden, bin glücklich und ausgeglichen. "Ich bin was ich bin!"

ETM24/7: 24/7 ist absolut lebbar


Lady Sas: Was sagst Du Leuten, die behaupten, 24/7 sei unrealistisch?
ETM 24/7: Zunächst einmal nervt es mich ungemein, wenn ich täglich lesen darf, wer sich alles für 24/7 interessiert und dies leben möchte - aber keinerlei Ahnung hat, was diese in letzter Konsequenz bedeutet. Diese Menschen haben eine Vorstellung bzw. Wünsche, die mit der Realität von 24/7 nichts, aber gar nichts, zu tun haben... Jedem, der mich fragt, sage ich, dass 24/7 absolut lebbar ist - allererdings muss sich jeder wirklich bewusst sein, was es bedeutet diesen Schritt  gehen zu wollen - denn das ist wirklich kein "Zuckerschlecken". 


Lady Sas: Hast Du ab und zu das Bedürfnis, eine Auszeit vom 24/7-Lifestyle als Sub zu nehmen?
ETM 24/7: Nein, denn diese Frage stellt sich ja überhaupt nicht!


Lady Sas: Wirst Du von Domina Liane in einem KG gehalten? Und wenn ja: Welches KG-Model trägst Du?
ETM 24/7: Selbstverständlich hält mich meine verehrte Herrin Liane in einem KG keusch. Der KG ist kein geläufiges Modell, wie man es überall sieht bzw. einen solchen zu kaufen bekommt, sondern dieser trägt die Handschrift meiner Herrin. Mein persönlicher KG wurde von meiner Herrin eigenhändig nachbehandelt (die "Öffnungen" des KG wurden nach, bzw. scharfkantiger geschliffen)


Lady Sas: Gehst Du offen mit Deinen devoten Neigungen um oder ist es eher ein intimes Geheimnis?
ETM 24/7: Selbstverständlich stehe ich zu dem, was ich lebe und wie ich es lebe. Immer und überall.


Eifersüchtig auf andere Subs?


Lady Sas: Domina Liane erzieht auch andere Subs. Wie gehst Du damit um? Bist Du nicht eifersüchtig? 
ETM 24/7: Dies war am Anfang in der Tat ein Problem für mich. Mittlerweile kenne ich meinen Platz und meine Position als Eigentum meiner Herrin und mache mir diesbezüglich keinerlei Gedanken mehr.
Was mir mehr Probleme bereitet sind unseriöse Anfragen oder Phantasien, die mit der Wirklichkeit überhaupt nichts mehr zu tun haben, meine Herrin sich aber ständig mit diesen auseinander zu setzen hat.


Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?

ETM 24/7: Hochzeit. Und dass ich das lebe, was ich bin - ohne Kompromisse.