Sonntag, 22. Juli 2018

Professorin Cara von Teese: die Newcomerin

Prof. Cara von Teese
Professorin Cara von Teese ist eine strahlend-schöne, junge Blondine, die noch nicht lange als Profi-Domina tätig ist. Sie ist mir auf Twitter aufgefallen. Normalerweise nennen sich Dominas "Herrin", "Lady" oder "Madame" – Cara von Teese dagegen stellt sich den Titel "Professorin" voran. Was steckt dahinter? Ich habe der reizvollen Akademikerin, die im Raum Düsseldorf/Duisburg erreichbar ist, einige Fragen gestellt. 


Lady Sas: Liebe Cara, bitte schildere uns Deine Entwicklung zur Domina.
Prof. Cara von Teese: 
Ich sehe mich nicht mehr in den Kinderschuhen der professionellen Dominanz, dennoch befinde ich mich gerade in der Phase in der ich die nötigen Erfahrungswerte sammle. Vor Rund 6 Monaten bin ich in die Branche des Profi-SM gestartet. Schon mit eintreten der Libido hatte ich früh gemerkt, dass mein sexuelles Interesse eher im bizarren angesiedelt war. 
Seit frühester Jugend bin ich der LGBTQ Szene zugehörig, wo der Umgang mit Sexualität und vor allem auch mit dem Thema BDSM viel offener und freier ist. (Anmerkung von Lady Sas: LGBT ist eine aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender, also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender. – Quelle: Wikipedia).
Am Anfang standen Besuche bei zahlreichen Fetischpartys, von da aus war der Weg zur privaten Ausübung von den dazugehörigen Spielarten - ob in 1:1 Situationen oder in Kleingruppen - nicht weit. Den Weg zum professionellen SM bin ich dann nach vielen beruflich unbefriedigenden Situationen und nach Bewältigung einer persönlichen Lebenskrise spontan und ohne doppelten Boden aus einem Bauchgefühl heraus gegangen. 

Interview mit Professorin Cara von Teese


Lady Sas: Wie kamst Du auf Deinen Namen? Hat das etwas mit Tease & Denial zu tun? Welchen Hintergrund hat Dein Professoren-Titel?
Prof. Cara von Teese: 
Der Name Professorin Cara von Teese hat eher weniger etwas mit Tease & Denial zu tun, eher ist es eine Zusammensetzung aus meinem akademischen familiären Hintergrund u der Liebe zur Burlesque Tänzerin Dita von Teese. 
Desweiteren kommt noch die kleine individuelle Komponente hinzu, mich zumindest namentlich von den ganzen 'Ladys' und 'Misses' abzuheben. 


Lady Sas: Die meisten Dominas nennen sich „Lady“ oder „Herrin“. Wolltest Du Dich mit „Professorin“ auch von den anderen Damen abgrenzen?
Prof. Cara von Teese:
Wie du schon richtig bemerkt hast, haben viele Kolleginnen einen ähnlich klingenden Titel. 
Ich war der Meinung um im Gedächtnis zu bleiben, benötigt es Individualität - die habe ich mit dem Titel der Professorin geschaffen. 

Prof. Cara von Teese

Lady Sas: Hast Du privat auch einen akademischen Hintergrund? 
Prof. Cara von Teese: 
Ich komme aus einer Akademiker Familie vom Elternhaus her u auch mein Bruder hat kürzlich promoviert. 


Lady Sas: Zu Deinen Vorlieben gehören Praktiken, die in Richtung Demütigung gehen. Etwa Spitting, verbale Erniedrigung, Analbehandlung und NS. Was kickt Dich an dieser Richtung?
Prof. Cara von Teese: Es ist nicht die Erniedrigung an sich, die mich kickt, es ist eher - jetzt anhand des konkreten Beispiels einer NS Gabe, dass der Kliient eine Uringabe genießt. Aber auch das nur, weil sie von mir kommt. Es ist also die Überleitung zu meiner Person und die damit verbundene Erregung. Der Effekt z. B. der NS Gabe wäre bei weitem nicht so groß, würde der Kliient nicht wissen woher diese kommt. 

"Ich persönlich spiele eher ungern mit Masos" – Prof. Cara von Teese


Lady Sas: Oft wird in der Domina-Szene beklagt, dass der Anteil an Masos dramatisch gesunken ist. Wie ist bei Deinen Gästen das Verhältnis von Masos auf der einen Seite und devoten Fetischisten auf der anderen Seite? Welche Seite ist häufiger vertreten?
Prof. Cara von Teese: 
Diese Frage kann ich nicht ausreichend beantworten, da ich die allermeisten Anfragen, die in Richtung extreme Tortur gehen, ablehne. Da bin ich ganz ehrlich. Ich persönlich spiele eher ungerne mit Masos. BDSM ist ein ganz breit gefächertes Spielfeld mit vielen Nuancen, indem ich die kreative und individuelle Arbeit mit Fetischen vorziehe als Sessions die nur daraus bestehen jemanden blutig zu peitschen. Da hab ich selbst keinen Spaß dran. Ich verurteile diese Richtung des SM nicht, jedem das seine - aber das Spielfeld ist einfach nicht meins. 


Lady Sas: Du bietest ein Sneakers & Socks Special, das in den sportlichen Bereich hineingeht. Wie hast Du erfahren, dass es überhaupt so einen Fetisch gibt? Hat es Dich anfangs erstaunt? Erwarten würde man doch eher einen High-Heel-Fetisch. 
Prof. Cara von Teese: Wie schon in der Eingangsfrage erwähnt, bin ich in der LGBTQ Szene zuhause und mein Freundeskreis besteht aus 90% homosexuellen Männern. In der Homoszene ist der Sneakers and Soxx Fetisch sehr weit verbreitet. Unabhängig davon, dass ich den Dresscode auch privat extrem sexy finde. 
Und desweiteren kommt auch hier wieder die individuelle Note ins Spiel : High Heels kann jeder. Was meine Sessions angeht bevorzuge ich aber lieber Ausgefallenes, anstatt Standards. Das widerspiegelt mich, meine Arbeitsweise und meine Persönlichkeit. 
Prof. Cara von Teese


Lady Sas: Ich habe beobachtet, dass sich nach dem neuen Prostitutionsschutzgesetz einige Profi-Dominas ins Privatleben zurückgezogen haben. Wie bewertest Du dieses Gesetz?
Prof. Cara von Teese: 
Da ich die Arbeit erst ausführe seitdem es dieses Gesetz gibt, kann ich keinen Vergleich anführen, wie es ohne dieses Gesetz gewesen ist. Unterm Strich ist es aber schon so, dass ich es verstehen kann, dass viele Kolleginnen beispielsweise mit Kindern - sich aufgrund der Registration aus der Branche zurück ziehen, weil sie Angst vor Stigmatisierung haben. Zuhälterei verhütet dieses Gesetz auch nicht. Die wird es immer geben, auf dem direkten oder indirekten Wege. 


"Ich war vorher schon ziemlich open minded" – Prof. Cara von Teese


Lady Sas: Wie hat sich durch Deine Tätigkeit als Domina Deine Sicht auf Männer verändert?
Prof. Cara von Teese: 
Überhaupt nicht. Ich war vorher schon ziemlich open minded und auch- naja, nennen wir es mal abgebrühter - als Freundinnen und habe immer die nicht ganz so konservative Meinung vertreten, dass Menschen (und da differenziere ich auch nicht zwischen Mann und Frau) Triebe haben, Fetische besitzen die ausgelebt werden wollen. Und das unabhängig davon ob diese Person jetzt gebunden ist, diese Dinge ausserehelich auslebt oder auch nicht. 
Sexualität und Liebe haben für mich nur indirekt miteinander zu tun. 
Im Gegenteil : Sexualität - das Ausleben der tiefsten Abgründe der Fantasien, ist sogar oft von einer im Alltag gelebten Partnerschaft abgespalten. 
Von daher war ich schon immer Fan von offenen Beziehungsmodellen. Eben weil ich weiss, wie Männer ticken. Da hat die Ausübung meines Jobs auch keine neuen Überraschungen mit sich gebracht. 


Lady Sas: Wie kommst Du auf neue Ideen für Sessions? Was inspiriert Dich?
Prof. Cara von Teese:
Ich lasse mich stark von meinem Umfeld inspirieren. Von dem was ich sehe, im Alltag erlebe oder aus vergangenem. Natürlich habe auch ich ein Vorbild. Jeder Künstler braucht schließlich seine Muse. ;) 


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Prof. Cara von Teese:
Es ist einiges in der Planung, aber noch nicht spruchreif. Deswegen lasse dich überraschen. Was ich aber jetzt schon mal sagen kann, ist eine kleine Projektbeteilung bei einem Fetisch Event in München, welches Anfang August startet. 


Lady Sas: Vielen Dank für diese Einblicke.


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  • Dienstag, 26. Juni 2018

    Dominas: In welchem Alter sind sie am attraktivsten?

    Ich gebe zu: Auch mich beschäftigt die Frage, ob ich als Femdom über 50 an Attraktivität einbüße oder nicht. Aber zum Glück bin ich selbstbewusst genug, mir nicht ständig über mein Alter Gedanken machen zu müssen. Auf der anderen Seite wäre es aber sicher gelogen, wenn ich behaupten würde, völlig frei von diesem Thema zu sein. 

    Vor diesem Hintergrund hat mich die Frage interessiert, in welchem Alter Subs eine Herrin als besonders attraktiv empfinden. Ich habe diese Frage auf Twitter gestellt und eine Umfrage gestartet. Fünf Tage lang konnte abgestimmt werden, teilgenommen haben 261 Personen. Das ist ordentlich. An dieser Stelle: Vielen Dank an alle, die den Tweet geteilt haben, damit noch mehr Subs abstimmen.

    In welchem Alter sind Dominas am attraktivsten?


    Hier das Ergebnis, das natürlich nicht repräsentativ ist, aber doch einen klaren Trend aufzeigt:


    Die Umfrage auf Twitter.

    Überraschung: Am attraktivsten sind nicht die jungen Dominas, sondern die reiferen. Und zwar deutlich. Nahezu gleich auf liegen die Damen zwischen 31 und 40 Jahren (33%) und die Damen mit 41 plus (32%). Das hat mich nun doch etwas überrascht. Aber umso besser, sage ich mal als Frau in der oberen Altersklasse ;-)

    Ich denke, Subs suchen bei einer Femdom Führung, Erfahrung und Dominanz. Diese Themen sehen die Subs offenbar bei reifen Frauen besser abgebildet. Ein Teilnehmer an der Umfrage kommentierte: 

    Tatsächlich habe ich im SM-Bereich mehr Erfahrungen gesammelt mit Damen, die tendenziell älter als ich sind. Das ist keine bewusste Entscheidung meinerseits, sondern liegt darin begründet, dass diese Damen eine gewisse Souveränität haben, die ich in einem Dom-Sub-Spiel schätze.
    Ein anderer meinte:

    Ich beschränke die Attraktivität einer Domina nicht auf deren Alter. Es gibt soviel mehr Faktoren, wie Eloquenz, Intellekt, Aura usw., die die Persönlichkeit und somit die Attraktivität einer Domina besser repräsentieren. Das Alter sagt über einen Menschen gar nichts aus!
    Nun, was ist Deine Meinung dazu? Ich freue mich auf Kommentare auf dem Blog. 

    Alle Kommentare zum Umfrage findest Du auf meinem Twitter Account. Follow me. 

    Lady Sas auf Twitter



    Donnerstag, 21. Juni 2018

    Mistress Hinako travels to Germany

    Mistress Hinako
    Mistress Hinako from Japan is extremely successful and demanded all over Asia. She is the one who's mainly been planning the Europe tours with her Femdom Colleague Lady Chiaki. Let's find out more about Mistress Hinako and BDSM in Japan in this interview. 

    Lady Sas: Please explain how you first came into contact with bdsm and how you developed into a dominatrix.
    Mistress Hinako:
    I was born with bdsm masochistic/sadistic needs but I didn’t know what to do with them. When I was married I wasn’t allowed to do anything but I couldn’t hold it back so I secretly became a professional masochist. After I got divorced it became a full time job. I became a dominatrix after that because my body couldn’t take it anymore and I was watching a lot of dominatrixes doing their thing world-wide and I really wanted that too. Because of my masochistic experiences I have the necessary understanding to get what my clients like and what they can take.


    Interview with Mistress Hinako from Japan


    Lady Sas: What do you find fascinating about BDSM?
    Mistress Hinako:
    I don’t really know, I was born with so many fetishes so it’s just given that BDSM is part of my life.


    Lady Sas: How does society in Japan deal with BDSM?
    Mistress Hinako:
    I’m so limited to the field of kinky and fetish people that I rarely get in touch with “normal society” and I’m not really interested in it either. It’s not seen as something positive, that’s what I can say.


    Lady Sas: What image do you have in Japan when you think of German BDSM?
    Mistress Hinako:
    Dungeons, perfect outfits on beautiful mistresses who are whipping their slaves. Many lifestyle people, and it's more open compared to Japan.

    "I love it and I envy you for living here"

    Mistress Hinako

    Lady Sas: We're honored that you're visiting our country. What do you basically think about Germany?
    Mistress Hinako:
    I love it and I envy you for living here. The food is good, everybody is extremely nice, you have an accepted professional position for mistresses, you can pay taxes and act the same like everybody else.


    Lady Sas: How is your time in Munich and Berlin? Are you doing a kind of tourist programme by day and a kinky programme by night?
    Mistress Hinako:
    Zero tourism, only kinky things!


    Lady Sas: In Germany we think of Mistresses from Japan as Shibari and Bondage Experts. What can you tell us about the background of this tradition?
    Mistress Hinako:
    Honestly there aren’t many Japanese Mistresses who can really do rope, it’s only a few.


    Lady Sas: What is Shibari all about? What is the idea behind it?
    Mistress Hinako:
    There are many reasons why people do Shibari. Therapy, spirituality and all, but what I like is just the bondage of it. What I’m into is the immobility of the subject, so my intentions are purely kinky when it comes to Shibari.


    Lady Sas: In Germany the BDSM movie "Tokio Dekadenz /トパーズ Topāzu" from Ryu Murakami is very popular. Is it well known in Japan, too?
    Mistress Hinako:
    Yes!

    "Western guests are so so so much louder when they come!"


    Lady Sas: Where are the differences between guests from Japan and Germany when it comes to session?
    Mistress Hinako:
    Most clients read and check our work so they book sessions for similar reasons. But Western guests are so so so much louder when they come! And German guests give an honest feedback about how the session was which I’m very grateful for. Here people are more into treating you like a queen, that happens less in Japan.


    Lady Sas: What is the most popular fetish in your sessions in Japan and in Germany?
    Mistress Hinako:
    I think latex sessions and bondage.


    Lady Sas: Please tell us a bit abour your private life. What do you do in your free time?
    Mistress Hinako:
    Honestly, I’m always kinky, also in my free time. I’m constantly playing with my friends.


    Lady Sas: What are your plans for the future?
    Mistress Hinako:
    I would like to have my own SM dungeon (but it’s legally not possible in Japan).


    Lady Sas: Thank you for your time and all the best.



  • Find out more about Mistress Hinako on her Website.
  • Read more Femdom Interviews in English
  • Learn more about Lady Sas


  • Dienstag, 19. Juni 2018

    Mistress Chiaki from Japan visits Germany – Interview

    Mistress Chiaki
    The stunning Mistress Chiaki from Japan and her gorgeous friend Lady Hinako were visiting Germany. They spent time in Munich and Berlin and so I had the pleasure to ask them some questions about BDSM in Japan and their view on German BDSM. Let's start with Mistress Chiaki. Enjoy!


    Lady Sas: Please explain how you first came into contact with BDSM and how you developed into a dominatrix.
    Mistress Chiaki:
    Since I was about 18 years old, I’ve been reading SM magazines. When I was 26 a friend asked me if I was interested in making it my profession and that’s when it all started.


    Lady Sas: What do you find fascinating about BDSM?
    Mistress Chiaki:
    First of all there’s nothing that makes me happier than doing what I love as a profession. And second, BDSM is extremely creative, I love that it challenges me intellectually, creatively and emotionally.

    Interview with Mistress Chiaki from Japan.


    Mistress Chiaki
    Lady Sas: How does society in Japan deal with BDSM?
    Mistress Chiaki:
    It’s hard to talk about the Japanese society in a few sentences, so I will only talk about what society sees of BDSM from the outside. I think they see it as entertainment. Such as shows or something underground and cool. I think they don’t perceive much more than that. The true lovers of BDSM don’t appear in the public very often (let's say they usually don't come out as BDSM lovers publically), therefore society doesn’t really have an opinion on them.


    Lady Sas: What image do you have in Japan when you think of German BDSM?
    Mistress Chiaki:
    Also in this case I can only speak for myself. The image I have of German BDSM is that it’s authentic. That it’s one of the few countries where you meet dominatrixes as you would traditionally imagine them (the “Herrin” image). That there are many rubber fetishists. I guess these are the main things that come to my mind.

    "Honestly, I would like to live here!!!!"


    Lady Sas: We're honored that you're visiting our country. What do you basically think about Germany?
    Mistress Chiaki:
    Honestly, I would like to live here!!!! It’s not that I know Germany so well that I can speak about the whole country, but it feels like a country that has a good balance.


    Lady Sas: How is your time in Munich and Berlin? Are you doing a kind of tourist programme by day and a kinky programme by night?
    Mistress Chiaki:
    I had already heard from people before I went there, but Munich felt a lot more conservative compared to Berlin. In Berlin I can smell the free spirit. Program-wise nothing really changes between day and night for me. Mostly I don't do any tourism and I do kinky things 24/7.

     
    Mistress Chiaki
    Lady Sas: In Germany we think of Mistresses from Japan as Shibari and Bondage Experts. What can you tell us about the background of this tradition?
    Mistress Chiaki:
    It’s a huge misunderstanding if you think that all Japanese dommes are experts on Shibari. To be honest, there aren’t many dommes who can really tie professionally. Since Shibari has spread all across the world, the level of skills can’t really be divided by countries. It’s all about the individual now. But it’s true that it comes from the Japanese Hojojutsu, the way of tying used on prisoners, so the tradition is routed in Japan.


    Lady Sas: What is Shibari all about? What is the idea behind it?
    Mistress Chiaki:
    Shibari is just Shibari to me. Many people doing Shibari add some extra meaning to it, such as philosophy, ideology or art. I think the receiving person is free to add any meaning to it as she/he wants, I focus on the tying itself.


    Lady Sas: In Germany the BDSM movie "Tokio Dekadenz /トパーズ Topāzu" from Ryu Murakami is very popular. Is it well known in Japan, too?
    Mistress Chiaki:
    Yes of course it’s very famous. I think anyone into SM has seen it at least once.

    "Japanese clients are very quiet during sessions."


    Lady Sas: Where are the differences between guests from Japan and Germany when it comes to session?
    Mistress Chiaki:
    It’s hard for me to compare Japan and Germany since my Japanese clients are pretty different compared to the clients of other Japanese SM clubs.
    One thing I can say is that German clients are very expressive. Japanese clients are very quiet during sessions.

     
    Mistress Chiaki
    Lady Sas: What is the most popular fetish in your sessions in Japan and in Germany?
    Mistress Chiaki:
    Since I’m very specialized in Shibari, mummification and other heavy bondage types, these are probably the most requested.


    Lady Sas: Please tell us a bit abour your private life. What do you do in your free time?
    Mistress Chiaki:
    When I’m free I practice Shibari or research for work most of the time. I’m a 100% work-oriented person and a lifestyle mistress.


    Lady Sas: What are your plans for the future?
    Mistress Chiaki:
    I’d like to get married, build the house of my dreams and live a relaxed life.


    Lady Sas: Thank you very much. It's a pleasure having you on my blog.



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  • Donnerstag, 14. Juni 2018

    KG-Training – aber bitte richtig

    Interessant: Keuschheitsschellen sind gefragt wie nie. Gut ablesen kann man das zum Beispiel am Angebot auf Amazon. Während es noch vor Jahren nur sehr wenige Keuschheitsgürtel (KGs) gab, ist heute die Auswahl erstaunlich groß und umfangreich. Immer mehr devote Männer und dominante Frauen scheinen das Spiel mit der Keuschheit für sich entdeckt zu haben. 


    Das bittersüße Spiel mit der Keuschhaltung


    Da aber nicht jeder Sub das Glück hat, eine Herrin zu haben, halten sich auch viele Sklaven selbst keusch. Ich weiß das aus E-Mails, die ich von Lesern meines Buchs "Keuschheitsgürtel-Training" bekomme. Da ich mir ab und zu das Vergnügen gönne, den einen oder anderen Sub bei seinem KG-Training zu begleiten, weiß ich, dass dabei noch immer typische Fehler gemacht werden und es zu Missverständnissen kommt. 

    An dieser Stelle möchte ich unterstreichen, dass es keine Regeln dazu gibt, an die sich jeder zu halten hätte. Nein, natürlich kann jeder machen, was er möchte. Und auch ich möchte keine Gesetze in Stein meißeln. Trotzdem denke ich, dass ich mit einigen Hinweisen durchaus dazu betragen kann, dass das KG-Training noch mehr bittersüße Lust bereitet.


    5 Tipps und Hinweise von Lady Sas 

    1. Nein, mein Lieber, KG-Training soll dir nicht körperlich weh tun. Das Ganze ist eine Kopfsache. Es geht um den bittersüßen Lustschmerz im Kopf. Wenn du Schmerzen hast, dann liegt der KG wahrscheinlich zu eng an, die Ringe sind zu eng oder dergleichen. In diesem Fall solltest du schnellstmöglich für Abhilfe sorgen. Du musst damit auch nicht warten, bis deine Herrin zustimmt. Nimm den KG ab. Sofort. Solche Schmerzen wollen wir nicht. Sie können schnell dazu führen, dass sich Blasen bilden. Das ist nicht beabsichtigt und auch kein Zeichen von Stärke, wenn der Sub glaubt, das aushalten zu müssen. 

    2. Ja, die meisten KGs sind nicht ausbruchsicher. Mein Sklave Toytoy zum Beispiel hat mit dem CB 6000 angefangen und hätte sich daraus mit geringem Aufwand befreien können. Es geht meiner Meinung nach nicht darum, einen ausbruchsicheren KG zu finden. Subs sind einfallsreich und finden im Zweifel immer einen Weg, sich zu befreien. Oder zumindest, sich einen Orgasmus zu verschaffen. Deshalb kommt es hier auf das Mindset an. Akzeptiere, dass dein KG nicht ausbruchsicher ist und dass es deine Herausforderung ist, trotzdem die Finger davon zu lassen.

    3. An der Frage, ob dauerhafte Keuschhaltung ganz ohne Orgasmus schädlich sei oder nicht scheiden sich die Geister. Die einen meinen, es habe keine negativen Auswirkungen. Die anderen sagen, dass es im schlimmsten Fall zu Impotenz führen kann. Ich persönlich teile Letzteres und glaube, dass man den Sexualapparat regelmäßig trainieren muss. Permanente Keuschhaltung ganz ohne Orgasmus kann ich daher nicht empfehlen. 

    4. Hygiene ist sehr wichtig und du solltest dich täglich so gründlich wie möglich waschen. Ohne Ausnahme, ohne Kompromisse. Ja, ich weiß, dass es lange dauert und umständlich ist. Trotzdem gibt es keine Alternative dazu. Sonst bilden sich unschöne Gerüche oder Schlimmeres. Und das wollen wir ja nicht.

    5. Ja, ich finde es in Ordnung, wenn der Sub einen Notfallschlüssel bei sich haben darf. Und nein, ich finde es nicht in Ordnung, wenn der Sub den Notfall selbst weit auslegen darf. Ein Notfall ist ein Notfall und nicht ein plötzlicher Drang, dem der Sub nachgibt. Natürlich gehört ein großes Maß an Vertrauen dazu, dem Sub diesen Notfallschlüssel auszuhändigen. Ich denke mal, die meisten Subs werden den Schlüssel nutzen, um zu schummeln. Deshalb hat mein Sub Toytoy auch keinen Notfallschlüssel. Ich kenne ihn einfach zu gut... Wie gesagt: Ich finde es in Ordnung, wenn eine Herrin das Vertrauen hat. Aber es kommt eben immer auf den Einzelfall an.

    So, das wollte ich gerne mal loswerden. Nun wünsche ich Dir weiterhin viel Vergnügen beim KG-Training. Mehr zum Thema findest du auch in meinem Buch "Keuschheitsgürteltraining – 7 Tage im KG mit Aufgaben von Lady Sas".

    KG Training