Mittwoch, 13. September 2017

Lady Mephista, Interview 2: internationale Dominanz

Lady Mephista
Es gibt Damen, die so interessant sind, dass es mit einem einzigen Interview alleine nicht getan ist. Schließlich geht das Leben munter weiter und es gibt neue Eindrücke und Erfahrungen, über die man sprechen kann. Auf Lady Mephista trifft das ohne Zweifel zu. Inzwischen ist die attraktive Herrin nicht nur in Berlin anzutreffen, sie hat nun auch Fans in London und Zürich – vom Other World Kingdom (OWK) ganz zu schweigen. Hier also Interview Nummer 2.

Lady Mephista im Interview


Lady Sas: Liebe Mephista, das letzte Interview stammt vom Oktober 2015. Was gibt es Neues bei Dir?
Lady Mephista: Ich denke die wesentliche Veränderung ist, dass ich inzwischen stärker international unterwegs bin. Meine Reisen haben mich unter anderem nach Zürich, London und in das Other World Kingdom in Tschechien geführt. Das Kennenlernen neuer Orte aber auch herausragender Persönlichkeiten des FemDom ist eine enorme Bereicherung.

Lady Sas: In welchen Bereichen konntest Du Dich besonders weiterentwickeln?
Lady Mephista:Ich bin mit einem sehr technischen Bezug in das Thema eingestiegen, bin aber im Laufe der Jahre immer tiefer in die psychologischen Aspekte des BDSM eingedrungen.Während ich in meinen ersten Jahren mich in Sessions umso wohler fühlte, je komplexer eine Session in Bezug auf ihren technischen Aufbau war, weiß ich inzwischen mehr und mehr die leisen Töne eines schlichteren dafür aber auch tiefer gehenden Spiels zu schätzen. Zeit spielt dabei eine sehr wichtige Rolle, denn jedes Instrument braucht einen gewissen Raum, um seine Wirkung ganz entfalten zu können.Das heißt keineswegs, dass meine Sessions nun nur noch getragenen Charakter haben, ganz im Gegenteil: Wenn ich spüre, dass mein Gegenüber mitgeht, erhöhe ich das Tempo bis wir uns gemeinsam auf einen rasanten Rhythmus einschwingen - sodass, wenn ich mein Ziel erreicht habe, der Augenblick alles ist, was zählt.

Lady Mephista: Berlin, London, Zürich


Lady Mephista, Photo: OWK
Lady Sas: Du gastierst auch in London und Zürich, bist aber eigentlich in Berlin zuhause. Worin liegen für Dich als Femdom die Unterschiede zwischen diesen drei Städten, wenn es um Subs und Sessions geht?
Lady Mephista: Abgesehen von unterschiedlichen Konventionen bei der Terminvereinbarung (die E-Mails der Londoner Subs fallen in der Regel kürzer aus als die Anfragen aus Deutschland und der Schweiz) ist es schwer allgemeine Unterschiede auszumachen ohne ins klischeehafte abzurutschen. Die Fähigkeit zur Hingabe ist etwas Universelles. Bei gelungenen Sessions, in denen sich mein Gegenüber ganz in den Subspace begibt, gibt es keine kulturellen Unterschiede mehr.

Lady Sas: Inzwischen hast Du auch im OWK Videos gedreht. Ich dachte eigentlich, das OWK sei geschlossen. Oder etwa doch nicht? (Anmerkung: Die Fragen habe ich vor dem OWK-Artikel gestellt.)
Lady Mephista: Das OWK ist seit letztem Jahr wieder geöffnet. Derzeit finden dort vor allem Videodrehs, aber auch erste Events statt. So werde ich dieses Jahr im Oktober am SpankingDay die Bestrafung einiger Sklaven vornehmen. Ich freue mich schon sehr darauf. 

Lady Sas: Wie hast Du die Drehs im OWK in Erinnerung?
Lady Mephista:Mir hat das Drehen im OWK sehr viel Freude bereitet. Die gesamte Filmcrew war sehr zuvorkommend und die männlichen Darsteller wunderbar devot und masochistisch. Ich hatte völlig freie Hand bei der Gestaltung der Clips und konnte festlegen in welchem Raum wir welche Szenen drehten. Solche Freiheiten zu haben gibt mir eine enorme Energie. Ich denke das ist in den Clips auch zu spüren.

Lady Mephistas lang gehegter Traum


Lady Mephista
Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?

Lady Mephista: Ich möchte den bereits eingeschlagenen Weg weiter verfolgen und auch weitere Orte und Persönlichkeiten kennenlernen. Ein lang gehegter Wunsch von mir ist es, einmal für einen längeren Zeitraum nach Japan zu gehen um dort unter anderem Kinbaku Kurse bei japanischen Meistern zu besuchen. In gewisser Weise würde ich damit wieder an meine Anfänge im BDSM anschließen. Wie ich in unserem ersten Interview erzählt habe, war ja japanisches Bondage und meine ersten Erfahrungen als Rigger (so nennt man die Bondage-Tops) eine Art Initiation für mich.

Lady Sas: Danke für diese Einblicke.


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