Mittwoch, 10. Februar 2016

Leser fragen, Lady Sas antwortet. Folge 1.

Wie versprochen habe ich alle Fragen, die bei mir eingegangen sind, zu einem Interview zusammengefasst und in diesem Rahmen beantwortet. Die Reihenfolge der Fragen ist zufällig gewählt. Danke an alle Fragesteller, hat Spaß gemacht! Gerne nehme ich weitere Fragen an. Sende einfach eine höfliche E-Mail an mich. Wenn wieder genügend Fragen beisammen sind, gibt es Teil 2.


Sklave C: Gab es vielleicht zu Beginn Probleme mit dem KG bei Toytoy oder war das überhaupt kein Problem?
Lady Sas: Doch, es war schwierig für ihn, sich an dieses Teil zu gewöhnen. Da wir uns nur am Wochenende sehen, habe ich ihn ins kalte Wasser geworfen und eine Woche eingesperrt. Das war hart für ihn (oder auch nicht, kleiner Wortwitz im Zusammenhang mit dem Thema KG...), weil er es gewohnt war, seiner Lust freien Lauf lassen zu können. 
Im Übrigen ist es immer noch eine Herausforderung für Toytoy. Gerade auch, weil ich es liebe, absolut unberechenbar darin zu sein, wann er aufgesperrt wird und wann er zum Höhepunkt kommen darf. Nur, weil er aufgesperrt wird, heißt das übrigens noch lange nicht, dass er auch kommen darf. 


Sklave C: Wenn Sie zwei Wochenenden hintereinander Tease & Denial betreiben, erzählt Toytoy dann von Bauchschmerzen unter der Woche?
Lady Sas: Bauchschmerzen nicht, aber der Druck ist dann schon stark und es ist wohl ein recht unangenehmes Gefühl. So, als ob sich etwas aufgestaut hätte und raus muss. Ich denke, es sind zwar keine Schmerzen, aber er steht dann unter großem Druck.


Sklave W: Ich verfolge die Keuschheits-Übersicht Ihres Sklavens Toytoy regelmäßig auf Ihrem Blog im Menü-Punkt "Sklavenstall". Dort steht, dass der Sklave vom 12.10. bis zum 7.11. nicht abspritzen durfte. Etwas naiv gefragt: Wie hält er das aus? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass schon eine einzige Woche schwierig ist.

Lady Sas: Du hast Recht, das geht nicht von jetzt auf sofort. Tja, gute Frage, ich suche selbst Tipps, wie man die Keuschhaltungszeit noch verlängern kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die sexuelle Energie bzw. Kraft, die quasi nicht genutzt wird, auch anders nutzen kann, dann ist das auch ein kleines Ventil. Konkret meine ich, dass sich der Sklave körperlich verausgabt und besonders intensiv gefordert wird. Zum Beispiel beim Sport, beim Putzen der Wohnung oder bei einer Session.  


Kai: Mich würde interessieren, ob dich der Gedanke an ein Cuckold Szenario anspricht - spricht du dir Sex mit einem Lover vorstellen kannst, während Toyboy verschlossen zuschauen muss. 
Lady Sas: Ja, das ist ein grundsätzlich durchaus reizvoller Gedanke. Wobei mir das "Zuschauen" nicht gefällt. Besser fände ich es, wenn er vor der Türe kniet und verschlossen zuhören muss. 



Simone: Welche Tipps kannst Du Anfängerinnen machen, die ihre dominante Seite gerade erst entdecken?
Lady Sas: Informieren, informieren, informieren! Bücher lesen (am besten meine, schmunzel), Filme gucken und im Internet schlau machen. Erst, wenn man wirklich Bescheid weiß, sollte man sich in die Praxis wagen. Das erleichtert die ersten Schritte ungemein. Dann: Lernen, Befehle zu geben. Kein "Könntest du dich bitte hinknien?", sondern einfach: "Hinknien!". Das als kurzer Einsteigertipp. Sehr hilfreich ist auch, sich am Anfang eine erfahrene Freundin zu suchen, von der man lernen kann.


Rolf: Wann haben Sie zum ersten Mal gemerkt, dass Sie dominant sind?
Lady Sas: Das kann niemand besser beantworten als mein erstes Buch "Plötzlich Domina".


Rolf: Wie hat es sich für Sie angefühlt, als Sie zum ersten Mal einen Menschen geschlagen haben?
Lady Sas: Ich fand es eine interessante Erfahrung, weil es diesem Menschen augenscheinlich gefallen hat. Später wurde Lust daraus. Übrigens: Ich schlage nur Sklaven, denen das gefällt. 


Rolf: Was fühlen Sie, wenn Sie merken, dass Sie an die Grenzen des Subs kommen?
Lady Sas: Je weiter man kommt, desto interessanter ist es. Nachdem ich schon länger in der BDSM Welt zuhause bin, genieße ich es, immer wieder in neue Grenzregionen vorzudringen. Ich liebe es, das Gefühl zu haben, mich weiterzuentwickeln. Und das geht am besten, indem man etwas Neues ausprobiert.


Rolf: Wie denken Sie, würde Ihre Umgebung reagieren, wenn sie erfährt, dass Sie Domina sind?
Lady Sas: Wahrscheinlich würde meine Familie gar nicht so aufgebracht reagieren, wie ich immer denke. Wir sind da eher liberal eingestellt. Trotzdem hätte ich Sorge, meine Tochter zu irritieren. Sie soll mich in dieser Beziehung nicht unbedingt als Vorbild nehmen. Aber im Büro gäbe es sicher viel Gerede, gerade bei den Frauen. 


Rolf: Welche Dinge möchten Sie im SM-Bereich noch erleben?
Lady Sas: Ich bin ganz zufrieden mit meiner Entwicklung, denke aber, dass ich noch viel, viel mehr erleben kann. Was konkret, wird die Zukunft zeigen. Aber ich bin mir sicher: Es gibt noch jede Menge zu entdecken!


Rolf: Warum machen Sie Interviews mit Dominas?
Lady Sas: Aus Interesse und um zu lernen. Mich interessiert, wie andere dominante Damen die Dinge sehen und einordnen. Wer zuhören kann, ist klar im Vorteil. Da kann man einiges lernen.


Lady W.: Eine sehr intime Frage, weil es mich einfach interessiert. Hast Du auch normalen Sex mit Deinem Sklaven?
Lady Sas: Nein, ich schlafe nicht mit ihm. Es ist eine reine BDSM-Beziehung und wir wohnen auch nicht zusammen. Toytoy und ich spielen nur am Wochenende. Dann aber 24/2 sozusagen.


Lady W.: Fordert dich dein Sklave manchmal heraus? Und wenn ja: Wie reagierst Du darauf?
Lady Sas: Ja, es testet immer mal wieder, was er sich erlauben kann. Auf so etwas reagiere ich sofort. Meistens mit einer Ohrfeige.


T.: Kann man Sie eigentlich zu einem angemessenen Tribut für eine Session buchen? Ich wüsste da jemanden, der das gern ausprobieren möchte: mich.
Lady Sas: Lieber T., danke für Dein Interesse, aber ich erziehe nicht gegen Tribut. Das ist auch keine Frage des Geldes, sondern eine Frage der Einstellung. Wenn ich Geld nehmen würde, wäre damit eine Erwartungshaltung verbunden. Und ich erziehe so, wie ICH es möchte. Da will ich 100%ig unabhängig sein.


Hier geht es zu den Leserfragen der Folge 2.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen