Sonntag, 20. September 2015

Domina Lady Maat: die fordernde Schönheit

Domina Lady Maat aus der Schweiz hat eine Ausstrahlung, die einen Sklaven sofort in die Knie zwingt – noch bevor sie überhaupt einen Satz gesagt hat. Fordernd und dominant, konsequent und streng, aber auch einfühlsam, überlegt, warmherzig und fantasievoll: kein Zweifel, die junge, attraktive Herrin ist eine faszinierende, facettenreiche Persönlichkeit. Ein Gespräch über BDSM,  ihre Anfänge, ihre Sichtweise und eine ganz besondere Session.


Lady Sas: Liebe Lady Maat, beschreibe uns bitte Deinen Weg zur Herrin.
Lady Maat: Mein Weg zur Herrin zu beschreiben gleicht einem halben Roman, daher versuche ich es in wenigen Sätzen auf den Punkt zu bringen. Ich bin eine von Natur aus veranlagte dominante Frau. Es war für mich immer normal so zu sein wie ich bin und kam in jungen Jahren nie auf die Idee, dass es dafür eine sogenannte SM/BDSM-Sparte gibt. Mit 20 Jahren wurde ich auf dieses Thema aufmerksam gemacht und ich weigerte mich, mich in diese Schublade stecken zu lassen. Deswegen lebe ich diesen Lebensstil nicht nur im professionellem Bereich, sondern auch im Privaten, wobei es Unterschiede gibt zwischen Kunden, die eine Dienstleistung für wenige Stunden beziehen und den rein privaten Sklaven.


Lady Sas: Du schreibst auf Deiner Website: "Der Höhepunkt muss nicht immer der Höhepunkt sein. Ich bestimme, ob und – falls ja – wie du kommen darfst.".
Wie reagieren Sklaven, wenn Du ihnen sagst, dass sie in der Session keinen Orgasmus haben dürfen?
Lady Maat: Zuerst einmal steht ja nicht, dass sie zwangsläufig keinen haben dürfen, nur das sie nicht selbstverständlich einen haben können. Die allerwenigsten sprechen mich darauf an, denn sie wissen Bescheid, dass sie sich der Lust und der Macht von mir zu unterwerfen haben. Es kann auch Spass machen sie im körperlichem Sinne unbefriedigt nach Hause zu schicken, gegebenenfalls noch mit einer dazu aufgetragenen Aufgabe. Es hat sich gezeigt, dass es die Bindung zur Herrin stärkt und die Intensität des Erlebnisses steigert. Dies gilt natürlich nicht für alle Sklaven und aus meiner Erfahrung heraus weiss ich jedem gerecht zu werden.


Lady Sas: Du bietest auch Keuschhaltung an. Was reizt Dich daran?
Lady Maat: Die Keuschhaltung ist viel mehr eine psychische Kontrolle als nur eine rein auf den Körper bezogenes Erlebnis. Der Stress beginnt im Kopf des Sklaven: Nicht zu wissen was es genau bedeutet eingeschlossen zu sein, nicht nach Lust und Laune masturbieren zu können, die Angst das jemand bemerken könnte, dass ein KG getragen wird, die Versagensängste gegenüber der Herrin. Für mich als Herrin ist es reizvoll, meinen Sklaven in eine Ohnmacht verfallen zu lassen, voll vom Reiz des Unbekannten, seiner Lust, mir zu gefallen und meinen Gehorsam dauerhaft auf ihn wirken zu lassen.


Lady Sas: Welches KG-Modell würdest Du einem Sklaven empfehlen, der absolut sicher sein will, dass er seinem Trieb nicht nachkommen und entkommen kann? 
Lady Maat: Falls dass der Sklave soweit ist, sich in Keuschheit zu begeben, bevorzuge ich massangefertigte Metall-KG’s aus Amerika. Mein früherer Putzsklave hat sich so einen machen lassen und seine Partnerin hatte den Schlüssel. Es war eines der besten Modelle, die ich je gesehen habe. Der Sitz vom Ring um den Hodensack und die Grösse des Abstandhalter sind für das Verhindern des Abstreifens wichtig. Stimmt eines von beiden nicht, so kann der Sklave mit vielen, wenn auch schmerzhaften Tricks rauswinden oder es bereitet ihm Probleme beim Tragen im Alltag. Allerdings gibt es am Ende keine absolute Sicherheit, auch bei Keuschheitsgürteln die in einen Prinz-Albert-Piercing integriert sind, kann der Sklave schlussendlich immer noch das Schloss aufschneiden. Dies hat sich bei mir noch nie als Problem herausgestellt, denn der Sklave muss sich schliesslich vor der Herrin verantworten und mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen abfinden.


Lady Sas: Was verbirgt sich hinter dem Angebot "Objektifizierung“?
Lady Maat: Bei der Objektifizierung geht es darum aus dem Sklaven schöne wie auch praktische Möbelstücke zu machen. Von Stehlampe, Kerzenständer bis zu Apéro- oder Clubtisch ist einiges möglich. Viele dienen gerne als Aschenbecher am Eingang einer Party oder als Hocker für die Ladies. Ich setze meine Ideen gerne auf spielerische Weise um, zu Weihnachten hatte ich zum Beispiel auch schon meinen Weihnachtsbaum, das dann ein reines Objekt schön anzuschauen, jedoch ohne praktischen Nutzen war.


Lady Sas: Beschreibe uns, wie man sich eine Vorführung bei Dir vorstellen kann?
Lady Maat: Eine Vorführung bei mir kann sich unterschiedlich gestalten. Ich mache Einzel- wie auch Gruppenvorführungen mit unterschiedlichen Sklaven/innen und Zuschauern. Ich achte immer darauf, dass die Mischung der Anwesenden betreffend Gruppendynamik und Harmonie passt, wobei ich immer die Grenzen der Anwesenden einhalte. Es gibt Vorführungen die aus spontanen Anlässen wie zum Beispiel einem Abendessen heraus entstehen. Es können eben so auch opulente, ausfallende und daher auch mit grösserem Planungsaufwand verbundene kleine „ vents" sein. Bei solchen "Events" liegt der Schwerpunkt in meiner Phantasie und wie ich die Vorzuführenden und Zuschauer aufeinander wirken lasse, um bei allen Beteiligten das grösstmögliche, positive Erlebnis wahr werden zu lassen.


Lady Sas: Welches BDSM-Spielzeug oder Gerät gibt es noch nicht, müsste aber erfunden werden?
Lady Maat: Das wiederum verrate ich nicht, denn mit dieser Idee, mache ich mein eigenes Geld ;)



Lady Sas: Wenn ist eine Session für Dich gelungen?
Lady Maat: Wenn beide bzw. alle Beteiligten mit einem Gefühl von Leichtigkeit, Seligkeit, Freude und Sehnsucht auf Wiederholung nach dem Ende der Session ihrer Wege gehen.


Lady Sas: Kannst Du Dich an eine Session erinnern, die Dir besonders im Gedächtnis geblieben ist? Um was ging es da?
Lady Maat: Da gibt es mehr als eine Session die mir aufgrund ihrer Eigenart und des speziellen und spontanen Ablaufs in Erinnerung geblieben sind. Auch die daran beteiligten Sklaven sind heute noch in meinen Gedanken und Erinnerungen verankert. Doch nennen wir die eine beim Namen, in der ich einen jungen Anwärter und Neuling im BDSM-Bereich zu Gast hatte, der gerne seinen Latexfetisch auslebte, dennoch nie mit seinem Latex Kleidern zur Session kam.  Auch ich trug bis dahin nie für ihn Latex, weil er sich dies meiner Meinung nach noch nicht verdient hatte. So musste er an jenem Abend lernen meine langen Lederstiefel sauber zu lecken und im Hintergrund lief die Musik  der Band KORN.
Ich erklärte ihm, wie er mir die Stiefel zu lecken, wo er anzufangen und wie er als krönenden Abschluss den Absatz zu lutschen habe. Ich sass auf dem Streckbankbett und er kniete auf allen vieren unterhalb meiner Beine vor mir, schaute mich an und fragte: „Herrin muss ich ihre Stiefel im Takt zur Musik sauber lecken?“. Wie absurd, zur Musik von KORN headbangen und gleichzeitig den Absatz sauber lecken...  Ich habe schon sehr oft und gerne in meinen Sessions mit und über meine Sklaven gelacht, doch das war Situationskomik pur!



Lady Sas: Danke für das Gespräch.




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